Das Birkhuhn ist aus dem Hohen Venn im Nordwesten Deutschlands beinahe verschwunden – und es scheint, als hätte in diesem Fall tatsächlich der Fuchs „die Gans gestohlen“. Bei der Suche nach den Gründen können Wissenschaftler nämlich auf eine lange Zeitreihe an gesammelten Daten zurückgreifen. Eine Auswertung ergab: Zwischen 1967 und 1993 schwankte die Populationsgröße des Birkwilds stets um ein gewisses Niveau, nämlich circa 40 bis 45 Hähne. In einem besonders guten Jahr gab es sogar mal 85 Birkhähne im Hohen Venn.
Doch nach 1993 änderte sich die Populationsdynamik dramatisch, es kam zu einem deutlichen Rückgang bis zur Beinahe-Ausrottung. Im Durchschnitt schrumpfte der Bestand um mehr als 15 Prozent im Jahr. Klimaveränderungen, die sonst oft den Grund für solche Phänomene liefern, können in diesem Fall den Rückgang nicht erklären. Bei ihrer Suche sind die Forscher auf ein anderes Ereignis aus dieser Zeit gestoßen: Die einsetzende Impfung der Füchse gegen Tollwut. Sie führte zu einer massiv verringerten Sterblichkeit und damit zu einem deutlichen Populationswachstum bei den Beutegreifern – und offenbar in der Folge zum Einbruch der Birkhuhnbesätze, die als Bodenbrüter leichte Beute sind.
Die vollständige Studie in englischer Sprache, auch zum Download, findet Ihr hier
Bildquelle: (c) Monika Baudrexl
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Also ganz so einfach ist das ja nicht. Es handelt sich lediglich um eine Hypothese, die aus der zeitlichen Überschneidung von Bekämpfung der Tollwut und Rückgang von Birkhuhnbeständen entwickelt wird. Es ist immer leicht, vor allen Dingen für Teile der Jägerschaft, den Fuchs für irgendetwas verantwortlich zu machen. Aus der Studie geht vor allen Dingen hervor, dass die (durch den Menschen verursachten) Lebensraumbedingungen für den Rückgang der insgesamt kleinen Populationen eine Hauptursache sind, ich zitiere:
“Habitat destruction is probably the major cause of decline of the black grouse in Belgium.”
“The very small SE population disappeared in the 1990s. For this population, favourable habitat is present in the military camp, but military activities induced potential disturbance (military training, shellings and detonations).”
“Yet, the modest NE population reached a peak of 80 males in 1971, followed by a large decline in the mid-1970s, then stabilization at 7–18 individuals until the 1990s, followed by further decline until extinction in the 2000s. The evident closing of its habitat these last decades seems an important factor in explaining the fate of this population (Keulen et al. 2005).“
Guten Morgen Herr Kauterz, warum denken sie warum der LBV auf einmal die Prädation, besonders von Fuchs, Marder Waschbären unterstützt. Der Kiebitz ist Vogel des Jahres. Genau dort wo Rebhühner Hasen u.a. Bodenbrüter in noch beachtlicher Anzahl vorkommen, wegen intensiver Bejagung des Fuchses u.a. Haarraubwildes hat auch der Vorzeigevogel 2024 überlebt. Dem Birkwild hätte einfach geholfen werden können…… mit einfachsten Mitteln.
Nicht der Fuchs ist das Problem, sondern die die Totalabschüsse in den Sanierungsgebieten,die noch dazu alle im Bereich der Wintereinstände liegen. Allein im Werdenfelser Bereich sind das 20 Zonen in denen auch mehrere Adlerpaare beheimatet sind. Durch den Ausrottungsfeldzug gegen die Gams werden unsere Rauhfußhühner durch Verordnungen und Gesetze immer mehr dezimiert. Für die Wiedereinbürgerung der Geier
werden hunderttausende von Euro ausgegeben, aber gleichzeitig deren Nahrungs-grundlage vernichtet.(müssen schon gefüttert werden) In manchen Ämtern wären halt Leute gefragt, die noch in der Lage sind, sich selbst durch logisches Denken ein Urtei zu bilden und dem entsprechend zu Handeln!
Manfred Haggenmüller