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Montag, 21. Februar 2022

21. Februar 2022, 06:28    Webmaster

„Werd nicht selber zur Lawine“ – Thomas Huber unterstützt Kampagne vom Bayerischen Jagdverband


Auf Initiative des Bayerischen Jagdverbandes vertreten der Verband Deutscher Berg- und Skiführer e.V., das Land Salzburg, die Salzburger Jägerschaft und die Initiative Respektiere deine Grenzen eine Kampagne unter dem Motto „Werd nicht selbst zur Lawine“.

Für die Vertreter der Kampagne steht die Wissensvermittlung an erster Stelle. Sie möchten den Zusammenhang zwischen der Naturnutzung und einem ungezügelten Freizeitverhalten begreiflich machen. Denn die tödliche Lawine ,die durch unbewusstes Fehlverhalten ausgelöst wird, geht oft erst ab, wenn die Naturnutzer bereits wieder zu Hause sind. Kaum jemand weiß, dass Gams, die im Winter zu oft gestört werden bei einem späten Schnee im April verhungern können. In der kargen, winterlichen Landschaft ist es für die tierischen Kletterer unmöglich, das Energiedefizit wieder auszugleichen. Auch über die Folgen für Raufußhühner und andere sensible Wildarten sowie Flora und Fauna sind sich die wenigsten bewusst.

Thomas Huber, Extremsportler und Jäger, sowie Botschafter der Kampagne betont: „Wir müssen wieder zu Naturverstehern werden. Eine rücksichtsvolle Tourenplanung ist der Schlüssel dazu. Die Naturverträglichkeit muss genauso wie Wetter, Schneelage und Lawinensituation auf der Checkliste stehen.“

 

Nachfolgend findet Ihr die vollständige Pressemitteilung vom Bayerischen Jagdverband

Werd nicht selbst zur Lawine

Die neue grenzübergreifende Kampagne mit Botschafter Thomas Huber soll zu naturverträglichem Verhalten bei Ski- und Snowboardfahren sowie Touren- oder Schneeschuhwandern aufrufen.

Auf Initiative des Bayerischen Jagdverbandes vertreten der Verband Deutscher Berg- und Skiführer e.V., das Land Salzburg, die Salzburger Jägerschaft und die Initiative Respektiere deine Grenzen diese Botschaft. Die Leidenschaft und das Verhalten der Winterfreizeitsportler sind untrennbar mit dem Schutz der Bergwelt und der Erhaltung des Lebensraums der Wildtiere verbunden. Jegliche Störung bedeutet für diese eine unnötige Flucht und einen Verbrauch ihrer Energiereserven, die sie den Winter über brauchen. Die Natur ist das Wohnzimmer der Wildtiere. Nicht vergleichbar mit der guten Stube, in der man sich vor dem wärmenden Ofen setzen kann und eine herzhafte Brotzeit genießt.

Das eigene Handeln ist entscheidend.

Für die Vertreter der Kampagne steht die Wissensvermittlung an erster Stelle. Sie möchten den Zusammenhang zwischen der Naturnutzung und einem ungezügelten Freizeitverhalten begreiflich machen. Denn die tödliche Lawined,die durch unbewusstes Fehlverhalten ausgelöst wird, geht oft erst ab, wenn die Naturnutzer bereits wieder zu Hause sind. Kaum jemand weiß, dass Gams, die im Winter zu oft gestört werden bei einem späten Schnee im April verhungern können. In der kargen, winterlichen Landschaft ist es für die tierischen Kletterer unmöglich, das Energiedefizit wieder auszugleichen. Auch über die Folgen für Raufußhühner und andere sensible Wildarten sowie Flora und Fauna sind sich die wenigsten bewusst.

Thomas Huber, Extremsportler und Jäger, sowie Botschafter der Kampagne betont: „Wir müssen wieder zu Naturverstehern werden. Eine rücksichtsvolle Tourenplanung ist der Schlüssel dazu. Die Naturverträglichkeit muss genauso wie Wetter, Schneelage und Lawinensituation auf der Checkliste stehen.“

Umdenken statt Einschränken

Genauso wie Wintersportler in regelmäßigen Abständen ihre Kenntnisse über Lawinen- und Schneekunde auffrischen und den Umgang mit der Notfallausrüstung trainieren, sollte jeder der in der Natur Sport treibt, seine Kenntnisse über Wildtiere und deren Lebensräume schulen. „Die Beunruhigung des Wildes zu allen Tages- und Nachtzeiten führt zu Verbiss-Schäden und zu Ernährungsproblematiken bei den Wildtieren. Daher ist die Aufklärung und Besucherlenkung sehr wichtig, aber auch eine Stressreduktion durch angepasste Jagdkonzepte in Bayern verbessert die Lebensbedingungen der Wildtiere“, sagt Ernst Weidenbusch, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes e.V.

Starke Partner fürs Wild

Mit dem Verband Deutscher Berg- und Skiführer e.V., dem Land Salzburg, der Salzburger Jägerschaft und der Initiative Respektiere deine Grenzen konnten starke Partner für die landesübergreifende Besucherlenkung gewonnen werden. Michael Schrott, 2. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Berg- und Skiführer e.V. dazu: „Die Konsequenzen der stärkeren Naturnutzung, werden jedem, der unterwegs ist, meist schon bei der Anreise und Parkplatzsuche bewusst. Meist fehlen den Naturnutzern zuverlässige Informationen. Hier müssen gut ausgebildete Tourenbegleiter und die Verbände einen Beitrag für rücksichtsvolles Verhalten leisten.“
Im Hinblick auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die den Sport, den Tourismus bzw. die Grundeigentümer und die Jagd gleichermaßen betreffen, kann nur ein Ausgleich zwischen allen Beteiligten im Vordergrund stehen. „Um auf die Nutzungskonflikte hinzuweisen, sind wir in diesem Bereich vor vielen Jahren mit der Initiative Respektiere deine Grenzen gestartet. Die Lösung der Konflikte liegt in der Besucherlenkung mit attraktiven und akzeptierten Angeboten für Sport- und Freizeitnutzer und der gut ersichtlichen Ausweisung dieser Gebiete. Verbote alleine sind ungeeignet“, erklärt Landesrat Sepp Schwaiger den Salzburger Weg der Umsetzung.

Aufklärung und eine Portion Hausverstand

Die Naturbenutzung erlebt regelrecht einen Boom. Viele halten sich weder an Wege noch an Tageszeiten. Dabei ist den Naturliebhabern ihr Fehlverhalten oft gar nicht bewusst. „Salzburg ist ein Gebirgsland und wir haben viele Monate eine geschlossene Schneedecke. Das ist Notzeit für unser Wild und wir haben die Verpflichtung, es mit Futter und Ruhe gut über den Winter zu bringen. Unruhe in Notzeiten führt zu Tierleid und Waldschäden. Ein sicheres Überleben und ein Hintanhalten der Schäden geht Hand in Hand.“, ergänzt Max Mayr Melnhof, Landesjägermeister Salzburg.

Rosenmontag ist Kampagnenstart

Am 28. Februar wird über die Sozialen Netzwerke und Onlinekanäle aller Kampagnenpartner ein Animationsfilm ausgestrahlt. Den beiden Hauptdarstellern wurden die Stimmen von Ernst Weidenbusch und Max Mayr Melnhof geliehen. Damit sollen die Sportler keinesfalls mit erhobenem Zeigefinger ermahnt werden. Vielmehr mit etwas Humor auf ein nachhaltiges und rücksichtsvolles Verhalten in der Natur aufmerksam gemacht werden. Die Natur ist einzigartig. Es gibt sie nur einmal und alle Naturnutzer haben gemeinsam die Verantwortung diese für die nächste Generation zu bewahren.
Werd nicht selbst zur Lawine!

Quelle: Bayerischer Jagdverband

Bildquelle: (c)Bayerischer Jagdverband / Pierre John, (c)Kollage - Wildes Bayern / BJV / Pierre John




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