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Sonntag, 13. September 2020

13. September 2020, 10:19    Petra Sobinger

Radio ISW – Ein Kommentar Hans-Jörg Schulte-Hostede


Die Kampagne gegen das Rehwild, angezettelt von forstlichen Lobbyverbänden und Waldbesitzern ist auf große Gegenwehr bei den Bürgern gestoßen. Die PNP (Passauer Neue Presse) hat dazu mehrere Beiträge zum Thema „Waldumbau und Rehabschuss“ veröffentlicht. Hans-Jörg Schulte-Hostede aus Burghausen hat dazu bei Radio ISW einen leidenschaftlichen und fachkundigen Kommentar abgegeben:

 

Die Sendezeiten des Kommentars sind: Freitag 11.09.2020 um 12.30 und 17.30 sowie Samstag, 12.09.2020  zwischen 9 und 20 Uhr

Infos zum Sender ISW finden Sie unter ISW.fm

Bildquelle: Wildes_Bayern_Reh_(c)Moni Baudrexel_800x500, Wildes_Bayern_Reh_(c)Moni Baudrexel_2560x1275




Benjamin schrieb:


Leider fehlen in diesem Beitrag einige Fakten, bzw. widersprechen den Aussagen der diffamierten Verbände (u.a. ÖJV, Bund-Naturschutz). Schön wäre es gewesen, wenn man über den klimarelevanten Waldumbau und der dazugehörigen Jagdgesetz Anpassung sachlich gesprochen hätte und ggf. auch die Fehler der bisherigen Jagdausübung aufgeführt hätte. Herrn Schulte-Hostede und Interessierten Lesern empfehle ich, sich auch bei den diffamierten Verbänden zu informieren, da hier doch teilweise ganz andere Aussagen zu finden sind.

Antworten
Christine Miller schrieb:


Die Aussagen und „Informationen“, die von den angesprochenen Verbänden sehr einheitlich veröffentlicht werden, sind ja gerade die Grundlage für den Kommentar von Herrn Schulte-Hostede, der eben die fachliche Qualität der „Informationen“ moniert. Die angeblich für einen „Waldumbau“ so dringend nötige Umstellung der Jagd hin zu einer Schädlingsbekämpfung, ist fachlich nicht zu belegen.

Antworten
Oliver schrieb:


test

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Hinner Gerrith schrieb:


Ja wat denn nu?

Die Presse (Quelle PNP/Internet) zu einer DJ des FB Wasserburg 2016: „…Mit von der Partie war auch Jagdkritiker Hans-Jörg Schulte-Hostede, der erklärte, er sehe die Drückjagd jetzt mit anderen Augen und gab zu, dass er Fehlinformationen aufgesessen sei; so etwa bezüglich des angeblichen Hetzens des Wildes oder des exzessiven Schießens. Wie alle anderen Beobachter zeigte sich Schulte-Hostede abschließend überzeugt, keiner „Show-Jagd“ beigewohnt zu haben, sondern einer Drückjagd nach gesetzlichen und waidgerechten Regeln..“

Jetzt in 2020 passt lt. Radiopodcast alles nicht mehr, oder wurde Schulte-Hostede damals nach der DJ falsch zitiert?

Wenn er im Burghausener Forst seit 6 Wochen kein Reh mehr gesehen hat, obwohl er draußen war, dann liegt das entweder an ihm selbst und/oder an der Biologie des Rehwildes nach der Brunft.

Der Forst braucht keine „Verweigerer“ bei einer DJ, das ist klar. Die Freigabe lautet immer jung vor alt.
Wenn er nicht dabei sein will, ok. Aber meckern und stänkern geht dann m.E. gar nicht. Niemand der auf die Jagd geht, will das Wild ausrotten.

Forst und Jagd sind untrennbar miteinander verbunden und das ist gut so.
Wenn auf der Jagd in Einzelfällen der Tierschutz missachtet wird, oder Fehler passieren, ist dies mitnichten dem Forst per se anzulasten, wie es nur zu gerne gemacht wird, sondern alleine dem Schützen.

Wer eine Fuchsfähe erlegt obwohl die Jungen der Führung bedürfen, oder eine Bache mit angestrichenem Gesäuge, sollte nicht beim Jagdnachbarn den Staatsanwalt wegen einer führenden Rehgeiss bemühen. Das ist 3x der gleiche Fehler.

Wir Jäger sollten vielmehr immer wissen, was wir draußen, wann und warum machen und selbst die Verantwortung dafür übernehmen können, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, um Partikularinteressen zu verfolgen.

Die Diskussion kann nicht lauten, das Rehwild wird ausgerottet. Das ist eine auf Selbstwahrnehmung von Hans-Jörg Schulte-Hostede basierende Einschätzung, die in Bayern mit der Realität nichts zu tun hat.

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Christine Miller schrieb:


Reihenfolge und Zusammenhänge der Ereignisse sind hier nicht ganz korrekt wiedergegeben. Die Drückjagden im Forst um Wasserburg sind seit längerem, vielen Menschen in der Region eine Ärgernis. Denn nicht eine Drückjagd per se ist das Übel, sondern Abschussquoten, die ohne den Wirt, also ohne irgendeine Kenntnis über den Wildbestand geplant und durchgesetzt werden. Und andererseits Mängel bei der Organisation: Da kann man nicht sagen, jeder Fehler (das heißt oft vorsätzlich in Kauf genommenes Tierleid) sei nur ein Einzelversagen eines einzelnen Schützen. Dem ist nicht so. Die Organisatoren von Drückjagden müssen sorgfältig planen und auswählen, wen sie einladen. Bei einer Drückjagd im Rotter Forst, bei der ich zufällig vorbeigekommen bin, waren zum Schluss etwa ein Drittel bis der Hälfte der erlegten Rehe von einem Hund angefressen oder zeigten mehrere Schüsse. Der Angestellte des Forstbetriebes, dessen Hund gerne Rehe frisst (ob die dann immer schon tot sind, kann ich nicht sagen), ist bekannt und dürfte eben nicht mehr eingeladen werden. Die sorgfältige Auswahl von Schützen (nicht nur Schießern), der maßvolle Einsatz von geeigneten Hunden und die klare Begrenzung und Einschränkung bei der Freigabe liegen allein in der Verantwortung der Organisatoren. Und das entscheidet, ob eine Druckjagd in Ordnung ist oder als Freiluft-Schlachten gestaltet wird. Und Rehe werden weniger, auch weil sie unter dem Klimawandel leiden können. Das muss / müsste eben auch bei der Planung der Abschusszahlen berücksichtigt werden. Deshalb ist eine Trennung von Forstbetrieb und Jagdbetrieb ein notwendiger Schritt zu einer nachhaltigen, pfleglichen Bewirtschaftung von Naturgütern.

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