An immer mehr Orten in unserer Landschaft taucht der Goldschakal auf. Dabei muss der Beutegreifer seinen Platz zwischen Fuchs und dem sich ebenfalls ausbreitenden Wolf finden. Alle drei Arten konkurrieren um die gleiche Nahrung. Der größere Wolf setzt sich mit seinem Lebensraumanspruch gegen die kleinere Caniden-Art durch, so dass dort, wo sich dieser so genannte Spitzenprädator ansiedelt, eher keine Goldschakale vorkommen – dachte man jedenfalls bisher.
Doch jetzt hat ein internationales Wissenschaftlerteam um Nathan Ranc aus Frankreich eine neue Entwicklung in dieser Rangordnung festgestellt: Anhand der Analyse von Schakalrufen an 9.000 Punkten in 13 Ländern fanden sie heraus, dass der Goldschakal dort, wo der Wolf vorkommt, sehr wohl auch lebt. Aber er rückt näher an menschliche Siedlungen heran, als er es normalerweise würde. Er macht sich also die abschreckende Wirkung des Menschen auf den Wolf als eine Art „Schutzschild“ zunutze.
Das könnte für die künftige Besiedelung Europas durch den Goldschakal eine entscheidende Wirkung haben. Derzeit kommt er auf 13 Prozent der Fläche vor, Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass etwa auf 75 Prozent potenzieller Lebensraum vorhanden ist! Wenn sich Wolf und Schakal nicht ausschließen, weil der Mensch als abmildernder Faktor dazwischen steht, dann könnte das dazu führen, dass die Ausbreitung des kleineren Beutegreifers wesentlich schneller und flächiger erfolgt als zunächst angenommen.
Das wird sowohl für die Landwirtschaft als auch die Ökologie der Beutetierarten eine entscheidende Auswirkung haben.
Die vollständige Studie in englischer Sprache finden Sie hier
Schweizer Studie wertet langjährige Entwicklung der Insekten aus
Kleinteilige Feldnutzung steigert Artenvielfalt – Modell der Zukunft?
Feld- und Schneehase: Wie teilen sie sich die Nahrung?
Zu wenige Städte nutzen Grün fürs Klima
Pflanzenfresser ansiedeln statt auslöschen!
Was unsere Vögel wirklich beeinflusst
Wie Wildtiere Spurenelemente verteilen
Junge Steinadler verraten Wichtiges über Nesthocker
Käferstudie zeigt, wie sich Elternfürsorge auszahlt
Aale brauchen Lebensraum, aber vor allem Beute
Luchs, Wolf… – wer ist der König der Wälder?
Was ein Wehr für einen Jungfisch bedeutet
Eichhörnchen sind eine Leitart für Stadtnatur
Wölfe – nicht die Jagd bewegt sie, sondern die Beute!
Entwurmungsmittel bringt Nahrungskette durcheinander
Amerikanische Bisons als Blaupause für unser Wild UPDATE
Braunkehlchen, so zäh wie winzige Ironmen…
Mehrjährige Grashalme als Hotspots der Insektenvielfalt
UPDATE Katastrophe am Gewässergrund: Massensterben von Muscheln
Wer einen Vogel hat, ist klarer im Kopf
Das Hermelin – im Klimawandel bald gefährdet?
Rotwild-Genetik-Studie: Kanibers Hütchenspieler
Video aus Polen: Wölfe greifen Bisons an
Allmende – Weiden für unser aller Artenvielfalt
Unordnung im Wald zahlt sich in Arten aus
Wenn der Weg das Ziel ist – was Staudämme mit Flussfischen machen
Zum Tag der Wanderfische: Mehr Schutz durch die Bonner Konvention!
Nicht jeder Mischwald ist gut fürs Ökosystem
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen