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Mittwoch, 20. Januar 2021

20. Januar 2021, 16:36    Webmaster

Nationalpark erlegt in der Schonzeit Gämsen um Geierjunge zu füttern


Der Nationalpark Berchtesgaden erlegt nicht nur fleißig Gams im „Natur-Natur-sein-lassen-Nationalpark“, er erlegt sie auch noch am liebsten während der Schonzeit. Nur damit der Präsident des LBV im Frühjahr mit einem Geierjungen auf dem Arm sein Prestigeprojekt der Bartgeierauswilderung präsentieren kann?

Die PR-Vögel sollen anscheinend mitten im Schonzeitaufhebungsgebiet des Nationalparks ausgesetzt werden. So lange sie noch horstgebunden sind, werden sie also mit den Gamsknochen gefüttert. Sobald sie selbständig sind, werden sie sich dann zwangsläufig in andere Alpenregionen verziehen müssen, in denen ihre Beutetiere nicht gnadenlos verfolgt werden.

Aber dann ist ja der LBV-Präsident schon wieder daheim und die Pressefotographen sind auch wieder abgezogen. Zynischer kann man diese Heuchelei von angeblichen Schutzgebieten und angeblichen Naturschützern nicht mehr darstellen.

Zum Originalbeitrag beim Berchtesgadener Anzeiger kommt Ihr über diesen Link…

Bildquelle: (c)Wildes Bayern




Held schrieb:


Ich kenne das Bartgeierprojekt aus den Hohen Tauern und es ist ein Erfolgsprojekt,das im Nationalpark Berchtesgaden eine sinnvolle Ergänzung findet.
Ihr tendenziöser Titel soll mal wieder den Nationalpark in Misskredit bringen,peinlich,peinlich

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Christine Miller schrieb:


Die Hohen Tauern bieten dem Bartgeier ein anderes Lebensumfeld als Berchtesgaden. Und vor allem gibt es im NPHT nicht diese Beutetierfeindliche Vorgehensweise. Den Abschuss von Gams in der Schonzeit (wenn denn überhaupt in einem Nationalpark) als Naturschutzaktion zu verkaufen ist eben einfach dreist. Und dafür ist der Nationalpark verantwortlich, nicht der Überbringer der Botschaft!

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Gamsbart schrieb:


Könnte mich hier mal jemand aufklären, wie sich die Konzepte des Nationalpark Berchtesgaden, des Nationalpark Bayerischer Wald und des Nationalpark Hohe Tauern unterscheiden?
Ich meine alle drei erfüllen die IUCN Kriterien, oder?

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Christine Miller schrieb:


Die Parkpläne der genannten Schutzgebiete unterscheiden sich in der Tat. Das Wildtiermanagement wurde zum Beispiel 2013 von Günther und Heurich wissenschaftliche untersucht. Auch die Deutsche Wildtier Stiftung hat das Thema schon einmal in einer Tagung aufgegriffen. Im Gegensatz zu den beiden anderen genannten Gebieten gibt es Berchtesgaden große Bereich in denen aktiv forstliche Eingriffe durchgeführt werden, mit Durchforstungen, Pflanzungen und auch der Aufhebung der Schonzeit für die dort vorkommenden großen Huftierarten.

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