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Dienstag, 09. April 2024

09. April 2024, 06:43    office@wildes-bayern.de

Gartentier des Jahres – jetzt mit abstimmen!


Die Heinz Sielmann- Stiftung sucht unter vier Kandidaten das Gartentier des Jahres 2024. Ihr könnt bis 11. Juni mit abstimmen und vielleicht einen Preis gewinnen – als Hauptpreis winkt ein Familien-Wochenende in Sielmanns Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen.

Hier sind die Kandidaten:

 

Der Ligusterschwärmer – Nachtaktiver Kolibri-Schwärmer

Ligusterschwärmer

Ligusterschwärmer – Dr. Hannes Petrischak

 

Der Ligusterschwärmer ist ein Nachtfalter, der nicht nur mit einer Flügelspannweite von bis zu 10 Zentimetern beeindruckt. Ähnlich einem Kolibri kann er mit schnellem Flügelschlag in der Luft stehenbleiben, um Nektar aus duftenden Blüten zu saugen. Ligusterschwärmer legen ihre Eier an den namensgebenden Ligustersträuchern ab, da sich die Raupen von den Blättern dieser Pflanzen ernähren. Den nicht weniger imposanten Raupen, deren Körperhaltung einer Sphinx ähnelt, begegnet man beim Gärtnern weitaus häufiger als dem nachtaktiven Falter.

 

Die Zauneidechse – Flinker Sonnenanbeter

Zauneidechse auf einem Stein

Zauneidechse – Ralf Donat

 

In naturnahen Gärten findet die streng geschützte Zauneidechse noch geeigneten Lebensraum. Ein breites Nahrungsangebot an Insekten und Spinnen ist dabei genauso wichtig wie ausreichend Reisig-, Totholz- oder Steinhaufen, in denen sich die Tiere blitzartig vor Fressfeinden verstecken können. Als wechselwarme Tiere können sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind zum Aufwärmen auf sonnige Plätze angewiesen. Die Männchen fallen in der Paarungszeit durch ihre leuchtend smaragdgrüne Farbe auf.

 

Der Hausrotschwanz – Quietschend-knirschender Sänger

Hausrotschwanz mit einem Insekt im Schnabel

Hausrotschwanz – Dr Hannes Petrischak

 

Der ursprünglich aus den alpinen Felslandschaften stammende Hausrotschwanz erobert gerne Mauernischen oder Vordächer von Häusern und Gartenlauben als Brutplatz. Naturnahe Gärten sind ein willkommener Lebensraum für den Vogel mit dem markanten rostroten Schwarz und quietschend-knirschenden Ruf. Auf Dachfirsten oder auch auf Bäumen und in Büschen kann er ungestört ausruhen und singen. Als Futterquelle dienen ihm Beerensträucher genauso wie diverse Spinnen und Insekten.

 

Der Rotfuchs – Anpassungsfähiger Opportunist

Ein Fuchs steht im Wald

Rotfuchs – Ingolf König

 

Der Rotfuchs ist als Nahrungsgeneralist bekannt und äußerst anpassungsfähig. Nicht verwunderlich also, dass er auch in Gärten geeignetes Futter und Verstecke findet. Wo Mäuse, Regenwürmer oder Schnecken warten und Früchte zu angeln sind, wird der Fuchs fündig. Wenn nicht gerade ein bereits fertiger Dachsbau bezogen werden kann, dienen dem Fuchs Hohlräume unter Garagen, Gartenlauben oder Holzhaufen als idealer Unterschlupf. Er sollte keinesfalls gefüttert werden, damit er seine natürliche Scheu vor dem Menschen behält.

 

Die Zebraspringspinne – Jäger mit ausgeklügelter Sprungtechnik

Zebraspringspinne

Zebraspringspinne – Dr. Hannes Petrischak

 

Die Zebraspringspinne beeindruckt trotz ihrer geringen Körperlänge von fünf bis sieben Millimetern als raffinierter Räuber. Ihr auffälliges Merkmal sind die kontrastreichen schwarz-weißen Streifen am Hinterleib. Besonders häufig trifft man sie zwischen Mai und Oktober auf sonnenbeschienenen Terrassen oder an Laubenwänden an. Mit ihrer ausgeklügelten Sprungtechnik ist sie ein emsiger Fliegen-, Stechmücken- und Blattlausjäger – und deshalb ein gern gesehener Gartengast.

 

Der Tigerschnegel – Nützliche Schnecke im Leopardenlook

Tigerschnegel

Tigerschnegel – Dr. Hannes Petrischak

 

Dem nachtaktiven Tigerschnegel mit seinem auffälligen Fleckenmuster begegnet man bei der Gartenarbeit am ehesten unter Steinen, Totholz, Blumentöpfen oder Planen. Mit seinen bis zu 20 Zentimetern Körperlänge zählt er zu den größten Nacktschneckenarten Deutschlands. Wer Tigerschnegel in seinem Garten entdeckt, kann sich freuen, denn die Nacktschnecke frisst neben Abfällen, Aas und Pilzen vor allem andere junge Schnecken und ihre Eier, die es auf Salat und Co. abgesehen haben. Tigerschnegel interessieren sich hingegen nicht für frische Pflanzen.

 

Alles klar, steht Euer Favorit? Dann viel Glück! Abstimmen könnt Ihr hier

 

Bildquelle: Dr. Hannes Petrischak, Ralf Donat, Hausrotschwanz - Dr Hannes Petrischak, Ingolf König, Zebraspringspinne - Dr. Hannes Petrischak, Tigerschnegel - Dr. Hannes Petrischak




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