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Dienstag, 25. April 2023

25. April 2023, 10:56    Webmaster

Todesfalle Gelber Sack – Igel verirren sich im Müll – Igelsichtungen melden!


Die ersten Igel haben bereits ihre Nasenspitzen aus den Laubhaufen gesteckt und erwachten langsam aber sicher aus ihrem Winterschlaf. Der  LBV und der Bayerische Rundfunk haben schon 2015 ein Citizen Science-Projekt gestartet, wo jeder Igel-Sichtungen melden kann, ob tot, lebend oder in Not geraten.

Aus den Meldungen der letzten Jahre hat sich unter anderem gezeigt, dass Igel in Not geraten können, wenn sie in herumliegenden “Gelben Säcken” nach Futter suchen und dann nicht wieder herauskommen.

Der Igel ist zwar sehr anpassungsfähig und ein wahrer Überlebenskünstler , trotzdem steht er mittlerweile auf der Vorwarnliste bedrohter Säugetiere in Bayern. Durch die Datensammlungen möchte der LBV herausfinden, wo die Gefahrenquellen für den Igel liegen und ob, bzw. welche Unterschiede es zwischen dem ländlichen und städtischen Bereich gibt.

Weitere Infos, sowie die Möglichkeit Eure Beobachtungen zu melden, findet Ihr unter igel-in-bayern.de.




Wendt schrieb:


Der LBV mal wieder: Hat mit dafür gesorgt, dass das Bienen-Volksbegehren eine Nullnummer für den Artenschutz wurde und auch beim Thema Igel versagt er. Was anderes als den Aufruf tote oder lebende Igel zu melden, hat er leider nicht drauf. Wichtiger wäre endlich dafür zu sorgen, dass Mähroboter sowie sämtliche motorbetriebene Sensen aus Artenschutzgründen verboten werden. Immer mehr Igel werden auf den Stationen abgegeben, die durch Mähroboter und Motorsensen so schwer verletzt wurden, dass für diese die Euthanasie eine Gnade ist. Und das sind noch die Igel, die Glück hatten. Viele andere werden nicht gefunden, sondern sterben elendig. Hilfreich wäre auch, wenn mal vom LBV endlich eine Empfehlung käme, Igel zuzufüttern. Ganz besonders jetzt. Denn die Nahrungstiere des Igels werden erst bei Nachttemperaturen über 8 Grad wach. Das bedeutet, den Igeln, die schon jetzt unterwegs sind, droht der qualvolle Hungertod, denn die Nächte sind noch unter 8 Grad kalt und werden es die nächsten Tage auch bleiben. Viele Igel sind zudem krank, was eine Folge des hauptsächlich von der konventionellen Landwirtschaft verursachten Insektensterbens ist. Hier sind wir schon beim nächsten Problem: Es gibt so gut wie keinen Tierarzt, der in der Lage und zudem willens ist, einen Igel wieder gesundheitlich herzustellen, weswegen die meisten Igel den Tierarztbesuch mit dem Leben bezahlen. Deshalb habe ich dem LBV schon vor vielen Jahren empfohlen, seinen Aufruf tote und lebende Igel zu melden, dahingehend zu ergänzen, dass auch alle Igel gemeldet werden sollen, die vor dem Tierarztbesuch noch munter waren, nach der Behandlung aber starben. Dann würde man mal einen Überblick bekommen, wie viele Tiere das jedes Jahr sind, um mit diesen Zahlen dann fordern zu können, dass das Thema Igel Teil der tierärztlichen Ausbildung werden muss. Denn diese hohe Zahl verendeter Igel nach einer Tierarztbehandlung ist nicht länger tolerierbar. Schon gar nicht in einer Zeit, wo die Zahl der Igel bereits dramatisch gesunken ist. Das alles scheint den LBV aber leider nicht groß zu interessieren, weswegen ich mich frage, warum er beim Thema Igel um Spenden bittet, wenn er für deren Erhalt eh nichts tut außer halt sich tote Igel melden zu lassen. Doch das bringt halt leider keinem einzigen Igel etwas.

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