Wenn im März die ersten warmen Sonnenstrahlen die Erde aufwecken und Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge wieder zu sehen sind, ist das der perfekte Moment, um selbst aktiv zu werden und einen so genannten Bestäubergarten anzusetzen. Das ist ein Garten, der gezielt Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten unterstützt.
Das Gute ist: Den Bestäubergarten können wir jetzt anfangen, wo im „normalen“ Garten vielleicht noch ein bisschen Winterruhe herrschen sollte, denn er lässt sich mit etwas Planung ganz leicht zu Hause anlegen! Damit schaffen wir nicht nur ein buntes Blütenmeer, sondern auch ein wertvolles Stück Lebensraum für unsere bedrohten Bestäuber.
Bestäubende Insekten spielen eine zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht. Ohne sie gäbe es kaum Obst, Gemüse oder Wildpflanzen. Ein Garten, der sie unterstützt, bietet gleich mehrere Vorteile:
Wählen Sie einen sonnigen Platz, denn die meisten Blühpflanzen lieben Wärme und Licht. Auch ein Balkon eignet sich hervorragend, solange er täglich ein paar Stunden Sonne bekommt. Bereiten Sie den Boden vor, indem sie ihn lockern und mit etwas Kompost anreichern. So finden die Pflanzen optimale Bedingungen vor. Wer in Töpfen pflanzt, sollte unbedingt auf torffreie Erde achten, um den Abbau von Mooren nicht weiter zu fördern.
Wichtig ist, heimische Wildpflanzenarten zu wählen. Sie sind perfekt an das lokale Klima angepasst und bieten den Tieren Nahrung, die exotische Zierpflanzen oft nicht liefern können. Besonders beliebt bei Bestäubern sind etwa:
Achten Sie darauf, dass während der gesamten Saison, also vom Frühling bis in den Herbst, immer etwas blüht. So bleibt der Tisch für die Insekten stets gedeckt.
Ein abwechslungsreicher Garten ist für Insekten besonders wertvoll. Nutzen Sie hierfür unterschiedliche Ebenen: hohe Stauden oder kleine Sträucher im Hintergrund, niedrigere Blütenpflanzen im Vordergrund. Ein paar Steine, Totholz oder Laubhaufen bieten zusätzlichen Schutz und Nistmöglichkeiten. Auch kleine Wasserstellen sind ein Muss: eine flache Schale mit Kieseln im Wasser reicht, damit vom Igel bis zu den Insekten alle sicher trinken können. Bitte die Schale so platzieren, dass Katzen sich hier nicht anschleichen können, und unbedingt das Wasser täglich wechseln, um Krankheiten zu vermeiden.
Verzichten Sie unbedingt auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Viele Wildkräuter, die man sonst als „Unkraut“ entfernt, wie Löwenzahn oder Taubnesseln, sind wichtige Nahrungsquellen im Frühling. Lasse also ruhig kleine Ecken wild, sie sind ein Paradies für viele Insektenarten.
Ein Bestäubergarten ist ein Geschenk an die Natur und an dich selbst. Er verwandelt deinen Außenbereich in eine lebendige Oase, in der es das ganze Jahr über summt und brummt. Und das Beste: Schon wenige Quadratmeter oder ein paar Blumentöpfe auf dem Balkon machen einen Unterschied. Also: Jetzt im Frühling Handschuhe an, Schaufel raus – und los geht’s mit deinem eigenen Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge!
EK
Dieser Beitrag wurde inspiriert von dem Artikel „Kleiner Raum, große Wirkung“
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Bildquelle: Annette Meyer auf Pixabay
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