Die ohnehin starke Bejagung von Wildschweinen als „Schädlinge“ ist durch den Seuchenzug der Afrikanischen Schweinepest (ASP) regelrecht aus dem Ruder gelaufen. Sauen haben überhaupt keine Schonzeit mehr, und die Aufforderung, vor allem Bachen zu schießen, wird eher nur hinter vorgehaltener Hand um den Zusatz „wenn sie nicht führend sind“ ergänzt. Es ist absolut unerträglich, wie auf dieser schönen, intelligenten Wildart herumgeschossen wird.
In der Österreichischen Berufsjägerzeitung setzt Wildmeister Michael Hofer einen wohltuenden Kontrapunkt dazu. „Adulte Sauen – der Schlüssel zum Erfolg“, heißt sein Beitrag. Er hält den Jägern zwar unverblümt den Spiegel vor, liefert aber auch den Ausweg, nämlich: Sauen alt werden lassen. Die im Titel seines Beitrags genannten „Adulten Sauen“ will er also nicht auf der Strecke, sondern im lebenden Bestand sehen.
Hofer stellt sehr gut nachvollziehbar dar, warum die Sozialstruktur von Wildschweinrotten ältere, erfahrene Stücke braucht, damit sie eben nicht aus dem Ruder läuft und die Schweine dann unkontrolliert Schäden machen, die der Mensch mit hemmungsloser Jagd beantworten muss.
Zur Österreichischen Berufsjägerzeitung, Ausgabe Dezember 2025, gelangen Sie hier, den Beitrag von Herrn Hofer finden Sie auf den Seiten 33 ff.
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