Blogpost
Mittwoch, 30. November 2022

30. November 2022, 08:52    Webmaster

Retten wir gemeinsam das Rotwild – jetzt Petition für Hanna unterschreiben!


Das Rotwild in Bayern darf nur in kleinen Lebensrauminseln existieren. Verlässt es die Gebiete, muss es abgeschossen werden – das schreibt das Jagdrecht vor. Studien zeigen, dass so eine Politik gemeinsam mit anderen Faktoren zu Inzucht und einem beginnenden Aussterbeprozess führt.

Wildes Bayern kann hier nicht tatenlos zusehen. Wir starten eine Petition zur Öffnung der Rotwild-Inseln, für eine freie Ausbreitung des Rotwildes und gegen das Abschussgebot. Mit der Kampagne „Hirschkuh Hanna lernt fliegen“ wollen wir dem Rotwild Flügel verleihen. Das Rotwild muss sich über seine Gebietsgrenzen ausbreiten und miteinander genetisch austauschen können.

Rotwild ist in Bayern gesetzlich auf zehn voneinander getrennte Gebiete beschränkt, die zusammen nicht mal 14 Prozent unserer Landesfläche ausmachen. Die übrigen 86 Prozent Bayerns, also auch die Flächen zwischen den Inseln, sind absolute Todeszone für Hirsche, Hirschkühe und Kälber, denn sie sind qua Gesetz „rotwildfrei zu machen und zu halten“. Auf Deutsch: Lässt sich Rotwild hier blicken, ist es zu erschießen.

So ein Umgang kann auf Dauer nicht gutgehen. Das Rotwild ist von seinem Ursprung her ein Wanderer. Heranwachsende Hirsche machen sich auf den Weg raus aus ihrem Heimatgebiet. Sie wollen irgendwo neue Weibchen kennenlernen und sichern so den Austausch der Gene.

Die bayerische Jagdpolitik unterbindet diesen Genaustausch und befördert damit ein langfristiges Aussterben des Rothirsches. Noch dazu sind die Rotwildgebiete keineswegs „Inseln der Seligen“: Hier wird sehr streng, aber oft keineswegs fachkundig gejagt. Man muss also von einer Ausrottung der Art sprechen. Selbst wenn mancherorts die Zahl von Rotwild kurzfristig zunimmt, sind diese verinselten und genetisch verarmten Klein-Populationen über kurz oder lang dem Untergang geweiht.

Schon jetzt gibt es aus verschiedenen Regionen Deutschlands alarmierende Studien darüber, was passiert, wenn Rotwild nicht mehr wandern und sich austauschen kann: Tiere werden blind oder mit verkürzten Unterkiefern geboren und gehen elendig zugrunde. Und das sind nur die äußeren, sichtbaren Zeichen von Inzucht und genetischer Verarmung.

Wildes Bayern geht jetzt voran und tut etwas: Mit der Kampagne „Hirschkuh Hanna lernt fliegen“ machen wir ab 3. August die Öffentlichkeit auf die brisante Lage des Rotwilds aufmerksam. Jeder kann hier konkret etwas tun! Unterschreiben Sie ab Dienstag unsere Petition und setzen Sie sich für eine Abschaffung des Abschussgebots ein.

Bildquelle: (c)Wildes Bayern - Hannah lernt fliegen




Erika Klein schrieb:


Rotwild darf in Bayern nur in kleinen Lebensrauminseln existieren und wenn es die Gebiete verlässt, muss es abgeschossen werden. Welch unsinnige Regelung. Rotwild wandert und heranwachsende Hirsche entfernen sich aus ihrem Heimatgebiet, um neue Weibchen zu finden und ihre Gene auszutauschen.

Studien zeigen, dass so eine Politik gemeinsam mit anderen Faktoren zu Inzucht und einem beginnenden Aussterbeprozess führt. Die bayerische Jagdpolitik unterbindet diesen Gen-Austausch und befördert damit genetisch verarmte Klein-Populationen der Rothirsche.

Ich fordere eine freie Ausbreitung des Rotwildes und das Abschuss-Gebot aufzuheben!

Antworten
rainer grüter schrieb:


Ich unterschreibe sofort , Danke für „Hanna lernt fliegen “ Rainer

Antworten
Michael Hein schrieb:


Wer den Wolf überall willkommen heißt, muss sein größtes heimisches Beutetier ebenfalls überall begrüßen. Artenschutz darf nicht einseitig betrieben werden!

Antworten
Knell, Matthias schrieb:


Bin auch sofort dabei. Es ist an der Zeit den forstlichen Dilettanten Paroli zu bieten um zu versuchen unserem Rotwild den Platz einzuräumen in dem es seid Urzeiten eine Heimat gefunden hat.

Antworten
Lutz Herz schrieb:


Die Bezeichnung forstliche Dilettanten trifft den Nagel auf den Kopf.
Seid Jahrzehnten verbreiten sie ihren ideologischen Blödsinn zum Schaden des heimischen Wildes und die Politik übernimmt diesen Quatsch ungeprüft.

Antworten
Sandra schrieb:


Danke, sie haben mir absolut aus dem Herzen geschrieben

Antworten
Ludwig Fegg schrieb:


Ja, Horst Stern würde heute, im Jahr 2022 ebenfalls unterschreiben!!!
Er hatte in der Weihnachtssendung 1971 absolut recht mit seiner Forderung („Es ist nicht an der Zeit den Rothirsch zu schonen, es ist an der Zeit ihn zu schießen!“), um damit angepasste Rotwildbestände einzufordern.
Und das als Tierfilmer und Tierfreund!
Er hatte erkannt, dass Rotwilddichten von 10 bis 15 Stück Rotwild je 100 ha die damals häufig waren, dem Wald und dem Wild schadeten. Nach 50 Jahren Totschießaktionismus würde seine Forderung heute sicher lauten: „Es ist nun an der Zeit dem Rothirsch wieder an sein Sozialverhalten angepasste Wilddichten (ca. 3-4 Stück Rotwild je 100 ha), Lebensräume und Ruhezonen zu gewähren!“
Ich bin sicher, ganz im Sinne von Horst Stern zu unterschreiben!
Sei auch Du dabei!
Mit einem ehrlichen Waidmannsheil und Vergelt’s Gott für das unermüdliche Engagement an alle Mitarbeiter von Wildes Bayern!
Grüße aus Bischofswiesen!

Antworten
Claudia Flach schrieb:


wenn mehr Wildnis zugelassen wird, müssen vielleicht auch nicht mehr so viele Menschen fliegen, weil sie hier das finden, was sie in anderen Wildnissen suchen.
Weniger Fliegen- mehr gute Luft für Mensch und Tier.
Brücken und Zivilisationsschneisen bauen zwischen den Schutzgebieten ist angesagt.

Nur ein Traum-oder machbar?
Ich unterschreibe sofort

Claudia

Antworten
Sandra schrieb:


Grundsätzlich stimme ich Ihnen was das fliegen betrifft natürlich zu. Nur bin ich absolut dagegen das der Mensch sich in der Wildnis aufhält. Es ist das Habitat der Tiere. Schließlich möchte ich auch nicht das jeder durch mein Wohnzimmer rennt

Antworten
Ulrich Schauff schrieb:


Auch von mir uneingeschränkte Zustimmung zu dieser Kampagne und den anderen Kommentaren. Es ist mir ein selbstverständliches Bedürfnis, dem Aufruf zu folgen und die Petition zu zeichnen. Ich hoffe sehr, dass sich noch viele andere Menschen dieser Kampagne anschließen und diese so ihrem Erfolg führen werden.

Antworten
MariaGrazia Sanguin schrieb:


SHAME

Antworten
Schweigert schrieb:


Wir dürfen den Tieren nicht ihr Lebensraum stehlen!!!!! Die Menschheit Brauch die Biodiversität!!!!!! Wir brauchen auch keine Jagd die bewiesener Weise kontraproduktiv ist!!!!!

Antworten
Christine Miller schrieb:


Dieser Typ Saufang und der Umgang mit Wildschweinen hat mit Jagd nichts zu tun. Es sind nicht zuletzt die Jäger, die sich weigern diese Methoden anzuwenden!

Antworten
Marilen Bendt schrieb:


Die Jagd hat bereits viele Tierarten für immer ausgerottet, diese unnütze Grausamkeit muss endlich gestoppt werden ! Ich unterschreibe diese Kampagne sofort und hoffe, dass auch zukünftige Generationen noch Wildtiere sehen und erleben dürfen.

Antworten
Christine Miller schrieb:


Unsere Jagdgesetz wurden als Vorläufer der Naturschutzgesetze vor etwa 100 Jahren formuliert. Im Grundsatz gelten sie noch heute und haben seit ihrem Bestehen verhindert, dass durch die ordnungsgemäße Jagd Tierarten ausgerottet werden. Leider haben heute vor allem die Forst- und Agrarlobbyisten das Heft in der Hand. Sie versuchen die nachhaltigen Jagdgesetz so zu verändern, dass damit wieder ziemlich schnell Wildtierpopulationen ausgerottet werden können. Und wo die Gesetze noch nicht in diesem Sinn geändert wurden, greifen manche dann zu illegalen Praktiken. Das ist der Kern unserer Arbeit!

Antworten
Hans Donderer schrieb:


Es ist erschreckend ungerecht, wie in Bayern unsere größte Wildtierart behandelt wird. Biber und Wolf dürfen sich unbegrenzt ausbreiten und sich neue Lebensräume suchen. Welch ungleiche Behandlung von
Wildtieren. Per Gesetz ist Rotwild, auch wenn es sich nur ein paar Schritte aus den Ghettos wagt, abzuschießen. Die Folgen dieser gesetzlich zementierten Verinselung sind nachweislich Inzucht und diverse
körperliche Veränderungen. Dass Politiker und gar Verantwortliche von Tier- und Naturschutzverbänden dies hinnehmen und sich nicht schämen, ist unbegreiflich. Woher nehmen sich diese Zeitgenossen und vor allem die selbst ernannten Schöpfungshüter das Recht, Tiere in schädlich und nützlich einzuteilen?

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.









Aktuelle Informationen



Schwebfliegen: IUCN schlägt Alarm Mehr als ein Drittel der Schwebfliegenarten in Europa sind vom Aussterben bedroht, warnt die Weltnaturschutzorganisation IUCN in einer Mitteilung am…

Freitag, 02. Dezember 2022
Jetzt lesen
Deutsche Wildtier Stiftung: "Über die Folgen des Klimawandels für sensible Vögel wie den Waldrapp"  Das Waldrappteam Conservation & Research hat erst kürzlich eine Presseinformation veröffentlicht, dass der Schneefall das Waldrappprojekt und die Vögel auf…

Freitag, 02. Dezember 2022
Jetzt lesen
Rehwildabschusspläne sind nicht zu Ende gedacht Die Frage, ob jemand ein "guter Jäger" oder ein "schlechter Jäger" ist, wird im Alltag oft an der Erfüllung des…

Donnerstag, 01. Dezember 2022
Jetzt lesen

Mitglied werden