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Liebe/r Leser/in,

vielleicht ist es für manche von Ihnen befremdlich, dass wir der Politik oft so ein großes Gewicht in unseren Meldungen geben. Aber, wie wir schon beschrieben haben: Die Politik ist einfach die Grundlage für das Wohl und Wehe unserer Wildtiere in Bayern. Daran kommt niemand vorbei, der sich für den Schutz von Tieren einsetzt.

Und so verfolgen wir natürlich mit großer Spannung, dass das Ressort Jagd sowie die Verantwortung für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten im Zuge der Koalitionsverhandlungen aus den Händen der (bisherigen, vielleicht auch neuen) Agrarministerin Michaela Kaniber in jene des (bisherigen und neuen) Wirtschaftsministers und Stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger gewandert sind.

Was ist da zu erwarten? Blättern Sie doch nochmal zurück und schauen Sie sich die Zusammenfassung unserer Wahlprüfsteine im Blog an. Die Antworten stammen zwar sicher nicht von Aiwanger persönlich, aber hier finden sich die Positionen, die die Freien Wähler innerhalb der Koalition mit der CSU wohl einnehmen werden.

Freude macht uns, dass ein bestimmter Satz, der fast aus unserer Feder hätte stammen können, Einzug in den Koalitionsvertrag gehalten hat. "Wir stehen zu einem sorgsamen Umgang mit unserer anvertrauten Natur und Tierwelt auf hohem ethischen Standard." Legt man diese Messlatte an den aktuellen Umgang mit dem Rotwild in Bayern oder der Gams im Schutzwald, dann ist da noch ein großer Schritt zu gehen!
Wir werden die Staatsregierung auf diesem Weg begleiten, soviel ist sicher.

Es gibt so viele Bereiche rund um den Wildtierschutz, wo etwas verbessert werden muss. Die Situation der Auffangstationen ist einer davon. In Berlin hat der Deutsche Tierschutzbund gerade seinen Tierschutzpreis verliehen und etwas vom Rampenlicht auch auf die Wildtierhelfer geworfen - vielen Dank dafür!

An weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter die Geschichte eines uralten Baums, der jüngst als "Naturerbe" geehrt wurde, eine Studie, die zeigt, das Fledermäuse möglicherweise große Probleme mit Solarparks haben und eine andere, die nahelegt, dass vor allem Beutegreifer wie der Fuchs die Ausrottung des Birkwilds im Hohen Venn bewirkt haben. Wir werfen einen kritischen Blick nach Rheinland-Pfalz, wo einerseits gerade das Jagdgesetz gegen den Protest der Jägerschaft novelliert wird, während sich andererseits offenbar ausgerechnet der höchste zuständige Beamte jagdliche Fehltritte zugestanden hat.

Und wir haben natürlich auch wieder Veranstaltungstipps dabei: Morgen, am 28. Oktober ist Vollmond, und dabei gibt es eine teilweise Mondfinsternis. Die können sie zum Beispiel in der Sternwarte Rosenheim anschauen gehen - dort ist ohnehin wegen des "Astronomietags" abends volles Programm. Und noch einmal erinnern wir Sie an unser SAVE THE DATE: Am 13. Januar ist Wuids Bayern-Festival in Weyarn! Wer uns noch unterstützen mag, das Team freut sich auf Sie!

Bevor es aber soweit ist, gehen wir jetzt erstmal in die Ferien. Nicht wundern, wenn Ihr Newsletter ausbleibt: Wir sind bald wieder da.

Mit herzlichen Herbstgrüßen,

Ihr Team vom Wilden Bayern
Foto eines jungen Steinmarders im Baum, der den Leser aufmerksam anschaut. Text: Bitte unterstützen Sie Wildes Bayern dabei, uns zu helfen! Spenden Sie an: Wildes Bayern, IBAN DE31 7115 25700012232583 * BIC: BYLADEM1MIB

Politik steht bei Wildtierauffangstationen blank da

Die Lage von Wildtierauffangstationen war ein wichtiges Thema in unseren Wahlprüfsteinen. Jetzt zeigt die Antwort auf eine Landtagsanfrage zur Reptilienauffangstation in München, wie jämmerlich unkoordiniert und vernachlässigt dieses Thema in der Politik ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Regierung über keinerlei Daten zu aufgenommenen Wildtieren und deren weiterem Schicksal verfügt. Die Antwort wurde zwar noch von der Vorgänger-Regierung verfasst, …

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Eine Ratte klettert von innen an einem Gitter hoch und steckt ihren Kopf nach außen

Stirnlampen schrecken Wildtiere auf - bitte abends Ruhe in der Natur

Dunkler Himmel über schwarzer Landschaft mit Vollmond
Immer mehr Menschen bewegen sich draußen, was prinzipiell eine schöne und gute Sache ist. Allerdings sollte der Besucherdruck abends zur Ruhe kommen, damit Wildtiere sich aus ihren Verstecken wagen und draußen fressen oder jagen können. Leider sorgen immer bessere, leichtere und grellere Stirnlampen dafür, dass Wanderer, Jogger und andere die Nacht zum Tag machen. Jetzt bitten auch Ranger und die …

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Rheinland-Pfalz: "Fast folgenlose Fehlabschüsse" des Jagdbehördenleiters

UPDATE 26.10.2023: Der Kampf um den Entwurf des rheinland-pfälzischen Jagdgesetzes (s. u.) ist noch nicht zu Ende. So manches von dort erinnert bedauerlich an Bayern, zum Beispiel die Devise Wald vor Wild, aber auch die Selbstherrlichkeit so mancher Forstbeamter. Mit welcher Art von Gegenüber es die Jäger zu tun haben, das hat der Jurist der Deutschen Jagdzeitung, Dr. Heiko Granzin, …

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Rheinland-Pfalz: "Fast folgenlose Fehlabschüsse" des Jagdbehördenleiters

Himmelsspektakel kurz vor Halloween

Vollmond am dunklen Himmel, die untere linke Seite liegt im Schatten
Am Samstag, 28. Oktober, gibt es eine partielle Mondfinsternis. Darauf weist die Sternwarte Rosenheim hin und lädt anlässlich des "Astronomietags" in ihr Haus ein. Sonderführung zum Astronomietag am Sa 28.10.2023: 19:30-23:30 Uhr, Bei gutem Wetter 19:30 Uhr bis 23:30 Uhr Führungen mit Jupiter, Saturn, Vollmond und von 21:35 bis 22:53 Uhr findet die partielle Mondfinsternis statt, bei der der Mond …

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Fuchs, Du hast uns den Hahn gestohlen

Das Birkhuhn ist aus dem Hohen Venn im Nordwesten Deutschlands beinahe verschwunden - und es scheint, als hätte in diesem Fall tatsächlich der Fuchs "die Gans gestohlen". Bei der Suche nach den Gründen können Wissenschaftler nämlich auf eine lange Zeitreihe an gesammelten Daten zurückgreifen. Eine Auswertung ergab: Zwischen 1967 und 1993 schwankte die Populationsgröße des Birkwilds stets um ein gewisses …

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Ein Birkhahn sitzt in der Spitze einer Fichte vor blauem Himmel

Wildtierhelfer auf dem Roten Teppich

Fünf Personen mit Urkunden und Blumensträußen stehen vor einem Plakat mit dem Text "Deutscher Tierschutzpreis" und vielen Sponsorenlogos
Tauben, Waschbären, Bilche, Greifvögel und andere Wildtiere gehörten mit zu den "Stars" einer großen Tierschutzgala in Berlin, die der Deutsche Tierschutzbund veranstaltete, um den Deutschen Tierschutzpreis zu verleihen. Dieser ging an Stevie´s Hundesenioren-Hospiz in Brandenburg. Mithilfe vieler Sponsoren ehrte der Tierschutzbund aber noch viele weitere Ehrenamtliche für ihr Tierschutzengagement. Darunter war zum Beispiel Taubenschützerin Gudrun Stürmer aus Frankfurt. "Sie betreut …

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Studie in England: Fledermäuse mieden Solarparks

Die Wirkung von Windkraftanlagen auf Fledermäuse ist relativ gut untersucht. Wie sich aber Solarparks auf die kleinen Säuger auswirken, stand bisher kaum im Mittelpunkt von Forschung. Jetzt haben Wissenschaftler aus  Grossbritannien auf 19 Freiflächen-Solarfeldern sowie benachbarten Feldern ohne Solarpaneele in Südwestengland Fledermausüberwachungsgeräte aufgestellt. Größe, Landnutzung und Landschaftstrukturen der jeweils benachbarten Flächen waren ungefähr identisch. Die Ergebnisse zeigen, dass sechs von …

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Abendroter Himmel mit grauen Wolkenfetzen, davor schwebt eine Fledermaus

Tassilolinde Wessobrunn - ein Traum von einem Baum jetzt Nationalerbe

Stamm eines uralten, knorrigen, in mehrere "Arme" aufgeteilten Baumes im Herbst
Das muss man sich mal vorstellen: Da hält jemand ein Nickerchen unter einem Baum, und weil er dort etwas träumt, das dann später große Wirkung für die Gesellschaft entfaltet, wird der Baum in Ehren gehalten und knapp 1000 Jahre später sogar zum Nationalerbe erklärt. Ist das nicht eine wunderbare Geschichte, die in unseren Tagen anachronistisch wirkt? Dabei ist sie wahr …

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UPDATE zum "Brandbrief" der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal zum Wald

UPDATE 24.10.2023: Vor einigen Tagen erreichte uns die Antwort der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, auf den Brandbrief der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (s. u.). Kurz zusammengefasst: Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen und die BaySF wissen von nichts - also kann da wohl auch nichts sein. "Insgesamt liegen keine waldrechtlichen Verstöße vor, die Maßnahmen entsprechen …

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Mit Bäumen bestockter Hang, wo in einer Schneise der Boden bis auf den Fels hinunter abgetragen ist