Wie lange braucht ein Tier, um sich zu erholen, wenn es womöglich eine Stunde lang oder länger in einem eisigen Gewässer eingebrochen war? Ein Jagdpächter aus dem Landkreis Cham hat diese Erholungszeit sehr abrupt verkürzt und das Reh kurzerhand getötet. Weil das offenbar nicht mal tierschutzgerecht erfolgt ist, hat das Landratsamt ihn jetzt angezeigt.
Die Geschichte verursacht uns jetzt noch Gänsehaut: Am 30. Dezember setzten Freiwillige Feuerwehren aus den drei Gemeinden Chamerau, Cham und Niederrunding alles daran, ein beim Satzdorfer See ins Eis eingebrochenes Reh zu retten. Nach ungeheurem Aufwand gelang das auch, und das Tier wurde von seinen Rettern in eine Decke gewickelt und in den Fußraum des Einsatzwagens gelegt, wo die Heizung es wärmen sollte.
Als der hinzugerufene Jagdpächter eintraf, machte er nur einen kurzen Test: Kann das Reh schon wieder stehen? Nachdem das nicht klappte, schnitt er ihm offenbar mit einem relativ kleinen Messer die Kehle durch. Weil die Aussagen zu diesem Vorgang wirklich weit auseinander gehen – laut Jagdpächter hatte er vorher die Nervenstränge zwischen Wirbelsäule und Gehirn durchtrennt und das Ganze ging schnell, laut Zeugen hat er nur die Kehle durchschnitten und der Todeskampf dauert Minuten – hat das Landratsamt jetzt Anzeige gegen den Mann erstattet, ebenso wie Privatpersonen und eine Tierrechtsorganisation.
Wir vom Wilden Bayern danken den Feuerwehrlern aus Cham, Chamerau und Niederrunding von ganzem Herzen für ihren mutigen und tierfreundlichen Einsatz!
Einen Bericht aus der Mittelbayerischen Zeitung (hinter Bezahlschranke) können Sie hier nachlesen
Den Bericht der Feuerwehr Chamerau mit Fotos können Sie hier ansehen
Bildquelle: Feuerwehr Niederrunding
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