Blogpost
Montag, 02. März 2026

Scrollicon
Hirsch äst am Silo – abgeknallt
02. März 2026, 09:21    office@wildes-bayern.de

Hirsch äst am Silo – abgeknallt


Der Umgang mit wild lebenden Tieren wird leider immer irrationaler und anarchischer. Während wir uns ja schon mit einigen bayerischen Fällen herumschlagen, in denen eigenbewirtschaftete Jagdgenossenschaften draußen auch abseits der Gesetze tun und lassen, was ihnen gerade einfällt, hat in St. Wolfgang Österreich ein Bauernjäger einen Hirsch erlegt, weil der an seinem Siloballen äste. Darüber berichtete die Kronenzeitung online am 1. März 2026.

Das tat er nicht nur ohne eine Jagdgenehmigung in dem Revier vom Jagdpächter, sondern auch in der Schonzeit und mitten in der Nacht. Sein Nachbar, der örtliche Jagdpächter, bekam es mit und informierte direkt die Polizei. Glücklicherweise fackelten die Behörden nicht lange: Gegen den Schützen sowie seinen ebenfalls anwesenden Sohn, auch Jäger, wurde laut Krone Anzeige erstattet und ein Waffenverbot ausgesprochen. Es werde überprüft, ob es sich möglicherweise um Jagdwilderei, Schonzeitverletzung und Verstoß gegen das Nachtjagdverbot gehandelt hat, heißt es in dem Artikel.

Den Zeitungsbericht der Krone können Sie hier einsehen

Die Presseaussendung der Polizei Gmunden zu dem Vorfall finden Sie hier




Karlheinz Wiltschka schrieb:


Wie von Wildes Bayern und seinem Team schon benannt, irrational uvm., ich bin fassungslos und tieftraurig wenn ich solch zügellose Wildhasserei lese.
Leider ist es aber auch so, wie Wildes Bayern dies schon benennt, haben wir diese Fälle in gleicher Weise in unseren bekannten bayrischen Bezirken. Man scheut sich hier vor keinem Massaker, bestehende Gesetze werden einfach ignoriert. Viele dieser bekannten Jagdgenossen, Jagdgenossenschaften, Behörden und Politik vergessen jedoch eines: es gilt nicht nur ihren Wald und Flur zu schützen sonder auch unser alles darin frei lebendes Wild. Wir Menschen sind es welches unser Wild zurück drängt in immer kleinere Ruhezonen. Auf einmal will jeder bei der notwendigen Notfütterung mitsprechen, versteht er auch noch so wenig (nichts) von Wildbiologie.
Bis hin zur Jahrzehnt hart erarbeitete sowie gepflegten Wald „mit“ Wild Ideologie: „das Rehwild“ in nur einem Jagdjahr einfach, radikal, unerklärbar, leider jedoch voraussehbar, ohne jegliche menschliche, gesetzliche wie auch jagdlichen erklärbaren Fakten radikal nieder zu metzeln und auszulöschen.
Ich bin Jäger, sowie bay. Jagdaufseher und kann alle und jeden nur bitten macht ebenfalls die Augen auf, meldet Euch, wehrt Euch mit, zeigt und habt Zivilcourage ….tut es für Euch und unserem noch frei lebenden Wild, sowie Euren Kindern und deren Zukunft.

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.






Weitere Beiträge zu diesem und verwandten Themen finden Sie hier:

„Wenn schon, dann mich zuerst“ – Rotwildjagdzeit beginnt

Rote Karte für ausgedehnte Rotwildjagdzeiten UPDATE

Pflanzenfresser als Faktor in Klimamodellen berücksichtigen!

UPDATE Landwirt für zermähtes Kitz verurteilt – Oberstes Landesgericht hebt Urteil auf

Rotwild-Genetik-Studie: Kanibers Hütchenspieler

Sikawild soll als invasive Art ausgerottet werden

Altötting: Entscheidungsschlacht für die Kitzrettung

Rotwildinitiative Schönbuch fordert Abschussstop

Totes Wild melden hilft Tierleben retten! UPDATE

Kitz vermäht – 1.000 Euro gezahlt

Die Buche – Zukunftsbaum oder Todeskandidat?

Save the date: 18. bis 20. Juni Rotwildsymposium in Hamburg

Vögel jetzt weiter füttern!

Wildereifälle am Chiemsee – wer hat was gesehen?

UPDATE Rotwildforum in Niedersachsen als VIDEO

„Sündenbock Reh“ – Film über Wild und Forst in der Mediathek

Rotwild – Tier des Jahres oder Spielball von Forst und Jagd?

UPDATE Weilheim: Schonzeit fürs Rotwild gilt wieder!

Reh, Rothirsch, Damwild… wer ist was?

Hessen: Vorbildliches Lebensraumkonzept für Rotwild

Rotwild retten? – die Mehrheits-Politiker im Bundestag sagen Nein!

Vom Umgang mit Notzeit und Fütterung

Jagd oder Wilderei – wo sind hier die Grenzen?

24. Februar – ein Stündchen Webinar über den Hirsch

Gänsestudie: Fressen ist wichtiger als fürchten

UPDATE Rottach-Egern: Jagdgenossen gehen auf die Barrikaden

Und wieder knallts in einer Eigenbewirtschaftung UPDATE

Dank an wildtierfreundliche Landwirte für Kitzrettung

Hirsche im Kanton Aargau oder: Guter Wille zum Wildmanagement

UPDATE Jagdgesetz: Das Marode wird zementiert






Aktuelle Informationen



Glockenblumen im Garten als Augen- und Bienenweide Glockenblumen sind nicht nur zauberhaft anzuschauen, sondern ökologisch wirklich wichtig. Wer einen Garten hat, sollte sich sogar mit ein paar…

Dienstag, 15. September 2026
Jetzt lesen
18. bis 28. September: Deutschland sucht Igel und Maulwurf - macht mit! Die Aktion "Deutschland sucht Igel und Maulwurf" geht wieder los - diesmal vom 18. bis 28. September! Alle Infos dazu…

Dienstag, 15. September 2026
Jetzt lesen
Wasserkäfer: Von Profi-Tauchern und U-Booten Wer glaubt, ein Insekt mit Panzer und Flügeln könne nur über der Wasseroberfläche vorkommen, der irrt gewaltig: Es gibt auch…

Dienstag, 15. September 2026
Jetzt lesen

Mitglied werden