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Donnerstag, 08. Dezember 2022

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„Frankfurter Erklärung“: Wissenschaftler zum Welt-Naturschutzgipfel
08. Dezember 2022, 13:46    Webmaster

„Frankfurter Erklärung“: Wissenschaftler zum Welt-Naturschutzgipfel


Sieben große wissenschaftliche Institutionen in Deutschland haben anlässlich des Weltnaturschutzgipfels in Montreal eine „Frankfurter Erklärung“ mit Forderungen und Angeboten an die Politik verfasst. Ihr Ausgangspunkt: „Der dramatische Verlust an biologischer Vielfalt gefährdet unsere Lebensgrundlage. Wir brauchen jetzt den Schulterschluss von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für natur-positives unternehmerisches Handeln.“ Ein Ziel ist auch, so genanntes „greenwashing“ zu unterbinden. „Nur wenn Unternehmen sich stark engagieren, indem sie umweltschädliches Verhalten einstellen und mit neuen Geschäftsmodellen und innovativen Technologien die globale Biodiversität nachhaltig für sich nutzen, kann die Trendwende gelingen. Unsere Initiative ist offen und wir laden engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter herzlich ein, sich aktiv einzubringen.“

Dazu richten sie folgende Forderungen an die Politik (wir haben sie zu Stichpunkten verknappt):

  1. Einheitliche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen – natur-positives Wirtschaften zum Standard machen – Verursachern die gesellschaftlichen Kosten der Natur- und Ressourcennutzung auferlegen
  2. Einheitliche Standards und verpflichtende Biodiversitäts-Berichterstattung durch Unternehmen – Nutzung der Biodiversität und anderer natürlicher Ressourcen regelmäßig nach einem wissenschaftlich basierten, einheitlichen Verfahren messen (lassen) und darüber berichten
  3. Sofortiger Abbau umweltschädlicher Subventionen – öffentliche und private Finanzströme auf natur-positive Aktivitäten ausrichten
  4. Sicherstellung entwaldungsfreier Lieferketten – zeitnah umsetzen und auf alle natürlichen Ökosysteme (u. a. Savannen, Graslandschaften und Feuchtgebiete) ausweiten.
  5. Verabschiedung des „30×30“-Ziels – Unterschutzstellung von mindestens 30 Prozent der Landes- und Meeresfläche bis 2030 – Unternehmen ermöglichen, in „Carbon Offset“-Programme zu investieren – global einheitliche, verbindliche und wissenschaftlich fundierte Mindeststandards
  6. Aufnahme von Biodiversität in die von der Bundesregierung initiierte „Strategische Forschungs- und Innovationsagenda” – eine effektivere nationale Biodiversitätsstrategie – überprüfbare Biodiversitätsziele analog den Klimazielen.

 

Über diesen Link kommt Ihr zur kompletten „Frankfurter Erklärung“ vom Weltnaturschutzgipfel 2022…

 

Bildquelle: (c)DHaas Gartenschlaefer - Katzenopfer Pflegling, (c)Pixabay - Hands off my tags Michael Gaida




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