Die Situation kranker und verwaister Wildtiere ist uns wohl allen klar: Behörden schieben das Thema möglichst weit von sich weg oder verbieten ihre Behandlung und Aufnahme gleich ganz – über das jüngste Beispiel aus dem Bereich Oberschleißheim berichten wir Ihnen in Kürze.
Umso wichtiger sind die privaten Stationen, wenn sie mit Leidenschaft, ausreichend Zeit und vor allem Fachkompetenz geführt werden.
Im Bereich Coesfeld in Norddeutschland ist so eine Station jetzt vom Abriss bedroht. Wir leiten unseren Lesern eine Petition zur Kenntnis weiter, vielleicht möchten Sie unterschreiben und damit Ihren heutigen Beitrag zum Wildtierschutz leisten.
Wer sich vorab noch ein bisschen über die Hintergründe informieren möchte, kann das zum Beispiel über diesen Zeitungsartikel hier tun. Er macht augenfällig, wie widersprüchlich die Behörden argumentieren: Sie wollen die Einrichtung schließen, weil es sie nicht brauche und auch zuviele Tiere in den Gehegen seien. Aber wo kommen denn all die Wildtiere her, wenn es die Auffangstation doch angeblich gar nicht braucht…?
Tatsächlich sind auf einem Foto sehr viele Rehe vor einem Zaun zu sehen. Müsste der logische Schluss dann nicht lauten, die Anlage zu unterstützen und zu erweitern, statt sie schließen zu wollen?
Petition zum Erhalt der Wildtierstation von Andrea Siegmund im Kreis Coesfeld
Die Wildtierstation von Andrea Siegmund in Ascheberg ist seit eineinhalb Jahren ein unverzichtbarer Zufluchtsort für verletzte, verwaiste und hilflose Wildtiere. Rehkitze, Hasen, Vögel und viele weitere Arten wurden hier bereits gesund gepflegt und in die Freiheit entlassen. Polizei, Feuerwehr und Bürger wenden sich regelmäßig an die Station, wenn Tiere in Not geraten.
Mit großem ehrenamtlichem Engagement und auf eigene Kosten hat Frau Siegmund eine Einrichtung geschaffen, die eine dringend notwendige Lücke im Tierschutz füllt.
Widersprüchliche Haltung des Kreises Coesfeld
In einer Stellungnahme erklärte der Kreis Coesfeld, es bestehe „kein Bedarf für eine derartige Station“. Stattdessen verweist er auf:
Tierheime für Haustiere,
Jagdausübungsberechtigte für verletzte Wildtiere,
einen angeblichen „Rund-um-die-Uhr-Notfalldienst“ der Unteren Naturschutzbehörde.
Doch diese Strukturen existieren in der Praxis nicht in dem Umfang, wie behauptet:
Tierheime nehmen keine Wildtiere auf.
Jäger sind weder verpflichtet noch ausgestattet, verletzte Tiere dauerhaft zu versorgen.
Eine 24-Stunden-Hotline ist bis heute unbekannt.
Faktisch bleibt Andrea Siegmund die einzige erreichbare Anlaufstelle für verletzte Wildtiere im Kreis.
Warum die Station bleiben muss
Tierschutz ist notwendig, nicht optional: Ohne die Station gibt es keinen sicheren Ort im Kreis Coesfeld, an dem verletzte Wildtiere professionell betreut werden.
Behörden entlasten statt belasten: Die Station nimmt Aufgaben ab, die sonst Polizei, Feuerwehr oder Ämter übernehmen müssten.
Kostenersparnis: Alle Ausgaben für Pflege, Futter und medizinische Betreuung trägt Frau Siegmund privat.
Artenschutz konkret: Jedes Tier, das gesund ausgewildert wird, stärkt die heimische Natur.
Engagement verdient Anerkennung: Anstatt das Lebenswerk einer engagierten Tierschützerin zu zerstören, sollte es unterstützt werden.
Unsere Forderungen
Wir, die Unterzeichnenden, appellieren an den Kreis Coesfeld und die zuständigen Behörden:
➡️ Stoppen Sie den geplanten Abriss der Gehege und Volieren!
➡️ Erkennen Sie die Wildtierstation von Andrea Siegmund als notwendige Einrichtung an!
➡️ Sichern und fördern Sie den Fortbestand dieser Station dauerhaft!
🙏 Jede Unterschrift hilft, damit verletzte und verwaiste Wildtiere im Kreis Coesfeld auch in Zukunft eine Überlebenschance haben.
Zur Petition gelangen Sie hier
Bildquelle: Monika Baudrexl
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