Gehölze abbeißen, bevor sie brennen – das ist sehr vereinfacht gesagt einer von mehreren Ansätzen, die derzeit im Forschungsprojekt „PreGraze“ in Brandenburg verfolgt werden. Dort geht es angesichts des Klimawandels um die Vorbeugung von Waldbränden. Mithilfe von Weidetieren sollen „Landschaften entwickelt werden, in denen Feuer nicht zur Zerstörung führt“, schreibt die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) in einer Mitteilung.
Der Ansatz ist innovativ, findet die Stadt Beelitz, wo das Projekt durchgeführt wird: Waldbrandschutzstreifen in forstlich genutzten Wäldern werden gezielt beweidet. Tiere wie Schafe oder Ziegen fressen Gras und junge Pflanzen. Dadurch entsteht weniger leicht brennbares Material am Boden. Das kann helfen, Waldbrände zu kontrollieren oder ihre Ausbreitung einzudämmen.
Gleichzeitig entstehen durch die Beweidung vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Unterschiedlich strukturierte Flächen fördern die Artenvielfalt und machen die Landschaft widerstandsfähiger. So verbindet das Projekt Waldbrandschutz mit aktivem Naturschutz.
Das Ziel ist es, Landschaften so zu gestalten, dass Feuer nicht zur Katastrophe wird. Natur, Forstwirtschaft und Bevölkerungsschutz werden dabei gemeinsam gedacht.
Das Projekt läuft über drei Jahre. Es wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung gefördert.
Die Info der Stadt Beelitz zum Projekt finden Sie hier
Die vollständige Info der HS Rottenburg finden Sie hier
Bildquelle: Sven Lachmann/Pixabay.de
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