Der Biber ist nach europäischem Naturschutzrecht immer noch streng geschützt (Anhang IV und Anhang II der FFH-Richtlinie), aber er hat sich so stark ausgebreitet, dass Konflikte und daraus folgend auch Entnahmen vielerorts längst an der Tagesordnung sind. Aber ist der Abschuss der einzige Weg, oder geht das auch anders?
In Niederösterreich fand vor mehreren Jahren ein Projekt der Bodenkundlichen Universität Wien zum Bibermanagement statt, aus dem eine so genannte Biber-Praxisfibel hervorgegangen ist – ein toller Ratgeber, dem als Leitsatz voransteht: „Ein Bibermanagement muss mehr können als Biber töten“. Dem schließen wir uns vollauf an, auch wenn klar ist, dass an besonders gefährdeten Stellen auch mal eine Entnahme das Mittel der Wahl sein kann. Sie sollte aber nicht von vornherein als einziges Werkzeug im Raum stehen.
Die Biber-Praxisfibel wirbt für die Bereitschaft „mit den Augen des Bibers zu schauen“ und im Fall von Konfliktsituationen Kreativität anzuwenden, um ein langfristiges Ziel zu erreichen: dort, wo es machbar ist, einen ökologischen Mehrwert darstellt und ein Konsens mit den Landnutzern gefunden werden kann, mit dem Biber leben zu lernen. Nach Jahren des Kennenlernens und der mittlerweile fixen Etablierung der Art im Lebensraum Gewässer gehe es auch darum, so die Autoren, den Fähigkeiten dieser Wildtierart mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die – in vielen Fällen nur negativ beurteilen – Auswirkungen seiner Aktivitäten auch für positive Zielsetzungen zu nutzen.
Die Biberfibel geht auf über 80 Seiten den Konflikten mit der Wildart auf den Grund und sucht nach pragmatischen Lösungsansätzen, die nicht immer nur im Erschießen bestehen. Wir empfehlen das Werk dringend allen Städtebau- und Landschaftsplanern, Kommunen und damit befassten Fachbehörden.
Die Biber-Praxisfibel können Sie hier herunterladen
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