Am Abend des 9. Januar kam es in Norddeutschland zu einem tragischen und schockierenden Jagdunfall, bei dem ein 23-jähriger Jäger von einem Jagdkollegen erschossen wurde. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen ihm nahestehenden Menschen.
Der Vater, selbst Jäger und Schweißhundeführer, ist trotz oder gerade wegen seiner tiefen Trauer in die Öffentlichkeit gegangen und findet starke Worte dafür, was sich in der Jagd ändern muss. Wir möchten dafür hier Raum geben, denn das, was er aufgreift, betrifft ansonsten auch Tag für Tag unsere Wildtiere – doch niemand entdeckt deren Leiden so, wie es offengelegt wird, wenn ein Mensch betroffen ist.
Wir möchten in diesem Zusammenhang zum Beispiel auf den Vorfall von Rottach-Egern hinweisen, wo offenbar nach Dunkelheit ein führendes Alttier geschossen wurde, ebenso wie – ganz aktuell – auf eine nächtens erlegte Rehgeiß, die bei einer Polizeikontrolle in einem Auto entdeckt wurde … all das sind nur Schlaglichter, die das gleiche zugrundeliegende Problem erahnen lassen. Der Vater des verstorbenen jungen Jägers spricht einen Teil davon an. Seine Kritik gilt mangelnder Ausbildung und zu geringer jagdlicher Erfahrung in Kombination mit hoch leistungsfähiger Technik, insbesondere für die Nachtsicht. Sitzt dann der Finger des Schützen auch noch zu locker, kann das tragische Folgen haben.
Der Überläufer-Chefredakteur Lucas von Bothmer führte ein gut halbstündiges Gespräch mit dem Vater, das Sie sich hier im Überläufer-Podcast online anhören können.
Darüber hinaus schreibt Lucas von Bothmer auf seinem facebook-Account Folgendes (Auszüge) https://www.facebook.com/lucas.bothmer:
„Den gestrigen Sonntag verbrachte ich bei und mit Wilfried Kersting. Bis vor zweieinhalb Wochen war der Mann eine baumlange, westfälische Eiche, die nix umhauen konnte. Ein warmherziger Machertyp, leidenschaftlicher Jäger und passionierter Schweißhundeführer, bekannt für seine Lebensfreude.
Doch diese verschwand in der Nacht des 9. Januars spurlos. Sie wich erst einem totalen Schock, dann tiefer Verzweiflung und hat nun einem ehrlichen Entsetzen über Fehlentwicklungen innerhalb der Jägerschaft Platz gemacht, die krank machen. (…)
(…)
Bildquelle: privat
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Es tut so weh!
Nachtzielgeräte sind entwickelt worden für militärische Einsätze. Leider meinen manche „jagdlichen Waffenträger“, ich will sie nicht als Jäger bezeichnen, dass es vornehmlich gilt, zu schießen.
Nein, Jagd ist der richtige Umgang mit der Natur, dem Wild, dessen Lebensräumen, den Wäldern und den Wiesen. Jagd ist ein Handwerk, das erlernt sein will. Auf helle Flecken in absoluter Dunkelheit mit dem Nachtzielgerät zu schießen kann der Dümmste. Ob dabei richtig angesprochen wurde, steht auf einem anderen Blatt, ist aber das Wichtigste!
Dem Wild werden heute vielfach die Lebensräume, die Äsungsmöglichkeiten und Ruhezonen genommen.
Wann eigentlich soll das Wild noch in Ruhe äsen und auf den Läufen sein? Tagsüber sind wir Menschen doch sowieso überall, auch in entlegensten Gebieten unterwegs. So sollte doch wenigstens die Nacht den Wildtieren gehören.
Bin in einer Jägerfamilie groß geworden. Zur Jagd gehört das Erlegen von Wild. Aber das muss ordentlich geschehen!
Bin der festen Überzeugung, dass Nachtzielgeräte nicht in die Hände von Privatpersonen gehören. Solche Geräte braucht wohl in erster Linie das Militär die Polizei und ähnliche Behörden. Vielleicht auch in gewissen Bereichen und in beschränkter Zahl und genau überwacht, an erfahrene Schwarzwildjäger, die damit umsichtig jagen sollten.
Ich spreche Herrn Wilfried Kersting hiermit mein aufrichtiges Beileid aus und stimme ihm voll zu!
Danke für die offenen Worte und seinen Willen hier wieder einen besseren Weg zu finden.
Als Jäger mit über 40 Jahresjagdscheinen muss auch ich hier laut geben!
Mit Waidmannsheil
Ludwig Fegg