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Sonntag, 23. Oktober 2022

23. Oktober 2022, 11:20    Webmaster

Tierschutzwidriger Saufang von Ministerien propagiert!


Die Afrikanische Schweinepest schlägt weiter in Europa zu. Für die Schweinehalter bedeutet die Seuche eine schwere wirtschaftliche Bedrohung. Für die Schweine in den Ställen bedeutet es den Tod, wenn die Bestände gekeult werden. Und für die wildlebenden Artgenossen? Wie in unserem Land üblich, führt die Angst vor finanziellen Beeinträchtigungen zu der Reaktion, erst einmal einen Sündenbock zu finden und den dafür büßen zu lassen. Bei der ASP ist es das Schwarzwild, das nun gnadenlos bekämpft werden muss. Auch wenn es keinen Zusammenhang zwischen der Verbreitung der Seuche und den Wildschwein-Vorkommen gibt. Auch wenn niemand irgendeine Art von „sicherer Sauendichte“ im Wald definieren kann, auf die man das Schwarzwild reduzieren müsste, um die Schweineindustrie vor ASP-Ausbrüchen zu bewahren.

 

Aber wie schon zu Zeiten von Hexenverfolgung und anderen populären Lösungsansätzen in Krisenzeiten, muss die arme Sau im Wald nun auf den grundgesetzliche garantierten Schutz vor Tierquälerei verzichten. Leider! Aber die Landwirtschaftsministerien werden nicht müde, Saufänge als Lösung für das ASP-Problem anzupreisen. Ein Saufang ist eine Fangeinrichtung in der eine Gruppe der geselligen Schwarzkittel hineingelockt werden, um sie dann eins nach dem anderen zu töten. Es gibt schon Varianten, die relativ tierschonend  funktionieren, zum Beispiel in dem man die Tiere einzeln „entkommen“ lässt. Auf diese Weise bekommen die anderen Sauen den Tötungsakt nicht unmittelbar mit.

 

Aber hey! Das ist aufwändig, kostet Zeit, Material, Arbeitskraft und auch ein bisschen Fachkenntnis und Erfahrung. Viel schneller und billiger geht es mit dem neuen Fangsystem von „pigbrig“! Ja, die Tiere sind schon vorher panisch und verletzen sich bei den Ausbruchsversuchen. Und wenn erst das Feuer eröffnet wird, dann kann man eigentlich nur noch das Feuer eröffnen und solange draufhalten, bis sich nichts mehr rührt und röchelt. Eigentlich wäre so ein tierquälerisches Massaker nach deutschem Recht und dem Grundgesetz nicht legal durchführbar. Eigentlich!

 

Aber derartige Skrupel kennt man im bayerische Landwirtschafts- und Forstministerium nicht. Da wird auf diese Saufänge und deren „Effizienz“ beim Töten hingewiesen. Und das Umweltministerium sekundiert: Ja, das ist super tierschutzgerecht! Überzeugen Sie sich selbst und klicken Sie auf die Videos.

 

Update 25.10.2022 – Neue Videos!

Zum Versand unseres Newsletters und der Veröffentlichung dieses Beitrags hatten wir an dieser Stelle auf ein anderes Video verlinkt. Dieses zeigte in erschreckender Weise, was passiert. Dieses Video wurde mittlerweile auf YouTube entfernt. Darum sehen Sie an dieser Stelle ähnliche Videos, die nur ansatzweise die Grausamkeit zeigen, wie in Wirklichkeit vorgegangen wird und wie die Tiere leiden!

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Hier ein weiteres erschreckendes Video:

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Und auch dieses hier ist einfach nur furchtbar anzusehen:

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Bildquelle: (c)Sus Scrofa © Jana Ščigelová - Dreamstime.com - Photo 154191409




Wolfgang Demel schrieb:


Geht gar nicht

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grüter,rainer schrieb:


Wo bleibt hier der Tierschutz, wo bleibt Tessi ?? Obertierschützerin in Oberbayern ?? Wenn die Ministerin dieses mitträgt beginnt bei mir ein großes zweifeln an meiner Partei ! Hat diese Scheusslichkeit gesehen ich kann es nicht glauben! Wie kann man es ihr zukommen lassen ??

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Susanne schrieb:


Kein Wunder, wenn Menschen gegen die Jagd sind, obwohl sie nicht wissen, dass kein anständiger Jäger mit solch einer Methode einverstanden sein kann. Wie grausam ist das denn?!
Bei den nächsten Wahlen genau überlegen, wo man sein Kreuz macht. Denn nicht nur wir, sondern hauptsächlich auch die Tiere müssen unter unfähigen Politikern leiden. Leider denken viele grün ist nicht nur eine schöne Farbe sondern auch eine gute Partei …

Mit Jagd hat so eine Tierquälerei nichts zu tun. Auch das „normalerweise“ hervorragende Lebensmittel Wildbret ist hier nicht zu gebrauchen, weil die Tiere stundenlang unter Stress stehen und dann niedergemetzelt werden. DAS DARF NICHT SEIN!!!

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Dinah-Thalea Krone-Donecker schrieb:


……. und dann katholisch!

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Anja Rößler schrieb:


Ich kann es mir nicht anschauen. Allein die Vorstellung genügt, um es grundtief abzulehnen, was Menschen dort mit Tieren machen. Warum wagen die Täter nicht mal einen Perspektivenwechsel, um ins Fühlen zu kommen? Das Leben selbst wird sie strafen – das kann gar nicht anders sein. Auf politische Ebene ist das eine Katastrophe!

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Ulrich Stolarczyk schrieb:


Die CSU/CDU hat noch nie Tierschutz u. Tierwohl in ihrem Programm gehabt. Die großen Tierbestände sind oft in den Händen dieser Wähler, die sehr oft auch politischen Einfluß haben, da diese Personen div. Ämter in diesen Parteien haben. Jetzt Tierqual an Wildtieren extrem (aber Auslandsaufnahmen zeigen, dies ist überall der Fall) – nachdem die sog. Nutztiere gequält wurden u. weiterhin werden. Mangelnde Hygiene des Menschen bringt den ASP-Erreger in die Ställe. Das Wildschwein hat keinen Kontakt zu den oft hermetisch abgeriegelten Mastschweinen. – Also – Finger weg von diesen Parteien. Leider sind andere Parteien oft untätig, Versprechen etwas, halten es nicht ein. Der Grüne-EU-Politiker Häusling will Rehe u. Hirsche massiv abschießen/ abschießen lassen, da sie seinen Wald angeblich beschädigen. Damit ist sein Profit geringer. Schonungen verhindern dies, junge Bäume werden geschützt. Zumal das Einkommen eines EU-Politikers nicht gering ist, ist diese Forderung bösartig, spez. von einem Politiker der Grünen.
Tierschutzparteien müssen sich zusammen schließen, nur so haben sie eine Chance auf 5 %. Etablierte Parteien sind träge, sie interessiert Tierschutz u. Tierwohl kaum.

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Christine Miller schrieb:


Vielen Dank für den Hinweis auf die tatsächliche Ausbreitungsdynamik der ASP. Wildschweine leiden selbst stark unter der Seuche, wenn sie in den Beständen auftritt. Die Fernverbreitung wird jedoch nicht von Schwarzwild angetrieben. Hier scheinen die Sauen vor allem als Sündenbock zu dienen. Die Zunahme der Schwarzwild-Populationen hängt stark von den Veränderungen in der Agrarlandschaft ab und wird durch wärmeres Klima begünstigt. Danke auch für den Hinweis auf die Aussagen von Herrn Häusling. Ich bin immer wieder überrascht mit welchem fanatischen Furor sich bei manchem Politiker der Hass auf Wildtiere Bahn bricht. Die Grünen und die SPD sind sehr darauf bedacht, die Interessen der Forstlobby zu erfüllen – oft wissen de eigenen Wähler kaum, wie klar sich hier Politiker dieser Parteien positionieren. Und ich vermute, das ist auch der allgemeinen Wählerschaft dieser Parteien gar nicht so bewusst. Die anderen Parteien, sind in Fragen des Umgangs mit Wildtieren weniger stark festgelegt.

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