Am 7. Februar war es soweit: Am Wallberg fand das seit Monaten angekündigte „Snow Peak Festival“ statt, gegen das Wildes Bayern schon im letzten Herbst massiven Protest gestartet hatte, weil es als teilweise Outdoor-Veranstaltung mit lauten Beats angekündigt war. Komplett verhindern konnten wir die Mega-Sause direkt am Naturschutzgebiet leider nicht – aber unsere Aktivität hat deutlich Wirkung gezeigt. Das ist umso wichtiger, als die Behörden des Landratsamts, die Wildtiere und Natur schützen müssen, aktuell durch einen Handstreich des scheidenden Landrats Olaf von Löwis in den letzten Tagen seiner Amtszeit lahmgelegt sind! Mehr dazu unten.
Zuerst einmal danken wir sehr herzlich unseren UnterstützerInnen Angela, Lore und Gunther, die den Kampfgeist hatten, sich am 7. Februar mit einem Plakat unten an der Bahnstation zum Wallberg zu platzieren und einfach friedlich eine Botschaft zu transportieren. Das ist Einsatz für die Natur, wie wir alle ihn uns nur wünschen können!

Demo gegen das Snow Peak Festival 2026
Die drei friedlichen Demonstranten standen am 7. Februar zwischen etwa 14.30 und 16.30 Uhr am Eingang zur Bahnstation. Es war ungefähr die Zeit, in der die Gäste für das Festival eintrafen und hinaufexpediert wurden. Es waren schätzungsweise nicht mehr als 200. An einem kleinen Stand, an dem sich alle Teilnehmer des Snow Peak Festivals anmelden mussten, erhielten sie zumeist ein alkoholisches Getränk zur Begrüßung. Aber nicht nur das – alle erhielten auch einen Hinweiszettel zum richtigen Verhalten in der Bergnatur

Die konkreten Einflüsse auf unsere Bergnatur können damit aber nicht beschönigt werden. Oben auf der Bergstation hörte man die „Beats“ draußen nur solange nicht, solange alle Türen geschlossen blieben. Ging jemand raus oder rein, schwappte immer ein Schwall lauter Musik in die Umgebung. Noch schlimmer war allerdings, dass das ganze Gebäude vibriert – ein absolutes No-Go für alle Gebäudebrüter und Fledermäuse, die sich ab dem Frühjahr wieder hier tummeln.
Und was sich noch sehr gravierend auswirkt: Die Seilbahn lief bei der Veranstaltung non-stopp, also komplett bis 22 Uhr. Sämtliche Wildtiere in der Umgebung der Trasse finden also bis in die Nacht hinein keine Ruhe! Wir werden das Thema intensiv weiter verfolgen, insbesondere, nachdem wir erfahren haben, dass schon in Kürze ein „Starkbier-Festival“ bis 23 Uhr nachts geplant ist. Weitere Infos dazu finden Sie dann aktuell auf einem neuen Blogbeitrag.
Ein Gerichtsurteil zur Unzulässigkeit von Nachtfahrten von Seilbahnen in der Nähe von Naturschutzgebieten finden Sie hier
Auch setzen wir uns derzeit im Vorfeld der Kommunalwahlen für einen verbesserten Umgang mit der Natur und den Wildtieren im Landkreis Miesbach ein. Wie oben angedeutet, hat Landrat Löwis die Leiter der Unteren Jagdbehörde sowie der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Knall auf Fall versetzt! Die beiden wichtigsten Behörden für die Natur sind im Landkreis damit momentan führungslos. Mehr Infos dazu finden Sie hier.
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WILDES BAYERN e.V.
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Unser Resümee vom Wilden Bayern: Vielleicht ist mit unserem Auftreten im Vorfeld des Snow Peak-Festivals, also mit juristischen Fragen an Veranstalter und Behörden, mit Pressearbeit und schlussendlich mit der engagierten Demo am Veranstaltungsort mehr erreicht worden als zuvor. Das Thema Rücksichtnahme in einem Naturgebiet wurde selten so hoch und prominent öffentlich gemacht.
Meldung vom 5. November 2025: No Peak Festival! Wildes Bayern verteidigt Birkhühner gegen Beats – UPDATE
Der Protest von Wildes Bayern gegen das Techno-Festival im Februar auf dem Wallberg, auch unterstützt durch einen Offenen Brief mit weiteren Naturschutzverbänden im Tegernseer Tal, scheint Wirkung zu zeigen. Karten fürs Snow Peak Festival sind jedenfalls momentan nicht buchbar.

Aktualisierte Seite Münchenticket, abgerufen am 5.11.2025
Und die Presse berichtet über die Angelegenheit.
Den Bericht im Miesbacher Merkur können Sie hier einsehen
Den Offenen Brief der acht Naturschutzverbände finden Sie hier
Meldung vom 29. Oktober 2025
Vor einigen Tagen sind wir auf ein spektakuläres Event aufmerksam geworden: Das „Snow peak festival“ am 7. Februar 2026 am Tegernsee – „ein exklusives Winter-Event auf dem Wallberg“, „eine glitzernde Partylocation mit Musik, Drinks und alpinem Flair“. Eine Veranstaltung, die nach Ansicht von Wildes Bayern absolut nicht genehmigungsfähig ist, für die aber schon jetzt Karten zum Preis von über 75 bis 125 Euro verkauft werden.
„Wer das Besondere sucht, ist hier genau richtig: Feiern über den Wolken, mit einem unvergleichlichen Blick ins Tal, pulsierenden Beats und bester Stimmung“, wirbt die Tourismusseite tegernsee.com. Zu Beginn hieß es hier auch, die Veranstaltung sei outdoor geplant – direkt vor dem Panoramarestaurant.
Nun liegt nach Kenntnis von Wildes Bayern für diese Veranstaltung weder die notwendige behördliche Genehmigung vor, noch gehen wir davon aus, dass eine derartige Genehmigung aus naturschutzrechtlichen Gründen erteilt werden kann. Das Panoramalokal liegt in einem naturschutzfachlich sensiblen Gebiet, das als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, und grenzt unmittelbar an ein internationales Vogelschutzgebiet (SPA- und FFH-Gebiet Mangfallgebirge) mit bedrohten Arten wie zum Beispiel Birkhühnern. Die Naturschutzbehörde wusste bei einer ersten Anfrage allerdings von nichts.
Wie ist es also zu deuten, dass die Betreiber trotzdem solche Veranstaltungen bewerben und ein Unternehmen der Stadt München offenbar im „Benko-Style“ hochpreisige Karten dafür verkauft?
Die Gemeinde wie auch Naturschutzverbände im gesamten Landkreis sind empört. Wildes Bayern hat bereits eine Fachkanzlei damit beauftragt, alle Bescheide anzufordern und zu prüfen. Gegebenenfalls werden wir gerichtlich gegen diese Party-Bazooka gegen unsere Natur vorgehen. Laut einem Medienbericht wollen die Betreiber das Event inzwischen angeblich nach innen verlegen und auch die Kartenverkäufe reduzieren – was aus unserer Sicht alles erstmal abzuwarten bleibt.
Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!
Bildquelle: Screenshot muenchenticket.de, 28.10.2025, 16.40h, Screenshot von muenchenticket.de, Gunther Mair, privat
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Unsere empfindliche bereits stark verletzte Umwelt braucht noch viel mehr Schutz und keine zusätzliche Beladtzdurch neue Partyideen in Gebieten die besonders empfindlich sind gegen Lärm , Schmutz und unnatürliche Einflüsse.
Bitte feiert wo anders wo es sowieso schon laut ist.
Danke
Liebe Grüße
Christina Sturm