Erst gestern habe ich es wieder gesehen: Eine Radlerin, die auf einem Weg nicht weiter kam, kürzte den Rückweg ab und fuhr als Ausweichroute quer über eine Wiese am Waldrand. Was sie sicher nicht weiß: In unseren Wiesen liegen derzeit Bodenbrütergelege, Junghasen und vielleicht sogar schon verfrühte Rehkitze!
Ein Fahrradreifen, aber sogar Fußgänger und natürlich alle Arten von Kraftfahrzeugen können schwerste Verletzungen und Todesfälle verursachen. Bitte denken Sie daran und bleiben Sie bei Ihren Touren momentan unbedingt auf den Wegen! Auch Landwirte sollten ihr Grünland nicht befahren, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Hunde und Katzen sollten unter Kontrolle genommen werden, damit auch sie nicht in die Wiesen laufen und den Tiernachwuchs stören oder sogar beißen und verspeisen.

Schild Wildruhezone oval
Für einen Hund, und wenn er noch so folgsam ist, sind die Jungtiere wie ein spannendes, neues „Spielzeug“. Kitz und Hase vertrauen in der Natur auf Tarnung, sie flüchten nicht vor drohender Gefahr sondern drücken sich und vertrauen auf ihre Tarnung. Werden sie doch aufgescheucht, kann auch ein mäßig sportlicher Hund ein Jungtier hetzen, fangen und töten.
Deshalb bittet der Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. in Zusammenarbeit mit „Wildes Bayern e.V.“ alle Hundebesitzer, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu sein bei Spaziergängen mit dem Hund. Vermeiden Sie Spaziergänge im Wald und am Waldrand in der Dämmerung – dann kommen oft die Muttertiere und säugen ihre Jungen. Lassen Sie den Hund auch tagsüber in diesen Gebieten angeleint und vermeiden Sie es, Bäle und Apportel in hohes Gras zu werfen.
Bitte denken Sie alle mit und unterstützen Sie unsere Natur in dieser sensiblen Zeit, auch, indem Sie andere Menschen darauf aufmerksam machen.
Wildes Bayern bietet über seinen Shop dazu das oben abgebildete ansprechende Schild an. Sie können es hier bestellen
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