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Donnerstag, 16. April 2026

Scrollicon
An einer violetten, kolbenförmigen Blüte sitzt ein Schmetterling mit transparent-weißen, schwarz umrandeten Flügeln.
16. April 2026, 12:31    office@wildes-bayern.de

Naturinteressierte Wanderer gesucht in der Rhön


Foto eines Waldhangs, an dem violette und weiße Blumen blühen.

Lerchensporn

Die Regierung von Unterfranken sucht Naturinteressierte in der Rhön für die Suche nach dem seltenen Schwarzen Apollo, einer Tagfalterart.

Der Schwarze Apollo kommt deutschlandweit nur noch in wenigen Mittelgebirgen vor, seine Population ist stark gefährdet.

Um herauszufinden, wo und wie weit dieser zu schützende Schmetterling bei uns aktuell noch verbreitet ist, läuft seit 2023 ein bürgerwissenschaftliches Projekt. Es geht darum, in vorgegebenen Gebieten die Futterpflanze der Apollo-Raupen zu erfassen: bestimmte Lerchensporn-Arten (Corydalis). Auf der Basis der Ergebnisse werden Schutzmaßnahmen umgesetzt.

Die Teilnehmer sollten Interesse haben, sich mit ungefähr einem halben Tag Zeitaufwand während eines Spaziergangs nach den Pflanzenarten umzusehen. Die Suche findet ausschließlich von offiziellen Wanderwegen aus statt; das Verlassen der Wege ist nicht erlaubt (Schutzgebiete, Brut- und Setzzeit…). Mithelfen können alle, die gerne in der Natur unterwegs sind, Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Auch bei der späteren Suche nach dem seltenen Tagfalter selbst freuen sich die Projektverantwortlichen im Juni über Unterstützung.

Die Infoveranstaltung am 1. April 2026 ist zwar leider schon vorbei, Anfragen oder Anmeldungen können aber per Mail gesandt werden an .

 

Der Schwarze Apollo und die Bedeutung des Lerchensporns

Der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) gehört mit einer Flügelspannweite von fünf bis sechs Zentimetern zu den auffälligsten Vertretern unserer heimischen Tagfalter. Die Flügel haben eine weiße Grundfarbe mit einigen dunklen Flecken, und der äußere Rand der Vorderflügel scheint fast durchsichtig.

In Deutschland gibt es den Schwarzen Apollo nur noch in wenigen Mittelgebirgen – in Bayern außerhalb der Alpen sogar nur noch in der Rhön, da der Apollo in allen anderen bayerischen Gebieten bereits verschwunden ist. Auch in Thüringen und Hessen wurde er außerhalb der Rhön nur an wenigen Stellen gefunden.

Angewiesen ist der Schwarze Apollo auf besonnte Waldränder und Heckensäume mit Lerchensporn-Pflanzen. In der Rhön kommen insgesamt drei verschiedene der im zeitigen Frühjahr blühenden Lerchensporn-Arten vor. Diese haben eine enorme Bedeutung für den Schutz des Falters, da sich die Raupen des Schwarzen Apollos ausschließlich von Lerchensporn ernähren.

Gut erkennen lässt sich die Pflanze an ihrer lilafarbenen oder manchmal auch weißen Blütentraube und den gefingerten Blättern. Da so früh im Jahr nur wenig andere Pflanzen blühen, ist der Lerchensporn mit kaum einer anderen Pflanze zu verwechseln und sehr gut vom Weg aus zu erkennen.

 

Die original Pressemeldung finden Sie hier

 

Bildquelle: Regierung von Unterfranken




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