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Dienstag, 12. März 2024

12. März 2024, 14:22    office@wildes-bayern.de

UPDATE Lichtverschmutzung – das können Kommunen jetzt tun


UPDATE 12.3.2024 Neue Broschüre zu umweltverträglicher Straßenbeleuchtung erschienen

Die Zeitschrift ANLiegen Natur stellt eine wichtige gesetzliche Änderung vor, die sich nun auszuwirken beginnt: 2021 wurde auf Bundesebene im Rahmen des Insektenschutzgesetzes auch das Bundesnaturschutzgesetz geändert. “§ 41a BNatSchG ist das erste Gesetz, das den Schutz von Tieren und Pflanzen vor Lichtimmissionen durch neue und bestehende Beleuchtungen an Straßen, Wegen, Außenbeleuchtungen baulicher Anlagen und Grundstücke sowie Werbeanlagen verpflichtend vorschreibt und zukünftig konkrete Grenzwerte vorschreiben wird”, heißt es in dem Beitrag.
“Die Herausforderung, sich an diese neue Realität anzupassen, ist groß. In den letzten Jahren wurden vielerorts extrem umweltschädliche, kaltweiße LED mit hoher Leuchtdichte verbaut und Dimmungen beziehungsweise Nachtabschaltungen abgeschafft.
Das Biodiversitätsprojekt „Mit Maß und Bernstein – Umweltverträgliche Beleuchtung fördern“ möchte das ändern. Seit 2021 berät die höhere Naturschutzbehörde (hNB) der Regierung von Oberfranken über Möglichkeiten zur Vermeidung von Lichtverschmutzung und begleitet Umstellungsprozesse.

Zum vollständigen Beitrag aus ANLiegen Natur kommt Ihr hier

Die Broschüre findet Ihr hier sowie auf unserer Themenseite Lichtverschmutzung

 

UPDATE 29.1.2024: In der Zeitschrift ANLIEGEN NATUR findet Ihr ein interessantes Interview mit dem Physiker Manuel Philipp zur Initiative “Paten der Nacht” mit nützlichen Hintergrundinfos zur Frage der nächtlichen Beleuchtung (z. B. rechtliche Vorgaben)

das PDF des Interviews mit Manuel Philipp findet Ihr hier

 

Ursprüngliche Meldung vom 23.1.2024

Lichtverschmutzung wirkt sich auf den Körper und das Verhalten vieler Tiere aus. Manche sind einfach aktiver als sie es bei Dunkelheit wären, andere (Vögel) fangen früher mit dem Gesang an, wieder andere weisen erhöhte Melatoninwerte auf, werden vom Licht angelockt oder schlafen schlicht weniger. Wie genau nächtliches Licht sich auswirkt, ist aber noch nicht für alle Arten ausreichend erforscht.

Bernhard Hoiß von der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) hat  einige aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zu Schwellenwerten, Wirkdistanzen und Maßnahmen für Insekten und Vögel zusammengetragen. Sein Resümee: Lampen locken Insekten nur innerhalb weniger 10 m direkt an, allerdings beeinflussen in Studien bereits sehr geringe Lichtmengen die Aktivitätsmuster von Insekten und Vögeln. Schwellenwerte sind ein erster Schritt, um von so genannten “Worst case-Annahmen” zu gezielten Maßnahmen zu kommen.

Die gesamte Veröffentlichung von Hoiß könnt Ihr hier anschauen

Weitere Beiträge zum Thema Lichtverschmutzung auf unserer Homepage findet Ihr hier und hier




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