Im Schweizerischen Nationalpark werden die Wildkamera-Aufnahmen seit neuestem mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet. Dadurch gewinnen die Wildbiologen schneller einen Überblick und können direkt in die Fragestellung und Forschung gehen. Immerhin sind allein um den Ofenpass herum in den letzten sieben Jahren jeweils 100.000 Aufnahmen per anno entstanden. Eins der spannenden neuen Themen, die dadurch auffielen, ist, dass sich die Präsenz von Rehen auf solchen Aufnahmen seit 2018 mehr als halbiert hat.
Thesen, warum das so ist, gibt es einige, zum Beispiel gibt es Luchse, und außerdem hat sich ein neues Wolfsrudel in der Region angesiedelt. „Doch auch ohne direkte Jagd könnten die Wölfe das Reh beeinflusst haben, und zwar indirekt, über das Rotwild“, schreiben die Forscher auf der Internetseite des Parks. „Dieses ist im Park deutlich häufiger und gilt als Hauptbeute der Wölfe, wenn diese im Rudel jagen. Wenn die Hirsche wegen der Wölfe offene Flächen meiden und vermehrt im Wald bleiben, geraten sie dort in Konkurrenz mit den Rehen. Dies könnte dazu führen, dass Rehe vermehrt in andere Lebensräume ausweichen und sich dies wiederum auf ihre Fitness und Reproduktion auswirkt.“
Doch die Wissenschaftler wären keine Wissenschaftler, wenn Sie sich einfache Erklärungen suchen würden. „Wie so oft in der Natur sind die Zusammenhänge komplex und trotz erster Hinweise braucht es weitere Untersuchungen, um die Mechanismen dahinter besser zu verstehen. Auch ob die Abnahme in diesem Gebiet dauerhaft ist oder nur eine Momentaufnahme, wissen wir noch nicht“, schreiben sie in ihrer Meldung.
Wir dürfen also gespannt sein, welchen Fragen zum „Verschwinden“ der Rehe sie mit welchen Methoden nachgehen werden.
Die original Meldung aus dem Schweizerischen Nationalpark können Sie hier nachlesen
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