Eine neue Studie der Universität Tübingen belegt: Wenn man während eines 30-minütigen Spaziergangs in einem Stadtpark dem Vogelgesang lauscht, sinkt der Spiegel des Stresshormons Cortisol um fast 40 Prozent, der Blutdruck geht zurück und positive Emotionen nehmen um mehr als 20 Prozent zu. Das hat die Vogelwarte Sempach in einer Pressemitteilung aufgegriffen.
Diese Ergebnisse bestätigen den Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Vogelbeobachtung, wozu es bereits viele Studien gibt. Forschende der Universitäten Senckenberg und Kiel beispielsweise haben anhand einer Stichprobe von mehr als 26 000 Erwachsenen aus 26 europäischen Ländern nachgewiesen, dass Personen, in deren Umgebung es eine große Vogelvielfalt gibt, deutlich zufriedener mit ihrem Leben sind. Den Untersuchungen zufolge ist das durch diese Vielfalt hervorgerufene Glücksgefühl in seiner Intensität sogar mit einer Gehaltserhöhung vergleichbar.
In der Schweiz unterstreicht der Nationale Gesundheitsbericht 2025 die Zusammenhänge zwischen der Natur in unserer Umgebung und psychischer Gesundheit. Unter anderem heißt es dort, dass Grünräume die psychische Gesundheit begünstigen können.
Das zeigt, wie wichtig es ist, unsere Vogelwelt in städtischen und stadtnahen Gebieten zu fördern – schließlich dient es auch unserem Wohlbefinden. Der Auftrag an uns selbst ist also unmissverständlich: Pflanzen wir also einheimische Büsche, lassen alte Bäume stehen und legen Blumenwiesen an. Dann können wir das beruhigende Schauspiel geniessen, das uns unsere gefiederten Freunde bieten!
Die Pressemitteilung finden Sie hier
Die vollständige Studie „The importance of species diversity for human well-being in Europe“ in englischer Sprache finden Sie hier
Bildquelle: Mathias Schaef
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