Keine Räumungsklage gegen Rotwild – Wir kämpfen weiter!

Rotwild darf sich in Bayern nur noch auf 14% der Landesfläche aufhalten. Doch selbst dort haben die großen, sanften Riesen jetzt Platzverweis erhalten. Der Forstbetrieb Ruhpolding will im Revier Proental am Fuße der Kampenwand eine Großfamilie von etwa 70 Tieren nicht mehr auf seinem Besitz überwintern lassen und hat die Räumungsklage eingereicht. Wer nicht wegzieht wird erschossen oder kann verhungern. So war der Plan gegen den wir uns mit einer Unterschriftenaktion gewandt haben. Mittlerweile haben über 3400 Bürger diese Aktion unterstützt. Unsere Forderungen haben wir der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, im Oktober überreicht.

Unsere Forderungen wurden im Agrarausschuss verhandelt.

  • Aussetzen der Ersatz- und konzeptlosen Streichung der Überwinterungshilfe für Rotwild
  • Neuberechnung der geplanten Rotwildabschüsse 
  • großflächige, ökologisch orientierte Raumplanung für Rotwild im Chiemgau
  • und daraus abgeleitet, ein gesetzlich einwandfreies, wildbiologisch sinnvolles jagdliches Management im Forstbetrieb

Etappensieg: Die ursprüngliche Petition wurde zwar abgelehnt, doch machte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten weitgehende Zugeständnisse: Kein zusätzlicher Abschuss, keine Nachtabschüsse und das Aufrechterhalten der Fütterung über weitere Jahre. Doch jetzt ist wichtig, ob das auch alles so eingehalten wird. 

Es wäre wünschenswert, wenn es in der Region so etwas wie eine "Wild-Wacht" gäbe, die ein Auge auf die Zustände im Forstbetrieb Ruhpolding wirft. Sollten sich die Förster vor Ort nicht an diese versprechen an den Bayerischen Landtag halten, dann können Sie sie gerne und jederzeit an uns wenden. Wir werden diesen Meldungen nachgehen und sie an die Öffentlichkeit bringen. 

Die Unterschriftenaktion läuft weiter, denn noch gibt es keine Entwarnung für die großen Roten an der Kampenwand. Die Staatsforstverwaltung und die Bayerischen Staatsforsten haben den Fall Ruhpolding zum Präzendenzfall für den staatlichen Umgang mit Rotwild gemacht. Deshalb dürfen wir nicht aufhören zu kämpfen – für einen würdigen, gesetzlich einwandfreien und fachlich sauberen Umgang mit Rotwild.

 

 

Der Bayerische Rundfunk berichtete über diesen Fall in der Sendung Kontrovers am 14. Oktober 2015

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/kontrovers/hirsche-unter-beschuss-100.html

 

 

Zeigen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass Sie dieses Anliegen unterstützen.

Online Petition
Hintergrundinformationen zum aktuellen Fall

 

Platzverweis aus der Sicht einer Betroffenen

Gegen diese willkürliche und gesetzeswidrige Aktion können Sie mit Ihrer Unterschrift Einspruch einlegen!

 

Foto : Dietmar Streitmaier

 

Foto: Bayerischer Landtag; Anton Preis

 

Kommentare

Liebe Freunde von "Wildes Bayern", bin fleißig am Unterschriftensammeln. Auch handschriftlich.Bis wann sollten diese bei Ihnen vorliegen? Viele Grüße aus Bischofswiesen, wo das Wintergatter Rossweg (Forstbetrieb Berchtesgaden), welches kurz vor der Auflösung stand, erhalten blieb. Wald, Wild und Mensch in einem vernünftigen Miteinander. Ludwig Fegg  

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