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Montag, 18. Mai 2020

18. Mai 2020, 06:23    Christine Miller

Todesgefahr für die Jungtiere – Hochsaison für die Kitzretter


Die Kitzretter haben jetzt Hochsaison. Unermüdlich sind jetzt Tierschützer, Jäger und Landwirte im Einsatz um Kitze (und andere gefährdete Tiere, vom Hasen bis zu bodenbrütenden Wiesenvögeln) davor zu retten zerstückelt und getötet zu werden.

Gut bewährt haben sich dabei auch die Gründung lokaler Verein, die gezielt Spenden und Unterstützung sammeln können. Die rechtliche Lage ist vielen Grundeigentümern und Landwirten immer noch nicht ausreichend bekannt: Rechtlich steht unstreitig fest, dass der Landwirt gemäß § 17 Tierschutzgesetz als „Störer und „Urheber der Gefahr“ verpflichtet ist, alle erdenkliche Vorsorge zu treffen, damit Kitze nicht ausgemäht werden.

Es reicht daher bei Weitem nicht aus einmal durch die zu mähende Wiese zu spazieren (auch mit mehreren Personen). Oft können auch Hunde die geruchlosen Kitze nicht vollständig in einer großen Wiese entdecken. Die beste Methode ist zur Zeit eine Drohne mit Wärmebildkamera. Inzwischen ist die Technik soweit fortgeschritten, dass Kitze im hohen Gras sicher entdeckt werden.

Wir verstehen nicht, dass Landwirte  über sechsstellige Beträge für Ihre Traktoren ausgeben, die eine Fülle technischer Spezialsysteme, Sensoren etc. verfügen. Es wäre inzwischen ein Leichtes eine Wärmebildkamera vorne am Traktor fest zu installieren, dazu einen Bildschirm im „Cockpit“ des Traktors mit einer akustischen Warnanlage. Alle Traktoren müssten mit einer derartigen „Serienausstattung“ versehen werden. Der Hinweis, dass es dann länger dauert, die Wiesen zu mähen, greift nicht. § 17 Tierschutzgesetz steht über jegliche wirtschaftliche Erwägungen.

Dies muss in Zukunft in den Diskussionen mit Verbandsvertretern und Politikern mit Gewicht vertreten werden.

Weitere Artikel zum Thema Kitzrettung finden Sie hier

Bild: (c)Peter Stumpf

Bildquelle: Wildes_Bayern__Maehtod_Kitz.jpg, Wildes_Bayern_Plakat_Kitzrettung_2020




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