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Lieber Leser, liebe Leserin,
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draußen wird es immer bunter. Feierten wir zu Beginn der Woche noch den Zitronenfalter als Lichtblick nach dem Winter, gaukeln jetzt bei bis zu 19 Grad auch schon Pfauenaugen und andere Arten zwischen den Primeln, Osterglocken und Krokussen herum.
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Mit der Wärme kommen auch die Reptilien wieder aus ihren Winterlöchern. Beim Frühjahrswandern sollten wir unsere Schritte bedächtig setzen, denn zum Beispiel die Ringelnattern sonnen sich gerne auf warmen Wegen. Noch mehr schöne, frühlingshafte Eindrücke aus der Natur finden Sie derzeit in der Ausstellung "Fokus Natur" in München, wo die Sieger des großen bayerischen Naturfotowettbewerbs für Kinder und Jugendliche präsentiert werden.
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Wir sind gut beraten, uns mit schönen Eindrücken, Sonne, Licht und Farben aufzutanken, denn in der Politik überwiegt leider doch das Grau. Da ist der Vorwurf der EU gegen Deutschland, weil unser Staat die Vogelschutzrichtlinie offenbar einfach nicht ernst nehmen will und wieder und wieder daran erinnert werden muss, ihre Ziele einzuhalten. Diese, pardon, Schlamperei zeigt inzwischen schon konkrete Auswirkungen: Am Niederrhein zum Beispiel sinken die Bestände der geschützten Vogelarten, wohl weil die Regierung einfach das Schutzgebiet nicht wirklich schützt. Auch die Praxis der permanenten Störungen in den Schonzeitaufhebungsgebieten in Oberbayern und im Allgäu hat unserer Ansicht nach ähnliche Auswirkungen auf die Naturvielfalt und seltene Vogelarten.
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So wirklich ernst scheint auch die staatliche Forstfraktion die neuen Zuständigkeiten im bayerischen Kabinett nicht zu nehmen. Jedenfalls hat das AELF Traunstein jetzt eine Stelle ausgeschrieben, mit der ein Schalenwild-Managementplan für den Berchtesgadener Talkessel erarbeitet werden soll. Der Forst macht lange Finger nach der Jagd, obwohl diese nicht seine Zuständigkeit ist - hier wäre erstmal eine Klarstellung durch die zuständigen Jagdbehörden gefragt.
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Eher bestätigt finden wir unsere Sorge in Bezug auf das "Schonzeitschreiben" der Obersten Jagdbehörde. Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt hat, wohl nach Lektüre unseres Blogs, mit der Spitze des Waldbesitzerverbands gesprochen - und die reibt sich die Hände, weil nun endlich Rechtsklarheit bestehe. Weniger Anträge lässt das nicht erhoffen. Bleibt zu hoffen, dass die Jagdbehörden ihre Aufgaben selbstbewusst wahrnehmen.
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Sehr ernst nehmen müssen wir alle die Gefahr, die die invasiven Signalkrebse für unsere Gewässer bedeuten. Eine Kartierung im Bayerischen Wald hat aufgezeigt, dass unter Wasser einiges in Schieflage ist. Flusskrebse kommen kaum noch vor, und da, wo das anders ist, sind es teilweise keine heimischen Populationen mehr. Gegen den vielfach bewaffneten und gewappneten Eindringling kann nur noch ein Eingreifen des Menschen helfen.
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Natürlich frönen wir auch dieser Woche unserer Vorliebe für Updates und haben unseren Blog und unsere Themenseite mit vielen weiteren Informationen zum Thema Weidetierhaltung angereichert. Auf unserem Youtube-Kanal finden Sie jetzt auch das komplette Video vom Vortrag von Ulrich Mück. Schauen Sie da unbedingt mal rein!
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Mit diesem bunten Potpourri an Themen entlassen wir Sie, liebe Leser und Leserinnen, in zwei Wochen Osterpause. Unser Newsletter kommt dann erst im April wieder.
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Bleiben Sie gesund, genießen Sie die Sonne, und gehen Sie achtsam mit unserer Natur um, die jetzt im Frühjahr ganz besonders sensibel ist. Herzlichst!
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Ihr Team vom Wilden Bayern
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EU-Rüffel: Deutschland schützt seine Wildvögel nicht genug
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Die Europäische Kommission hat im Rahmen der Vertragsverletzungsverfahren vier Entscheidungen gegen Deutschland gefällt. Das teilt ihre Vertretung in Deutschland am 13. März mit. Eins der Verfahren betrifft den unzureichenden Schutz von Wildvögeln. Der Vorwurf wiegt ganz schön schwer: "Nach Ansicht der Kommission reichen die von Deutschland innerhalb und außerhalb des Netzes der Schutzgebiete ergriffenen Maßnahmen bislang nicht aus, um die …
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Wenn der Forst die Finger nicht von der Jagd lassen kann
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Eigentlich ist mit der letzten Landtagswahl und der anschließenden Kabinettsbildung die Kompetenz für die Jagd vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ins Wirtschaftsministerium gewandert. Und eigentlich haben die bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten staatlicherseits sowieso nicht bei der Jagd mitzureden. Eigentlich. IRGENDWIE tun sie es aber doch, und der geneigte Leser kratzt sich am Kopf und wundert …
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Top gerüstet: Unsere Themenseite zur Weidehaltung
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Der Vortrag von Agraringenieur Ulrich Mück in Miesbach hat bei uns im Wilden Bayern eine Flut an Nachwirkungen gehabt - tolle Kontakte, Tipps und mehr. Wir haben versucht, den Großteil davon auch auf unserer Themenseite "Extensive Landnutzung/Weidehaltung" zu parken, wo es Euch jetzt zur Verfügung steht - schaut doch mal vorbei! Unsere Themenseiten sind dazu da, Wichtiges und …
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Signalkrebse - invasive Neozoen par excellence
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In den Gewässern der Oberpfalz und Niederbayerns tobt schon seit längerem ein Überlebenskampf, den wir über der Wasseroberfläche überhaupt nicht mitkriegen: Eine eingeführte nordamerikanische Krebsart macht unseren heimischen Flusskrebsen den Garaus. Der Signalkrebs ist ein invasives Neozoon par excellence: Er nimmt unseren Stein- und Edelkrebsen nicht nur Lebensraum und Nahrung weg, sondern infiziert sie auch noch mit einer tödlichen Krankheit, …
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Die Ringelnatter - der Glücksbringer des Monats
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Vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle über die Kreuzotter als Reptil des Jahres berichtet - nun hat das Artenschutzzentrum des LfU die Ringelnatter zur Art des Monats gemacht. Gemeinsam sind die beiden unsere größten einheimischen Schlangenarten. Das einfachste Unterscheidungsmerkmal sind wohl die beiden gelblichen Flecken hinter dem Kiefer der Ringelnatter, die sie eindeutig kennzeichnen. Spätestens jetzt im März …
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Preisgekrönte Fotos, die Jugendliche der Natur abluchsten
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Die Ergebnisse des Wettbewerbs "Natur im Fokus" sind einfach immer wieder sehenswert! Er wird vom Umweltministerium in Kooperation mit staatlichen Naturkundemuseen und -Einrichtungen ausgerichtet und wendet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Die meisten dieser Jugendlichen sind passionierte Naturfotografen und verbringen Stunden damit, auf das perfekte Bild hin zu arbeiten. Die Fotografien - diesmal zu den Themen Blumen, Blüten …
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Frühlingsbote Zitronenfalter
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Die Deutsche Wildtier Stiftung meldet die ersten Schmetterlinge des Jahres: "Zitronenfalter läuten den Frühling ein! Wenn die Tage wärmer werden und die Sonne scheint, zeigt sich der erste Schmetterling des Jahres: Der knallgelbe Zitronenfalter (Genopteryx rhamnis) lässt sich mit seinem typischen Flug – mal steigt er hoch, dann lässt er sich fallen – in Parks und Gärten blicken. „Die kräftige …
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UPDATE Schonzeitschreiben - Durchbruch oder Blendgranate?
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UPDATE 21. März 2024: Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt hat unsere Position zum "Schonzeitschreiben" der Obersten Jagdbehörde nicht nur aufgegriffen, sondern unsere Sorge, der Schuss könnte nach hinten losgehen, leider auch indirekt bestätigt. Denn dort heißt es unter dem Titel "Zu früh gejubelt?": "Der Bayerische Waldbesitzerverband interpretiert dagegen die detaillierten Vollzughinweise als ersten Schritt hin zu modernen Jagdzeiten: `Die Schonzeitverkürzung zur …
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