Auf der Suche nach sicheren Unterschlupfen für den Winter sind in unseren Gärten jetzt nicht nur die Igel, sondern auch Kröten, Molche und Co.. Weil sie schnell mal in einem Gully oder einem Kellerschacht landen, weist der LBV aktuell darauf hin, solche Amphibienfallen unbedingt zu sichern.
„Die meisten Amphibienfallen können leicht und kostengünstig beseitigt werden. Es reicht zum Beispiel, Gullys und Lichtschächte von Kellergeschossen mit einem feinmaschigen Gitter auszustatten, durch das die Amphibien nicht fallen können. Eine weitere Möglichkeit sind kleine Ausstiegshilfen. Dazu kann in Lichtschächten ein raues Holzbrett als Rampe oder ein feinmaschiges Kunststoffnetz verwendet werden.“ Auch hohe Kelleraußentreppen sind laut LBV in der Regel eine Einbahnstraße für Amphibien. Sie sollten deshalb regelmäßig überprüft werden, außerdem helfen raue Bretter oder Seile am Rand als Kletterhilfe.
Optimal ist es, wenn der Garten natürliche Verstecke und ausreichend Nahrung für Amphibien bietet. „Die meisten bei uns lebenden Amphibien, wie Erdkröte, Grasfrosch und Teichmolch, verkriechen sich an frostfreien Orten wie Komposthaufen, Laubhaufen, unter Baumwurzeln oder in feuchten Erdlöchern und verfallen dort in eine Winterstarre. Auch Trockenmauern, Totholzhaufen oder Benjeshecken sind beliebt. Insbesondere der Grasfrosch überwintert aber durchaus auch am Grund von Gewässern. Deshalb sollte ein Gartenteich mindestens einen Meter tief sein, damit er nicht komplett zufriert“, so der LBV.
Hier finden Sie einen Beitrag der Deutschen Wildtier Stiftung zum Überwintern von Amphibien.
Was das LfU zum Thema Amphibien im Winter sagt, finden Sie hier.
Meldung vom 1. Oktober 2025
Wer derzeit abends oder nachts mal draußen ist, findet mit etwas Glück winzige braune Erdkröten-Sprößlinge, die sich noch auf dem Asphalt zu wärmen versuchen. Auch größere Kröten sind unterwegs in ihre Winterlager und leider jetzt wieder auf den Straßen in großer Gefahr (erst neulich habe ich mir wieder geschworen, bei Regen abends wirklich nur noch im Notfall das Auto zu benutzen – man kommt ansonsten nicht umhin, zahlreiche dieser Tiere zu töten, die sich wegen der Restwärme auf die Straßen setzen, es ist einfach grausam). Wenn man bedenkt, dass Kröten zwar „explosionsartig“ tausende Nachkommen produzieren, dies aber nur einmal im Leben eines jeden Weibchens passiert, dann wird einem doch bang zumute.
Wer jetzt etwas für unsere Amphibien tun möchte, kann…
Das schreibt zum Beispiel die Deutsche Wildtier Stiftung zu diesem Thema:
„Jungkröten profitieren von privaten Gärten als Zufluchtsorten. Wer ihnen einen Platz bieten möchte, kann mit einfachen Mitteln viel bewirken: Totholz-, Laub- oder Reisighaufen, feuchte Unterschlüpfe unter Steinen, in Mauerspalten oder Wurzelhöhlen bieten ihnen Schutz, tagsüber vor der Hitze, nachts vor Fressfeinden wie Mardern, Katzen oder Greifvögeln.
Wichtig ist auch: keine Chemie im Garten! Insektizide vernichten die Nahrungsgrundlage, von denen sich der Nachwuchs ernährt. Schneckenkorn ist ebenfalls tabu, denn die Weichtiere stehen auf dem Speiseplan der Erdkröten; über die Beute nehmen sie das Gift auf.
Als Jäger verspeisen Erdkröten auch Asseln, Käfer, Spinnen, Fliegen, Tausendfüßler und Larven, darunter auch etliche Gartenschädlinge. Es lohnt sich also, gute Lebensbedingungen für die Hüpferlinge zu schaffen.
Bis zu 15 Jahre alt werden die Kröten in der Natur. Bestenfalls sorgen sie ab dem vierten, fünften Lebensjahr für weiteren Nachwuchs. Erdkröten legen ihre Eier am liebsten in dem Gewässer ab, aus dem sie selbst an Land gehüpft sind – wenn sie als kleine Kröten dort optimale Startbedingungen hatten.“
Viele tolle Tipps, wie man seinen Garten zu wichtigem Lebensraum für verschiedene Wildtiere machen kann, findet Ihr zum Beispiel hier beim Hortus-Netzwerk
Infos zum Leben der Erdkröte findet Ihr hier bei der AG Feldherpetologie
Bildquelle: Vivienne Klimke
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