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Montag, 21. Februar 2022

21. Februar 2022, 13:48    Webmaster

Die Phantome unserer Landschaft


Fast jedes zweite Säugetier in Deutschland gilt als selten bis extrem selten. Die Zeitschrift „National Geographic“ hat fünf Phantome unserer Landschaft gekürt, also Arten, die wir so gut wie nie zu Gesicht bekommen. Es sind:

  • Der nachtaktive Baumschläfer (Dryomys nitedula) der in den vergangenen 30 Jahren gerade einmal 1993 in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen und einmal 2010 im Landkreis Rosenheim beobachtet wurde.
  • Der Elch (Alces alces), der bei uns als ausgestorben gilt, von dem aber doch immer wieder einzelne Exemplare aus Osteuropa nach Deutschland einwandern.
  • Der Luchs (Lynx lynx), der bei uns mal ausgerottet war und sich langsam wieder einschleicht – dies allerdings so heimlich, dass seine tatsächliche Zahl vermutlich deutlich über den vom BfN postulierten 135 erwachsenen Tieren in Deutschland liegt.
  • Der Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris), der zwischen 2010 und 2018 nur 44 mal in der deutschen Nordsee gesichtet wurde.
  • Der Zwerg- oder Minkwal (Balaenoptera acutorostrata), der in den vergangenen Jahren immerhin regelmäßig in der deutschen Nordsee beobachtet wurde.

Wir möchten dieser Aufzählung noch ein ganz persönliches Phantom hinzufügen:

Die ganz und gar nicht seltene Wildsau (Sus scrofa)! Denn obwohl jährlich allein in Bayern bis zu 90.000 dieser teils kolossalen Borstenviecher von Jägern erlegt werden, stolpert man doch im Alltag äußerst selten über sie. Im Gegenteil: Wer Gebiete gut kennt, wo sie reichlich vorkommen, kann sich oft nur wundern, wie sich so eine Rotte von 30 bis 150-Kilo-Wutzen in unserer kahlgepflegten Landschaft so dermaßen unsichtbar machen kann. Ein Phantom, wie es im Buche steht – Chapeau!

Über diesen Link kommt Ihr zum Originalbeitrag bei Nationalgeographic.de…

 




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