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Montag, 01. September 2025

Scrollicon
Ein Igel schiebt sich durch Efeu am Boden
01. September 2025, 10:30    office@wildes-bayern.de

UPDATE Igelschutz: Song „Kleiner Igel, kämpf“ geht ans Herz


Das geht mitten ins Herz: Der Song „Kleiner Igel, kämpf“ ist seit wenigen Tagen auf Youtube online. Geschrieben hat ihn Thomas Ramisch, Pfleger eines naturgeschützten Stadtwaldes in Nordrhein-Westfalen, vertont mithilfe der KI-Anwendung SUNO. Unbedingt anhören und weiter teilen!

Den Song könnt Ihr Euch hier auf Youtube anhören (mit Video!)

Mehr zu „Waldpfleger“ Thomas Ramisch und seinem Gevelsberger Stadtwald findet Ihr hier

…und hier findet Ihr einen neuen Podcast mit Ingolstädter Igelschützerinnen zum Anschauen!

 

Meldung vom 20. August 2025: UPDATE Igel unterstützen – Plakate, Petition und tolle Tipps

Der Verein „Tierfreunde Rhein Erft“ startet eine Plakatkampagne für Igel und bittet um Mithilfe! Bitte unterstützen Sie sie durch den Aushang von Plakaten an möglichst vielen publikumsintensiven Stellen, wo es nicht verboten – besser noch, erlaubt ist. Unterschiedliche Motive, unter anderem „Geringer Aufwand – Große Hilfe“ stehen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Wer darüber hinaus etwas für Igel tun mag, sollte die folgende Petition unterzeichnen: „Hersteller von Mährobotern verpflichten, Sicherheitssysteme zum Schutz von Igeln einzubauen“. Zur Petition gelangt Ihr hier

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Ihren igelfreundlichen Garten zertifizieren zu lassen. Tausend wunderbare Tipps für einen wildtierfreundlichen Garten findet Ihr hier beim Hortus-Netzwerk: https://hortus-netzwerk.de/

 

 

Meldung vom 15. August 2025: UPDATE Igel unterstützen – Gartenzäune durchlässig machen

Die Stadt Zürich geht mit gutem Beispiel voran und versucht ihre Gärten wieder durchlässiger für Igel zu machen. Der Verein StadtNatur hat eine Aktion „Freie Bahn für Igel“ ins Leben gerufen, bei der die Gartenbesitzer aufgerufen sind, in ihre Zäune kleine Lücken zu schneiden, um Igeln das Durchschlüpfen zu ermöglichen.

Den Link zur Aktion „Mut zur Lücke“ findet Ihr hier

 

 

Meldung vom 20. März 2025

Aufgrund der milden Temperaturen erwachen die ersten Igel aus ihrem Winterschlaf, doch der Frühling hält noch nicht genug Nahrung für die Tiere bereit. BUND Naturschutz und Pro Igel e.V. geben praktische Tipps, wie jeder helfen kann.

Igel sind flexibel in ihrem Winterschlafverhalten. Doch die zunehmend milden Winter und dadurch häufigeren Unterbrechungen des Winterschlafs stellen eine große Herausforderung für die Tiere dar. Durch das frühzeitige Aufwachen haben Igel oft mit Nahrungsmangel zu kämpfen. Da Insekten und andere Beutetiere noch kaum aktiv sind, finden die Tiere nur wenig Nahrung.

Wer bereits jetzt einen Igel entdeckt, kann helfen wie folgt.

  • Die Tiere haben nach dem Aufwachen zunächst großen Durst. Eine flache Schale mit frischem Wasser im Garten ist eine einfache und wirksame Hilfe.
  • Als Nahrung eignen sich Rührei, hochwertiges Katzenfutter und getrocknete Insekten. Je fettreicher und proteinreicher das Futter, desto besser.
  • Wichtig ist, das Futter an einem geschützten Ort aufzustellen, damit es den Igeln zugutekommt und nicht von anderen Tieren wie Katzen gefressen wird. Schon eine auf den Kopf gestellte Holzkiste, mit einem Stein beschwert und einem eingesägten Eingang von 10×10 cm, schützt das Futter vor Regen, und der Igel kann in Ruhe seine Mahlzeit einnehmen. (Möglich ist auch ein Igel-Haus wie im folgenden Bild, wo der Eingang mit einer Pendelklappe versehen ist, hinter der es zudem 90 Grad um die Ecke geht, was viele ungebetene Gäste abhält)
Ein kleines Holzhaus für Tiere steht verborgen im Unkraut

Igel-Holzhaus

  • Zudem ist Gartenarbeit im Frühjahr problematisch. „Vor allem das Aufräumen von Laub- und Reisighaufen oder Holzlagerplätzen kann dazu führen, dass Igel aufgescheucht werden und ihren Unterschlupf verlieren. Unsere große Bitte an die Bevölkerung: Lassen Sie die Gartenarbeiten noch ein wenig ruhen. Die Igel brauchen diese Verstecke dringend“, erklärt BN-Expertin Martina Gehret vom BUND Naturschutz.

Um mehr über das Verhalten der Igel und ihre frühzeitige Aktivität zu erfahren, läuft derzeit die Igel-Challenge über die App ObsIdentify. Jeder, der zufällig einen Igel entdeckt, kann den Fund einfach per Foto melden. Die Igel-Challenge wird deutschlandweit von Pro Igel e.V. in Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz als regionalem Partner organisiert.

Hier gelangt Ihr an die App ObsIdentiy

 

Hier findet Ihr zudem Links zu Online-Kursen unserer Igel-Expertin0 Ninja-Winter an der VHS Ingolstadt:

02.04.25, Alles über das Wildtier Igel – leben und leben lassen – Onlinekurs

06.05.25, Igel – leben und leben lassen

29.07.25, Alles über das Wildtier Igel – leben und leben lassen – Onlinekurs

Bildquelle: Vivienne Klimke, Tierfreunde Rhein Erft




Wendt schrieb:


Wieder einmal verbreitet Pro Igel igelschädigenden Unsinn. Anstatt darauf hinzuweisen, dass Igel, die schon jetzt unterwegs sind, nahezu alle krank sind, vor allem, wenn sie tagaktiv sind, verzapft der Verein denselben Schmarrn wie die angebliche Igelexpertin vom Bund Naturschutz, Martina Gehret, dass die Igel wegen der milden Temperaturen schon jetzt wach sind. Fakt ist aber, dass nicht die Tagtemperaturen, sondern die Nachttemperaturen ausschlaggebend für das Erwachen der Igel sind. Selbst wenn es tagsüber 20 Grad hat, wacht ein gesunder Igel nicht auf, sondern er wacht erst dann auf, wenn die Nächte über acht Grad warm sind. Denn erst dann sind seine Nahrungstiere wieder vorhanden. Deshalb schlafen gesunde Igel bis Mitte/Ende April, manchmal sogar bis Mai. Die Igel, die jetzt schon rumlaufen, sind alle krank. Nur deshalb sind sie schon jetzt wach. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, falls man über den verfügt. Denn warum sollen Igel schon jetzt rumlaufen, wenn sie keine Nahrung finden? Genau deshalb hat die Natur den Winterschlaf eingerichtet. Die Igel sollen solange schlafen bis ihre Nahrungstiere wieder vorhanden sind und das sind sie erst, wenn die Nächte über acht Grad warm sind. Um sich das Heer kranker Igel vom Hals zu halten, weil es eh kaum sachkundige Igelpflegestellen gibt und noch weniger igelkundige Tierärzte, verschweigt man offensichtlich, dass es kranke Tiere sind, die da jetzt schon hilflos durch die Gegend irren oder man weiß es nicht besser. Pro Igel hat es ja leider immer noch nicht geschafft, dass das Thema Igel Pflichtfach bei der tierärztlichen Ausbildung wird. Stattdessen verbreitet man den Blödsinn, dass es normal sei, wenn die Igel schon jetzt rumlaufen. Die werden krankheitsbedingt nur leider fast alle krepieren, denn Futter heilt keine Krankheit.

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Wendt schrieb:


Sehr schöner Song. Und auch so passend, nachdem mir heute am hellichten Tag ein kleines Igelkind fast vors Auto lief. Ich konnte gerade noch bremsen, stieg aus, nahm ihn an mich und sah ihn mir genau an. Wieder einmal bewahrheitete sich, dass es sich um Schmarrn handelt, wenn da das Tierheim München ständig verbreitet, dass tagaktive Igel normal sind, denn sie seien auf Nahrungssuche. Igel sind aber nicht aus Nahrungmangel tagaktiv, sondern weil sie krank sind, wie erneut das kleine, 145 Gramm leichte Igelkind, dass mir heute fast vor’s Auto lief, beweist. Erkennbar eben an der Tagaktivität, aber auch am Massenflohbefall und am rasselnden Atemgeräusch. Das der kleine Kerl schon jetzt, mit diesem geringen Gewicht und in diesem jungen Alter, ein massives Atemgeräusch hat, ist bezeichnend dafür, in welch starkem Maße die Welt der Igel bereits kaputt ist. Es beweist, dass wir die Igel als Art verlieren werden, wenn wir nicht endlich das hauptsächlich durch die intensive Landwirtschaft verursachte Insektensterben stoppen.

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