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Montag, 04. August 2025

Scrollicon
Ein Murmeltier sitzt auf einem Fels auf einer Bergwiese
04. August 2025, 11:49    office@wildes-bayern.de

Murmeltieren geht im Klimawandel der Lebensraum aus


Der Lebensraum der Murmeltiere bei Davos verschiebt sich nach oben – aber da gibt es leider eine natürliche Grenze, und auf lange Sicht könnte den Tieren der Platz ausgehen. Das hat eine Studie des WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF gezeigt.

Die Forscherin vom Fachressort Alpine Umwelt und Naturgefahren, Gebirgsökosysteme verglich heutige Lebensraumdaten mit jenen von vor rund 42 Jahren und stellte fest, dass die Murmeltiere im Dischmatal im Durchschnitt um rund 86 Meter weiter nach oben gezogen sind.

Jetzt liegen die meisten ihrer Baue auf rund 2500 m.ü.M.. Dort sind die Bedingungen für die Murmeltiere unter den derzeitigen Bedingungen offenbar optimal. Allerdings: Die absolute Obergrenze hat sich nicht verschoben, sie liegt immer noch bei 2700 m.ü.M., wie schon 1982.

Diesen natürlichen Deckel erklärt die Forscherin mit Faktoren, die offenbar noch eine wichtigere Rolle spielen als die wärmeren Temperaturen. Zu weit oben fänden die Tiere keinen Boden, in den sie ihre weitverzweigten Bauten graben könnten. Zudem benötigten sie während des Winterschlafs eine möglichst dicke Schneedecke, die den Boden gegen die Kälte isoliert. Das Maximum dieser Parameter liegt aber genau dort, wo jetzt die meisten Gruppen leben.

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Die meisten Murmeltierfamilien leben heute im Vergleich zu den 1980er Jahren rund 90 Meter weiter oben am Berg. Die absolute Obergrenze von 2700 Höhenmetern hingegen hat sich nicht verändert. (Grafik mit Unterstützung durch KI: Jochen Bettzieche / SLF)

 

Während das weitere Ausweichen nach oben unmöglich ist, rückt von unten der Wald nach, der sich dank wärmerer Temperaturen in größere Höhen ausbreiten kann, der aber für die Murmeltiere ebenfalls kein geeigneter Lebensraum ist. Die Studie belegt das traurige Phänomen, das auch andere alpine Arten betrifft, die wie Gams: Auf lange Sicht könnten sie durch ungünstige Lebensraumverschiebungen im Klimawandel aufgerieben werden.

Die original Studie in englischer Sprache findet Ihr hier

Bildquelle: Anne Kempel/SLF




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