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Dienstag, 03. November 2020

03. November 2020, 10:58    Petra Sobinger

Hubertustag – Ein Tag zur Besinnung


Olle Kamellen? Traditions-Dödelei? Das wird den Jägern oft vorgeworfen, wenn sie am 3. November des Hl. Hubertus gedenken, dem Schutzpatron der Jagd und des weidgerechten Umgangs mit Wildtieren. Nein – dieser Tag ist keine altmodische Traditionspflege sondern er ist brandaktuell. Jagen ist nicht „Freiluft-Metzgern“, damit der Grundbesitzer reibungsloser wirtschaften kann –  so wie es die Verfechter der forstlich-stromlinienförmigen Novellierung des Bundesjagdgesetzes fordern. Jagen ist ein nachhaltiges und pflegliches Wirtschaften mit den Schätzen der Natur. In Achtung der Mitgeschöpflichkeit aller Wildtiere und Sorge um die Pflege und Bewahrung ihrer Lebensräume – die auch unsere Lebensräume sind. Und daher ist der Hubertustag der „Erntedank“ der Jagd. Die Freude über ein gutes Jahr, in dem man Wildtiere sehen, beobachten, hegen und erlegen durfte – weil man das Feld gut bestellt hat.

In diesem Sinne wünschen wir allen Jägerinnen und Jägern, die dies beherzigen einen guten und besinnlichen Hubertustag und viel Kraft sich auch im kommenden Jahr für unsere wildlebenden Tiere und ihre Lebensräume einzusetzen – gegen den Zeitgeist, gegen forstliche und agroindustrielle Profitsucht.

Dieser kleine „Hubertus Schrein“ wurde von einem treuen Mitglied für uns arrangiert.

 

Der 3. November ist für Jäger ein ganz besonderer Tag. Der Tag ist auch bekannt als Hubertustag, an dem Jäger in ganz Deutschland und Teilen Europas ihrem Schutzheiligen Sankt Hubertus, Pfalzgraf von Burgund gedenken. Sankt Hubertus gilt als Begründer einer waidgerechten und nachhaltigen Jagd und als Vorbild für die Jäger.

(c)Wildes Bayern / privat

Hubertustag – Die Geschichte des Schutzheiligen

Laut den Überlieferungen lebte Hubertus von Lüttich als Pfalzgraf von Burgund von 655 bis 727 nach Christus. Er galt als zügelloser Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Kein christlicher Feiertage oder ethischer Grundsatz sollen ihn daran gehindert haben, seiner Leidenschaft hemmungslos nachzugehen. Nachdem Tod seiner Frau entschied er sich als Einsiedler in die Wälder der Ardennen zu leben und sich ausschließlich durch die Jagd zu ernähren. Dort begegnete ihm ein Hirsch, der ein leuchtendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen trug und ihn bekehrte und erkennen ließ, dass die Jagd nicht nur alleine dem Selbstzweck dient, sondern eine weitreichende Verantwortung mit sich bringt.

Diese „Achtung vor dem Geschöpf“ und der damit eingehende „Dienst an der Natur“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Hubertus wird meist kniend inklusive Jagdhund und Jagdhorn sowie Schwert und Spieß dargestellt. Ab Anfang November werden – wenn nicht Corona herrscht – feierliche Hubertusmessen gefeiert, die von Jagdhornbläsern begleitet werden.

 

Bildquelle: (c)Wildes Bayern / Monika Baudrexl, (c)Wildes Bayern - Monika Baudrexl, (c)Dieter Streitmaier, (c)Wildes Bayern / privat




C.L.d.B. schrieb:


Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, liebe Frau Sobinger!!

Antworten
Petra Sobinger schrieb:


Lieber C.L.d.B. ;-),

ganz lieben Dank für diese Glückwunsche 🙂 🙂 🙂

Herzliche Grüße,

Petra Sobinger

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