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Donnerstag, 09. Juni 2022

09. Juni 2022, 17:49    Webmaster

Gamswild im Forschungsnebel


Das BR-Rucksackradio hat unsere Anfechtung des Gamswild-Abschussplans in der Kürnach und auch die Kritik von Wildes Bayern an der Abschusspolitik bei der Gams insgesamt zum Thema gemacht. In dem Beitrag wird zudem auch das neueste staatliche Gams-Forschungsprojekt der LWF vorgestellt, das jetzt bis 2024 laufen soll.

Was der Fünf-Minuten-Beitrag wohl nicht mehr aufgreifen konnte, ist die Tatsache, dass nun seit 2016 an der Gams und dem Schalenwild im Bergwald herumgeforscht wird, ohne dass endlich konkrete wissenschaftlich stichhaltige Fakten auf den Tisch kommen. Das erste Projekt zum „integralen Schalenwildmonitoring im Bergwald“ ist 2016 gestartet und hätte heuer zuende sein sollen. Der Öffentlichkeit liegt aber nicht mal ein Zwischenbericht vor, geschweige denn ein Endbericht. 2019 verkündete Ministerin Michaela Kaniber einfach nur pauschal, der Gams gehe es gut – aber was da konkret an Datenlage dahinter steckt, darüber rätseln wir immer noch.

2020 hat sie dann ein neues Projekt angekündigt, das jetzt bis 2024 läuft und die „wichtige und einzigartige Informationen“ zur genetischen Diversität der Gams ermitteln soll mit „modernem landschaftsgenetischem Ansatz“. Angeblich baut es auf den „vielversprechenden Ergebnissen“ des vorherigen Projekts auf, von denen wir aber ja noch nichts wissen.

Warum ist es nicht möglich, ein vier Jahre lang laufendes Projekt angemessen der Öffentlichkeit vorzustellen? Sind die Mittel, die das Ministerium für diese Forschung zur Verfügung gestellt hat, nicht auch öffentliche Gelder? Uns beschleicht das Gefühl, die kritisch fragende Gesellschaft wird hier unter Absonderung von diffusem Forschungsnebel ruhiggestellt. Bis das neue Projekt zuende ist, sind acht Jahre vergangen, in denen man nichts für die Gams tun musste, sondern getrost weiter draufhalten konnte.

Über diesen Link kommt Ihr zum Originalbeitrag beim Bayerischen Rundfunk…

 

 

 




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