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Donnerstag, 28. Oktober 2021

28. Oktober 2021, 19:31    Webmaster

Sachsens Naturschützer beziehen Position


In kaum einem Bundesland zeigt sich der Wildhass und „Vernichtungswille“ eines Staatsforstbetriebes so deutlich wie in Sachsen. Während die Förster in öffentlichen Stellungnahmen davon sprechen, dass sie ihren Wald (oder soll man sagen, ihre Gewerbefläche) mit der Waffe verteidigen, beziehen die engagierten Naturschützer im Freistaat eindeutig Stellung.
Das Positionspapier des NABU Sachsen findet Ihr hier:
eine weiterführende Stellungnahme ist unter dem Link zu finden:
Übrigens am Freitag und Samstag (29. und 30. Oktober) rüstet der Sachsenforst wieder zum großen Schlachten, diesmal im Revier Marienberg.
Jeweils um 8.00 Uhr treffen sich am Freitag, im Ortsteil Steinbach, von Jöhstadt im Erzgebirgskreis am Parkplatz Sportplatz 130 Schützen! Ursprünglich wollte man „nur“ mit 100 Waffenträgern gegen Rot- und Rehwild zu Felde ziehen sowie etwa 40 Hunde loslaufen lassen. Doch inzwischen hat ein privater „Gutachter“ bescheinigt, dass 130 Schützen besser wären.
Am Samstag sammeln sich um 8.00 Uhr früh sage und schreibe 170 Schützen am Parkplatz der Forstbaumschule Heinzebach an der Bundesstraße 101 nördlich von Marienberg. Auch hier wurde die Zahl der willigen Schießer um 40 Stück erhöht. Mindestens 45 Hunde jagen dort hinter dem Wild her.
Sollte jemand zufällig am Morgen dort vorbeikommen, würden wir uns sehr über einige aussagekräftige Bilder freuen. Ebenso wäre es interessant, wenn sich zufällig besorgte Bürger auch in der Gegend aufhalten und bemerken, was dann so in die Wildkammern geliefert wird. Man geht heute davon aus, dass mindestens die Hälfte der geschossenen weiblichen Rotwild-Tiere noch ein Kalb geführt haben. Man muss also davon ausgehen, dass auch in größerer Zahl noch führende Muttertiere erlegt werden und das dazugehörige Kalb nicht vorher geschossen wurde. Das ist in Deutschland übrigens ein Straftatbestand, der von jedermann und vor allem von den Förstern des Staatsforstes zur Anzeige gebracht werden muss.
Im Forstbezirk Neudorf, Revier Elterlein Grünhain I, ziehen am Samstag übrigens „nur“ 82 Schützen in den Schatzensteiner Wald. Dort ist der Treffpunkt bereits um 7:00 Uhr.

Bildquelle: (c)privat




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