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Donnerstag, 14. April 2022

14. April 2022, 14:00    Webmaster

Schleswig-Holstein: S.O.S. fürs Rotwild


Die prekäre Lage unserer größten Säugetierart, des Rothirsches, ist nicht nur in Bayern beängstigend. Manche Fotos von erlegtem Rotwild aus Schleswig-Holstein sehen aus wie aus einem Gruselkabinett: Verkürzte Unterkiefer, deformierte Schädel. Sogar Kälber ohne Augen kommen vor. Wildbiologe Frank Zabel vom dortigen Landesjagdverband schickte Ende Feburar ein “S.O.S.” ins Land hinaus: Die Inzuchtdepression der Hirsche in dem kleinen Bundesland nimmt beängstigende Ausmaße an. Zwar ist Schleswig-Holstein auf den ersten Blick ein Bundesland mit einer “offenen” Rotwild-Politik. Hier gibt es nicht, wie in Bayern, rigoros leerzuschießende rotwildfreie Gebiete, aber die Zerschneidung der Lebensräume schlägt voll durch. Daran ändern auch diverse Grünbrücken und Querungshilfen nichts, die teilweise durch andere Infrastruktur regelrecht außer Funktion gesetzt sind. Weil die Population auf einer kleinen genetischen Ausgangsbasis fußt, ist das Wandern, also der Austausch von Individuen, höchst dringend geboten.

Den vollständigen Beitrag von Frank Zabel findet Ihr auf natuerlich-jagd.de

 

Bildquelle: (c)Dieter Streitmaier - Rotwild




Karl-Peter (Kalle) Tadsen schrieb:


Liebe „WildesBayern“,
Es freut mich sehr, dass Ihr auf unser RW in Schleswig Holstein aufmerksam gemacht habt. Ich sitze gemeinsam mit Frank Zabel im AK Schalenwild des LJV. In meiner Abschlussarbeit zum Jagdwirt 2015 habe ich bereits auf die genetische Verinselung und die damit verbundenen Probleme hingewiesen und dokumentiert. Heute kämpfen wir für die offenhalten der Wildwanderwege und Bau von Querungshilfen. Ebenfalls ist es unbedingt erforderlich die noch bestehenden Weitwechsel zu Kartieren. Großflächige Verbauungen ( Photovoltaik Freiflächenanlagen) müssen baurechtliche Erfordernisse hierbei berücksichtigen undDurchlässe schaffen.
Bin gern Mitglied im Wilden Bayern, herzlichst Euer Kalle aus Nordfriesland

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Ludwig Fegg schrieb:


Servus Kalle,
Fernwechsel und Lebensräume für unsere größte Wildart sind zur Erhaltung gesunder Populationen dringend erforderlich. Es ist schlimm, wie wir seit Jahren mit unseren in Deutschland / Bayern frei lebenden Wildarten umgehen.
Sanierungsgebiete mit Schonzeitaufhebungen, Auflösungen von dringend im Bergwald erforderliche Notzeitfütterungen, Forststrassenbau in die letzten Wildruhezonen, sind die schlimmen Zeichen der Zeit.
Gut, dass es engagierte Bürger/innen gibt, die viel Freizeit und Engagement aufbringen, um hier wieder ehrliche und gute Wege zu finden.
Dies immer wieder anzumahnen und das Selbstverständliche zu fordern ist unsere Bürgerpflicht.
“Wildes Bayern e.V” sollte jeder Bauer und Jäger, jederTier- und Naturfreund weiter empfehlen und vor allem als Mitglied unterstützen.
Südbayern grüßt Nordfriesland!
Weiter viel Engagement und Kraft,
wünscht Dir und allen Mitstreitern Ludwig aus Berchtesgaden
website: http://www.wald-wild-mensch.de

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Korey Isett schrieb:


Hi, ich wünschte der Artikel wäre noch etwas länger und ausführlicher. Aber man kann nicht alles haben. 😉 VG

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