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Montag, 05. September 2022

05. September 2022, 10:36    office@wildes-bayern.de

17. September ist World Cleanup-Day: Müll sammeln und aufräumen erlaubt!


Am 17. September ist World Cleanup Day, also der ideale Tag, um endlich mal die Plastiktütchen, McDonalds-Becher und Wodkaflaschen aufzuklauben, die uns schon längst nerven. Wildes Bayern dankt jedem, der sich beteiligt und draußen ein bisschen sauber macht! Man kann sich auch unter worldcleanupday.de eine Aktion suchen und sich einer Gruppe anschließen.

Müll in der Natur ist schädlich für alle – für Wildtiere, die sich darin verwickeln oder daran ersticken können, wie auch für uns Menschen, die wir letztlich über Mikroplastik in Gewässern unseren eigenen Müll wieder in der Nahrung vorfinden. Deshalb unterstützt Wildes Bayern auch eine neue Initiative, die zum Ziel hat, das jeder, der sich draußen bewegt, einfach mitnimmt, was dort nicht hingehört: #estutnichtweh. Hier eine kurze Vorstellung:

#estutnichtweh (kurz #ETNW) wurde im Dezember 2018 von Renate Steinacher gegründet. Sie ist privat und beruflich viel in den Bergen unterwegs, und dabei fiel ihr auf, dass immer mehr Müll achtlos hinterlassen wird. Sie machte sich Gedanken, welchen negativen Einfluss dieser auf Fauna und Flora in den Bergen hat. Als sie bei einer Bergtour herumliegenden Müll aufhob, um ihn ins Tal zu bringen, fragte ein Wanderer, warum sie das tue. Die spontane Antwort: „Weil es mir nicht weh tut!“

(c)#estutnichtweh

Seither befasst sich der Verein, der mittlerweile mehr als 400 aktive Mitglieder zählt, mit dem Thema Müll in den Bergen. Auf Instagram und Facebook, bei Messen und in Schulklassenprojekten klären wir die Menschen auf. Hier geht es nicht nur um Theorie: Mädchen und Buben halten ihren Schulweg mit Freude sauber, indem sie selbst nichts achtlos wegwerfen und auch gerne Müll aufsammeln. Und mancher Erwachsene fühlt sich unangenehm ertappt, wenn ihm ein Kindermund die Wahrheit entgegenhält: „Du, nicht einfach das Zuckerlpapier in die Wiese werfen, das verrottet nicht, das zerfällt zu Mikroplastik und kommt in unser Trinkwasser!“

#estutnichtweh

#ETNW packt selbst tatkräftig an. Zum Beispiel bei organisierten „Cleanups“, bei denen eine Bergtour mit der Säuberung der Strecke verbunden wird. Hier wird den Teilnehmern oft richtig bewusst, wie gefährlich weggeworfene Dosen und zerbrochene Flaschen und Plastik für die Tierwelt sind. Die goldene Regel ist: „Wenn es hier nicht wächst, hat es hier auch nichts verloren.“ So ist das Klima auf 2000 Metern nicht geeignet, zur Verrottung von Bananen- oder Mandarinenschalen beizutragen. Die Verdauung der Tiere ist auf diese Lebensmittel und -reste nicht ausgelegt. Koliken und Vergiftungen können die Auswirkungen nach dem Verzehr sein.

Und, gerade jetzt im Sommer: Weggeschnippte Zigarettenkippen im Wald oder in den Bergen können brandgefährlich sein und schädigen unsere Umwelt. Ob am Land oder im Wasser, der vermeintlich harmlose Tschickstummel enthält neben Nikotin und Teer auch Arsen und Blei. Und weitere 7000 toxische Substanzen! Bei Tieren und Kindern können sie zu Vergiftungen führen, und sie verunreinigen den Boden und das Trinkwasser.

(c)#estutnichtweh

Unsere stetig wachsende Gemeinschaft der Mitglieder befreit in ihrer Freizeit Berge, Wälder und Wiesen vom Müll. Sie sind gerne in der Natur, und es tut ihnen nicht weh, diese auch sauberer zu machen, während sie ihre Wanderung genießen. Ausgestattet sind #ETNW-Mitglieder mit einem #Mistzangerl – eine Zange aus Buchenholz, nachhaltig in Deutschland hergestellt, mit dem die Hände immer sauber bleiben, einem #Drecksackerl – ein aus Stoffresten in der EU produziertes Sackerl, in welchem der gesammelte Abfall bis zur Entsorgung aufbewahrt werden kann und einem #Tschickdoserl, ein kleiner, mobiler Aschenbecher für den Gipfelzigarettenstummel.

Mehr Information zum Verein und wie man Mitglied wird, findest du auf www.estutnichtweh.org.

Bildquelle: (c)#estutnichtweh




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