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Dienstag, 18. August 2026

Scrollicon
Ein kleiner Vogel mit rötlichbrauner Brust sitzt auf einem langen Grashalm
18. August 2026, 16:09    office@wildes-bayern.de

Braunkehlchen, so zäh wie winzige Ironmen…


In einer neuen Studie haben Forschende unter Beteiligung der Vogelwarte Sempach die Zugrouten von Braunkehlchen zwischen den französischen Alpen und Westafrika rekonstruiert. Dabei haben sie Geolokatoren eingesetzt, die Licht und Luftdruck messen. Die Ergebnisse sind absolut erstaunlich.

Die sieben Braunkehlchen, deren Daten ausgewertet werden konnten, haben auf dem Hin- und Rückflug unterschiedliche Routen genommen. Fachleute sprechen von einem „Schleifenzug“: Im Herbst fliegen sie in kleinen Etappen entlang der westafrikanischen Küste nach Süden, im Frühjahr verläuft die Route anders und führt direkt durch die Sahara.

Sechs der sieben Vögel haben diese in einem einzigen ununterbrochenen Flug von 37 bis 45 Stunden überquert, und das in Höhen von 4.000 bis 6.000 Metern.

Damit fliegen die kleinen Vogel von kaum 16 Gramm Körpergewicht fast zwei Tage lang ununterbrochen in einer Höhe, wo die Luft sehr dünn ist und die Temperaturen auf bis zu minus zehn Grad Celsius sinken –  eine extreme körperliche Leistungen!

Für andere Dinge ist das Braunkehlchen jedoch leider sehr anfällig, wie ein Blick in seinen Steckbrief auf der Internetseite des Landesamts für Umwelt in Bayern zeigt. Der Bestand des Braunkehlchens war schon vor 2020 stark rückläufig. Die Art kommt bei uns nur noch lückig regional vor. „Die Gründe liegen vor allem in der Entwässerung und intensiven landwirtschaftlichen Grünlandnutzung früherer Brutgebiete. In Grenzertragsgebieten spielt die Nutzungsaufgabe mit damit einhergehender Sukzession eine entscheidende Rolle, da mit im Durchschnitt zwei Einzelbüschen und nur 0,6 Einzelbäumen pro Revier die Toleranz gegenüber ausgeprägten Gehölzbeständen äußerst gering ist“, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt.

Zur Pressemitteilung der Vogelwarte Sempach gelangen Sie hier

 

Bildquelle: Premek Hayek/Pixabay.de




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