Die Schweizer haben, was das Rotwild betrifft, ähnliche Ausgangsbedingungen wie wir in Bayern. Viele alpenfernere Regionen wurden in der Vergangenheit rotwildfrei geschossen. Jetzt breitet sich die Art aus den Alpen heraus ins so genannte Mittelland aus – und das Resultat ist nicht etwa ein Zeter und Mordio mit dem Tenor „die Viecher müssen weg“, sondern eine wunderbar sachliche Analyse. In einem Artikel in „Umwelt Aargau“ heißt es gleich im ersten Absatz:
„In stark von Menschen genutzten Landschaften ist der Raum für Wildtiere beschränkt. Die Situation hat sich im Mittelland nach der Ausrottung des Rothirschs vor 200 Jahren grundlegend verändert. Es stellt sich daher die Frage, wie Rothirsche nach ihrer Rückkehr mit der menschlichen Präsenz, der intensiven Landnutzung und den Wanderhindernissen wie Siedlungen und Verkehrsträgern umgehen und zurechtkommen.“
Großartiger, in Bayern unvorstellbarere Ansatz – wir wünschen uns an dieser Stelle dringend etwas Intelligenz- und Guter Wille-Import aus der Schweiz!
Das Thema eines möglichen Wald-Wild-Konflikts wird erst im letzten Satz kurz angeschnitten. Dazwischen stellen die Forscher ihre Ergebnisse vor, zum Beispiel zu den angrenzenden Herkunftspopulationen in den Voralpen sowie im Jura.
„Die Studie bestätigte frühere Arbeiten, wonach der Rothirsch, trotz seiner Störungsempfindlichkeit, sehr anpassungsfähig und mobil ist und sich entsprechend auch in einer vom Menschen dominierten Landschaft halten kann. Solange unverbaute, barrierefreie Offenlandflächen zwischen größeren Waldstücken existieren, dürfte auch die Konnektivität der Rothirschvorkommen gewährleistet sein. Rothirsche benötigen aber auch im Mittelland ruhige und ungestörte Einstände. Deshalb ist dem allgemeinen menschlichen Nutzungsdruck und möglichen Störungen durch Freizeitbetrieb gerade in dieser Landschaft besonders Rechnung zu tragen. Die Ausscheidung von Wildruhezonen sollte als Element eines aktiven Wildtier- bzw. Lebensraummanagements somit ebenfalls im Mittelland zur Anwendung kommen. Dies nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit allfälligen Wald-Wild-Konflikten, wo ein integraler Ansatz zwischen waldbaulichen, jagdlichen und lebensraumberuhigenden Maßnahmen erforderlich ist.“
Den vollständigen Artikel über die Aargauer Rotwildstudie finden Sie hier
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