Blogpost
Montag, 15. Juni 2026

Scrollicon
Vor einem abendlichen Himmel sieht man die Silhouetten eines Hirsches und eines weiblichen Tieres
15. Juni 2026, 18:25    office@wildes-bayern.de

Update Petition in Sachsen: Drückjagden ab Ende Dezember einstellen!


Zwischenstand: Die unten stehende Petition für den Verzicht von Bewegungsjagden im Winter des Vereins Wildtierschutz Deutschland hat schon über 9.000 Unterzeichner gefunden und wurde jetzt an den Petitionsausschuss im Sächsischen Landtag eingereicht. Man kann weiterhin unterschreiben!
Mehr Infos zur Petition finden Sie hier

 

Meldung vom 2. Februar 2026

Nicht nur in Bayern sorgt der Umgang mit dem (Rot-)Wild angesichts des harschen Winters für Kritik – auch in Sachen gehen Wildtierschützer dagegen auf die Barrikaden, dass bei Eis und Schnee noch Drückjagden durchgeführt werden. Der Verein Wildtierschutz Deutschland hat sich mit einer Petition an den zuständigen Minister gewandt und fordert, dass Bewegungsjagden ab Weihnachten und grundsätzlich bei hoher Schneelage und großer Kälte einzustellen sind. Das unterstützen wir vollauf!

Die Petition können Sie hier lesen und unterzeichnen!

Hier finden Sie einen Bericht aus dem Sächsischen Tag zum Thema vom 9. Februar 2026

 

Meldung vom 29. März 2023: Strafanzeige gegen Sachsenforst wegen tierschutzwidriger Bejagung

Der Verein „Wildtierschutz Deutschland“ hat am 27. März Strafanzeige gegen den Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) gestellt. Er sieht die von Ende Oktober bis Ende Januar durchgeführten Drückjagden mit bis zu 140 Jagdscheininhabern aus mehreren Gründen als nicht jagdrechtskonform und tierschutzwidrig an. Konkret kritisiert der Verein: 
I. Störung des wiederkäuenden Schalenwildes während der organischen Winterruhe

II. Erlegen von zur Aufzucht von Jungtieren erforderlichen Elterntieren

III. Zerstörung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten
artenreichen und gesunden Wildbestandes

IV. Bejagung von Rotwild ohne rechtsgültigen Abschussplan

Hirsche und Rehe in ihrer winterlichen „Ruhephase“ – insbesondere ab Mitte Dezember – mit einem Großgebot an Schützen, Treibern und Hunden zu bejagen, sieht der Verein als mit den Grundsätzen deutscher Weidgerechtigkeit nicht vereinbar: „Das Wild hat in dieser körperlichen Verfassung kaum Chancen der Jagd zu entkommen und erleidet unnötige Qualen.“ Typische Fehlerquellen von hoher Tierschutzrelevanz finden sich zudem in der zu liberalen Freigabe von Alttieren (Hirschkühen) – sprich der Erlaubnis der Jagdleitung, diese Tiere zu erlegen – insbesondere beim Einsatz hochläufiger, sichtlauter oder stumm jagender Hunde oder Meuten. Das Risiko, ein vom Muttertier abhängiges Kalb zurückzulassen, ist immanent.
Die hohe Anzahl erlegter Alttiere und genauso vieler oder gar weniger Kälber in den Forstbetrieben des Erzgebirges sind weder biologisch noch jagdpraktisch anders zu erklären, als dass hier zur Aufzucht von Jungtieren erforderliche Elterntiere erlegt wurden.

Auch kritisiert der Verein: „Die arteigenen, natürlichen Sozialstrukturen hinsichtlich Geschlechterverhältnis und Altersstruktur zumindest in Bezug auf männliches Rotwild sind in den Forstbezirken des Erzgebirges aufgrund der Bejagungsstrategie des SBS nicht mehr vorhanden. … Die Teilpopulationen sind rückläufig und strukturell destabilisiert. … Entsprechend verstößt der Staatsbetrieb Sachsenforst auch der im Bundesjagdgesetz geforderten Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie der Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen.“

Die vollständige Pressemitteilung mit Link zur Anzeige findet Ihr hier…

 




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.






Weitere Beiträge zu diesem und verwandten Themen finden Sie hier:

Petition zum Erhalt einer Wildtierstation

Tagung Jagd & Artenschutz: Positionspapier jetzt im Landtag

Petition: Finger weg von unseren Stadtwäldern!

Rotwildantrag im Bundestag – so lehnten ihn die Parteien ab

Save the date: 18. bis 20. Juni Rotwildsymposium in Hamburg

UPDATE Rotwildforum in Niedersachsen als VIDEO

„Sündenbock Reh“ – Film über Wild und Forst in der Mediathek

Rotwild – Tier des Jahres oder Spielball von Forst und Jagd?

UPDATE Weilheim: Schonzeit fürs Rotwild gilt wieder!

Reh, Rothirsch, Damwild… wer ist was?

Hessen: Vorbildliches Lebensraumkonzept für Rotwild

Rotwild retten? – die Mehrheits-Politiker im Bundestag sagen Nein!

Vom Umgang mit Notzeit und Fütterung

Vorarlberg: Gellender Hilfeschrei aus Jagd und Waldbesitz

24. Februar – ein Stündchen Webinar über den Hirsch

Rottach-Egern: Das Hungern nimmt kein Ende * VIDEO*

Offener Brief von Wildes Bayern an Miesbacher Kandidaten UPDATE

UPDATE ForstBW Westlicher Schwarzwald: Polizei ermittelt

UPDATE Rottach-Egern: Jagdgenossen gehen auf die Barrikaden

Jagdskandal im Harz: Wildtiere leiden unter fragwürdigen Methoden

Schöpfungsverantwortung? Nix fürs Juliusspital…

Hirsche im Kanton Aargau oder: Guter Wille zum Wildmanagement

Das unterirdische Ende der Fahnenstange – Rotwildprozess in Kärnten

Rothirsch ist Tier des Jahres 2026

RotWildes Deutschland: Gesellschaft für Wildbiologie gegründet

Rotwild in der Rhön und darüber hinaus: Experten fordern offene Wanderräume

Erinnerung: Auerhuhn im Schwarzwald Vortrag 29.9.

UPDATE Igelschutz: Bitte unterschreibt auch für Niedersachsen!

Polizei ermittelt in Enterrottach: Jungtier krankgeschossen und liegen gelassen

Notzeiten gibt´s nicht nur im Winter – Tagungsband erschienen






Aktuelle Informationen



Ab sofort erhältlich: Das Wilde Bayern-Handbuch zur Wildtierrettung! Die Mahdsaison und Hauptzeit der Rehkitzrettung neigt sich bald dem Ende zu, und bei all den wunderbaren Erlebnissen von geretteten…

Freitag, 19. Juni 2026
Jetzt lesen
Jan Haft: Der Weide gehört die Zukunft! Jan Haft ist ein gefeierter Naturfilmer - aber auch er hat mal studiert, darunter Biologie und Paläontologie, und manche seiner…

Mittwoch, 17. Juni 2026
Jetzt lesen
Nicht vergessen: Morgen Mitgliederversammlung! Hier zur Erinnerung nochmal der Termin der Wildes Bayern-Mitgliederversammlung: Wir treffen uns am 20. Juni 2026 im Gasthof Neuwirt in…

Dienstag, 16. Juni 2026
Jetzt lesen

Mitglied werden