Über die Interaktionen zwischen Elterntieren und ihren Jungen können wir immer wieder nur staunen – und wissen doch viel zu wenig darüber. Jetzt hat ein Forscherteam an einer südamerikanischen Fledermausart nachgewiesen, dass die Jungtiere die arteigenen Gesänge besser lernen, wenn Mama dazu hilft. Für uns ein weiteres Beispiel dafür, wie unersetzlich die mütterliche Fürsorge im Tierreich ist – weshalb man Muttertiere während der gesamten Aufzuchtphase unbedingt schützen sollte.
Die Große Sackflügelfledermaus ist eine kleine, insektenfressende Fledermausart, die in den Tieflandregionen Mittel- und Südamerikas lebt. Im Laufe ihrer Entwicklung imitieren Jungtiere erwachsene Männchen, um deren Gesänge zu lernen. Ihr anfangs noch unbeholfenes Üben bezeichnen die Forscher als „Babbeln“.
Fledermausjungtiere produzieren im Durchschnitt sieben Wochen lang täglich mehrmals Babbelphasen, die bis zu 43 Minuten andauern können. Erwachsene Männchen bieten zwar den akustischen Input, indem sie täglich bei Sonnenauf- und -untergang singen, kümmern sich aber nicht explizit um die nachahmenden Jungtiere. Die Weibchen hingegen zeigen verschiedene auffällige Verhaltensweisen, welche ausschließlich während des Babbelns ihres Jungtiers auftreten.
Forscherinnen stellten fest, dass dieses mütterliche Verhalten die Dauer der täglichen Übungseinheiten verlängerte und auch während der gesamten Entwicklungszeit signifikant erhöhte. Besonders faszinierend war jedoch, dass das mütterliche Verhalten sowohl die Menge der Gesangssilben als auch die Anzahl der unterschiedlichen Silbentypen positiv beeinflussen kann.
Darüber hinaus produzieren Jungtiere, deren Mütter während des Babbelns besonders häufig mit ihnen interagieren, mehr ausgereifte Gesangssilben. Nicht nur hier drängt sich der Vergleich mit menschlichen Kleinkindern auf, wo soziales Feedback sich ebenfalls positiv auf die sprachliche Ausreifung von Babbel-Silben auswirken: Frühere Studien haben Parallelen zwischen dem Babbeln von Jungfledermäusen und von Babies bereits bestätigt.
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