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Donnerstag, 22. Februar 2024

Scrollicon
Eine Forelle in sehr seichtem Wasser schnappt nach Luft
22. Februar 2024, 06:32    office@wildes-bayern.de

Sogar die Forelle ist jetzt gefährdet – Interview zur Roten Liste


UPDATE 22.2.2022 – Interview zur Roten Liste der Fische und Neunaugen

Zum ersten Mal wurden für eine nationale Rote Liste der Fische und Neunaugen konkrete Zahlen zur Verbreitung und zu den Populationsgrößen der Fischarten in Deutschland zusammengetragen und ausgewertet. Und zwar Daten der letzten 17 Jahre (2004 bis 2020), aus rund 15.000 Messstellen, die mindestens zweimal beprobt wurden, mit mehr als 200.000 einzelnen Datensätzen. Dr. Martin Friedrichs-Manthey, Wissenschaftler und Mitautor der neuen Roten Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands, erklärt die Hintergründe.

Zum Interview kommt Ihr hier

Ursprüngliche Meldung vom 5. Januar 2024

Mehr als die Hälfte der einheimischen Süßwasserfisch-Arten ist bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Selbst weit verbreitete Arten, wie die Forelle, rutschen bereits auf die Rote Liste. Das teilte das Rote Liste-Zentrum des Bundesamts für Naturschutz mit. „Überraschend ist, dass etwa 30 Prozent der mäßig häufigen bis sehr häufigen Arten, beispielsweise die weit verbreitete Brasse, eine negative Bestandsentwicklung in den letzten 20 Jahren aufweisen“, heißt es in der neuesten Pressemitteilung. Gefährdungsursache Nummer eins sind demnach menschliche Eingriffe, etwa der Ausbau und die Regulierung von Gewässern. Darüber hinaus wirken sich vermehrt auftretende Dürresommer und höhere Gewässertemperaturen auf Fische und Neunaugen aus.

Die vollständige Pressemitteilung findet Ihr hier

Bildquelle: Barbara Jackson/Pixabay




Ludwig Fegg schrieb:


Es hat sich viel verändert, nicht alles zum Schlechten, manches auch zum Guten! In den 80er Jahren sah ich in jedem kleinen Bach noch die einheimische Bachforelle flitzen. Unsere „Rotgetupfte“ ist ein traumhaft schöner Fisch und steht wohl inzwischen kurz vor dem Aussterben. In den Bergseen waren Elritzen in vielen Bereichen vorhanden. Auch die Pfrillen werden immer weniger!
Zwar sind die Gewässer heute sauberer, die einheimischen Fischbestände werden aber seitJahrzehnten immer dünner, ja stehen in vielen Bereichen vor dem Aus!
Zu den genannten Problemen, wie Klimawandel mit Niedrig- und Hochwassern, Dürre und Gewässerregulierung kommen aber auch die inzwischen viel verbreiteten Fischfresser wie Reiher, Säger, Kormoran und Fischotter!“ Hier sollte mit Vernunft und Augenmaß an die Verhältnisse angepasst und reguliert werden. Sonst ist es wohl nicht zu schaffen unsere Wildfischbestände zu erhalten.
Ob wir das schaffen?

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