Die Stiftung Mensch und Umwelt ist für ihre so genannten „PikoParks“ ausgezeichnet worden. Das sind winzige, naturnahe Blühflächen im dicht besiedelten Raum. Die Mini-Parks, die auf eine Idee des Wissenschaftsladens Bonn zurückgehen, wurden schon in Städten wie Berlin, Bonn, Dortmund und vielen anderen umgesetzt.
Ein PikoPark ist ein neuer Grünflächentyp für den urbanen Bereich: ein kleiner (300 bis 500 Quadratmeter), naturnaher Park. Er ist weitestgehend mit heimischen Blühpflanzen gestaltet und bietet vielen Tieren naturnahe Strukturen, wie stehendes und liegendes Totholz, Natursteinmauern oder Lesesteinhaufen. Nach Möglichkeit ist auch eine kleine Wasserstelle für Tiere integriert. Wo vorher ein ungepflegtes „Niemandsland“ aus Rasen und fremdländischen Gehölzen stand oder eine wohnungsnahe Freifläche sogar versiegelt war, blüht und summt es fortan.

Pikopark in Köpenick
Die Stiftung für Mensch und Umwelt plant die naturnahen Kleinparks als zertifizierter Naturgarten-Fachbetrieb komplett, setzt die eigenen Pflanzkonzepte um und betreut die GaLaBau-Betriebe. Die Stiftung macht dazu starke Öffentlichkeitsarbei führt Umweltbildungsaktionen während und nach der Entstehung der PikoParks durch – gemeinsam mit den Flächeneigentümern, die meist Wohnungsbaugenossenschaften sind.
Naturnahe Lebensräume werden immer wichtiger. Die Ursachen für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegen in der Zerstörung ihrer Nistplätze und in der Vernichtung oder Verminderung ihrer Nahrung. Wildbienen und andere Insekten spielen eine wichtige Rolle in fast allen Ökosystemen. Nimmt ihr Bestand weiter drastisch ab, droht der Schwund von Vögeln, Igeln & Co. Das alles hat auch für uns Folgen.
Mehr Infos findet Ihr hier unter pikopark.de
hier bei der Stiftung Mensch und Umwelt
und hier beim Wissenschaftsladen Bonn
Bildquelle: Peter Müller/Stiftung für Mensch und Umwelt, Ann-Kathrin Scheuerle/Stiftung für Mensch und Umwelt
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