„Eine Gämse schießen kann jeder Jäger. Aber nicht jeder ist fähig, eine leben zu lassen.“ Solche wunderbaren Gedanken von Leo Tuor, einem ebenso liebevollen wie trockenen und gnadenlosen Philosophen der Jagd aus Graubünden, sind Teil des Films „Jagd im Gebirge“, den wir Ihnen wärmstens empfehlen möchten.
Unsere Wetterapp sagt von morgen (Freitag) bis Montag null Sonnenstunden voraus, nur Wolken und Nebel. Ideal, um sich diese künstlerisch schöne, berührende Doku über die Gamsjagd anzuschauen. Sie taucht ein in Leben und Gesinnung von Bergjägern, die das Wild ebenso tief lieben wie sie es passioniert bejagen. In langsamen Sequenzen mit vielen stillen Pausen zeigt sie diese Menschen, wie sie sich durch die Natur bewegen und mit ihr verbunden leben.
Dabei verzichtet sie auf jegliche Kommentierung, lässt wunderbare Naturbilder und die Berichte und Gedanken der Menschen einfach stehen, angereichert von den gelassenen Gedanken des Bündners Leo Tuor. Ein großartiges Werk, an dem es aus unserer Sicht nur eines auszusetzen gibt: Keine einzige Jägerin wurde einbezogen – und das, obwohl Österreich zum Beispiel mit einer großartigen Wildmeisterin aufwarten kann. Wie konnte das passieren?
Hier der Ankündigungstext der ARD:
„Diese Dokumentation ist im wörtlichen Sinne ein Grenzgang, Schauplatz ist das Tennengebirge und das Jagdgebiet Turracher Höhe: Zwischen rauer Natur und kulturellem Erbe wirft dieses alpine Menschenbild ein Licht auf eine Naturbeziehung, die uns mittlerweile in vielen Fällen abhanden gekommen ist. Nämlich jene, wo Natur dem Menschen als das Bedrohliche und Wilde gegenüber tritt, jenseits klassischer Zuschreibungen.
Der Film lebt von den unmittelbaren Schilderungen unterschiedlichster Jäger auf der Pirsch und auf der Jagd am Berg und wird auf der Erzählebene von Schauspieler Johannes Silberschneider mit Texten über die Jagd als archaisches Kulturgut gespiegelt. Ein poetischer Film über die Hochwildjagd, aber auch über das geheimnisvolle Band, das Jägerschaft und Wild verbindet und das durch den Schuss immer wieder aufs Neue zerrissen wird.
Die Verbindung der Menschen, die rund um das Tennengebirge leben, erschöpft sich nicht in ihrer touristischen Dimension. Obwohl der Tennengebirgsstock über allem trohnt und an seinen Flanken touristisch erschlossen ist, bleibt er an vielen Stellen unzugänglich und dunkel. Sein Einfluss auf die lokale Kultur und Identität der ganzen Region bleibt in seiner Vielfältigkeit auch heute noch geheimnisvoll.
Der Anspruch der Doku ist es, Menschenbildern und Naturzugängen nachzugehen, die für die kulturelle Identität der Region seit Jahrhunderten prägend sind. In diesem Sinne ist der Film eine dokumentarische Spurensuche, bei der altes Kulturgut gehoben und mit der modernen Zeit in Beziehung gesetzt werden soll. Der Jäger und die Jägerin als GrenzgängerIn und VermittlerIn zwischen rauer Natur und kulturellem Erbe sind dafür exemplarische Figuren. Sie stehen an der Schwelle zum Wilden, Ungezähmten und vor allem Unbeherrschbaren und werfen ein Licht auf eine Naturbeziehung, die uns mittlerweile in vielen Fällen abhanden gekommen ist.“
Den Film „Wild · Auf Jagd im Gebirge / mit Gedanken von Leo Tuor“ können Sie hier auf der ARD Mediathek anschauen
Unbedingt auch lesen: Dr. Christine Millers Beitrag zur Bejagung von Gams
Bildquelle: Hubert Billiani
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