Blogpost
Donnerstag, 05. März 2026

Scrollicon
Rotwild retten? – die Mehrheits-Politiker im Bundestag sagen Nein!
05. März 2026, 08:48    office@wildes-bayern.de

Rotwild retten? – die Mehrheits-Politiker im Bundestag sagen Nein!


Es ist längst kein Geheimnis mehr: Wir schauen in Deutschland dem Rotwild beim Aussterben zu. Zersiedelung und Zerschneidung der Lebensräume in Kombination mit den – rechtswidrigen – Rotwildfreien Zonen tragen daran die Hauptschuld. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll und lobenswert, wenn eine Fraktion im Deutschen Bundestag einen bemerkenswerten und absolut richtigen Antrag stellt. Egal welche Partei Sie wählen oder präferieren, wir stellen Ihnen den Antrag und die Antworten der anderen Parteien dazu einfach vor. Urteilen Sie selbst … und BITTE sprechen Sie die parlamentarischen Vertreter und Politiker „Ihrer“ Parteien an, was die sich eigentlich dabei gedacht haben:

Der Antrag lautete: „Lebensräume des Rotwildes schützen – Rotwildgebiete auflösen und Hegegedanken auf Grundlage wildbiologischer Forschung weiterentwickeln“. Darin wurde unter anderem gefordert, Wiedernetzungsmaßnahmen zu fördern, beim Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen Wildquerungshilfen verpflichtend mitzuplanen und die bestehenden Rotwildgebiete aufzulösen.

Der Landwirtschaftsausschuss war in der Beratung über diesen Antrag federführend und hat ihn zur Gänze mit den Stimmen der unten genannten Parteien abgelehnt  ebenso wie die Ausschüsse für Umwelt und Naturschutz(!), für Verkehr, für Recht und für Forschung.

Die einzelnen Fraktionen im Landwirtschaftsausschuss haben ihre ablehnende Haltung zu diesem Antrag wie folgt begründet (zusammengefasst; den genauen Wortlaut finden Sie in dem angehängten Link):

CDU/CSU Fraktion: Die pauschale Auflösung der Rotwildbezirke führt unweigerlich zu größeren Verbissschäden im Wald, das behindert den klimagerechten Waldumbau. („Fake News“)

SPD Fraktion: stimmte in der Sache zwar zu, erklärte sich aber für nicht zuständig. Sollen die Länder entscheiden („Feig-News“)

Die GRÜNEN Fraktion: Der Rotwildbestand in Deutschland ist zu groß und das führt zu Waldschäden („Fake News“ zum Quadrat)

Die LINKE Fraktion: Weil Zäune um  Solaranlagen und zum Herdenschutz vor Wölfen als belastende Maßnahmen für das Rotwild im Antrag genannt wurden, lehnen sie den Antrag ab, weil Klima wichtiger ist als Rotwild (Kategorie „Feig und Fake“)

Den abgelehnten Antrag der AfD Fraktion und den Beratungsverlauf finden Sie hier

Mein Fazit: Man Demokratie dadurch zerstören, in dem man im Bundestag nicht mehr über Sachverhalte und notwendige politische Entscheidungen debattiert!

Das Rotwild darf also nach CDU/CSU/SPD/GRÜNEN/LINKE ruhig aussterben.




Ludwig Fegg schrieb:


POLITIKERÜBERLEGUNGEN
Wozu brauchen wir überhaupt Rotwild? Waren die schon immer da?
Kann man damit Geld verdienen?
Bringt es mir und meiner Fraktion Stimmen?
Welchen Gewinn haben wir überhaupt davon?
Rotwild stört uns doch bei der Freizeitausübung, will Ruhezonen und Äsungsflächen!
Rotwild gibt es doch in anderen Länder, das reicht doch!
Lasst uns stattdessen dort Schutzprogramme für xxx und yyy fördern! Geld haben wir dazu doch genug!
Querungshilfen über Autobahnen das ist eine Nummer zu groß!
Lasst uns mal langsam mit „Eichhörnchenbrücken“ anfangen! (Finde ich übrigens sehr gut, wie auch die Amphibienzäune und ein mögliches Verbot von Mährobotern in der Nacht!)
„Lebensräume des Rotwildes schützen – Rotwildgebiete auflösen und Hegegedanken auf Grundlage wildbiologischer Forschung weiterentwickeln“. Darin wurde unter anderem gefordert, Wiedernetzungsmaßnahmen zu fördern, beim Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen Wildquerungshilfen verpflichtend mitzuplanen und die bestehenden Rotwildgebiete aufzulösen.

Das ist doch einfach ungeheuerlich! Da müssten wir was machen! Da sind wir uns alle einig!
Lieber nicht und stattdessen gemeinsam dagegen kämpfen!
Wäre es nicht so traurig, könnte man direkt stolz auf unsere Politiker sein, dass sie mal ein gemeinsames Ziel haben, für das sie einstehen.
Armer Cervus elaphus, du darfst nach CDU/CSU/SPD/GRÜNEN/LINKE ruhig aussterben.
Zuerst du, dann die großen Beutegreifer!

Wen wähle ich jetzt?

Wenn ich ein Hirsch wäre, würde ich LFA wählen!

LEBENSRAUM FÜR ALLE!

Antworten
Sigmund Stadler schrieb:


Schade – wieder ein Beleg für die Ahnungslosigkeit unserer Politiker – oder wurde der Antrag abgelehnt weil er von der AfD kam ?

Antworten
Waidgerecht schrieb:


Der Umgang mit unserem Rotwild ist eine Schande für Deutschland.

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.






Weitere Beiträge zu diesem und verwandten Themen finden Sie hier:

Neue Kinderkarte: Die Welt erkunden anhand ihrer Wale

Rotwildantrag im Bundestag – so lehnten ihn die Parteien ab

Videotipp: Der Bach, der Wald – und der Filmer Jan Haft

Wespenspinne: Rasante Verbreitung durch Anpassung

Save the date: 18. bis 20. Juni Rotwildsymposium in Hamburg

UPDATE Rotwildforum in Niedersachsen als VIDEO

„Sündenbock Reh“ – Film über Wild und Forst in der Mediathek

Rotwild – Tier des Jahres oder Spielball von Forst und Jagd?

Infrastruktur-Zukunftsgesetz: Die beschleunigte Zerstörung

UPDATE Weilheim: Schonzeit fürs Rotwild gilt wieder!

Reh, Rothirsch, Damwild… wer ist was?

Hessen: Vorbildliches Lebensraumkonzept für Rotwild

Österreichische Plattform zur Lebensraumvernetzung

Vom Umgang mit Notzeit und Fütterung

Vorarlberg: Gellender Hilfeschrei aus Jagd und Waldbesitz

Tag des Artenschutzes: Bauen Sie eine Eidechsenburg!

Hirsch äst am Silo – abgeknallt

24. Februar – ein Stündchen Webinar über den Hirsch

Rottach-Egern: Das Hungern nimmt kein Ende * VIDEO*

Offener Brief von Wildes Bayern an Miesbacher Kandidaten UPDATE

UPDATE Rottach-Egern: Jagdgenossen gehen auf die Barrikaden

Jagdskandal im Harz: Wildtiere leiden unter fragwürdigen Methoden

Petition in Sachsen: Drückjagden ab Ende Dezember einstellen!

Hirsche im Kanton Aargau oder: Guter Wille zum Wildmanagement

Das unterirdische Ende der Fahnenstange – Rotwildprozess in Kärnten

Vogelgrippe: Das kann helfen, Ansteckung zu verhindern

Rothirsch ist Tier des Jahres 2026

RotWildes Deutschland: Gesellschaft für Wildbiologie gegründet

Kröten im Garten ein Zuhause bieten – auch im Winter

Studie: Laufkäfer brauchen Lebensräume






Aktuelle Informationen



DANKE! Wuids Bayern Festival in der vollen Weyhalla UPDATE Die Hütte war voll und füllte sich auch am späten Abend noch weiter beim Wuids Bayern-Festival in der Weyhalla, dem…

Freitag, 22. Mai 2026
Jetzt lesen
Eisbär in Europa erstmals an Vogelgrippe eingegangen Die gefährliche Vogelgrippe bei Säugetieren ist ein Phänomen, das in der jüngeren Vergangenheit immer öfter auftaucht. Auch wir haben hier…

Donnerstag, 21. Mai 2026
Jetzt lesen
24. Mai Natürlich!Kreuth - Familienaktionstag mit Wildes Bayern Zum Auftakt der Pfingstferienwoche veranstaltet die Gemeinde Kreuth einen Naturaktionstag für Familien am 24. Mai. Wildes Bayern ist mit am…

Donnerstag, 21. Mai 2026
Jetzt lesen

Mitglied werden