Seit dem Frühjahr 2025 verfolgt Wildes Bayern kritisch den Ausbau der Pisten unterhalb der Kanzelwandbahn, die sich von Vorarlberg aus aufs Fellhorn hinauf zieht. Damit unsere Arbeit überhaupt faktenbasiert erfolgen kann, haben wir, wie häufig, eine Umweltinformationsanfrage an die zuständige Behörde gestellt. Diese ist gemäß EU-Recht auskunftspflichtig – was wir der Bezirkshauptmannschaft (BH) Bregenz aber leider erst über eine gerichtliche Erkenntnis deutlich machen mussten.
Wie unten schon beschrieben, hatten wir die BH um die Beantwortung von elf Fragen mit klarem Umweltbezug ersucht. Gerade mal fünf davon beantwortete sie zumindest rudimentär (Stichworte), bei den übrigen sechs vertrat die BH die Meinung, sie dürften nicht beantwortet werden, weil es sich hier nicht um Umweltinformationen handele. Dem stimmte das Landesverwaltungsgericht Vorarlberg nicht zu und erkannte Wildes Bayern am 25.11.25 das Recht auf eine Beantwortung aller Fragen zu.
Die ist dann auch postwendend zum 1.12.25 erfolgt. Wir haben jetzt also schwarz auf weiß, dass die Behörde der Meinung ist, es seien keine Schutzgebiete betroffen und damit auch keine Umweltverträglichkeitsprüfungen notwendig. Insgesamt werden wir die Antworten nochmal auf ihre Plausibilität prüfen und dann über das weitere Vorgehen nachdenken.
Meldung vom 18. August 2025: Beschneiung der Kanzelwand: Kein Bescheid, aber schon Baustellen
Während wir uns noch Gedanken zur Öffentlichkeitsarbeit, also zur Transparenz des Verwaltungshandelns der Bezirkshauptmannschaft (BH) Bregenz machten, sind vor Ort bereits Fakten geschaffen worden. Die Bautätigkeit zur Erweiterung der Piste ist bereits in vollem Gange, der neue Weg, eine Fahrstraße, südlich und östlich des kartierten Alpenbiotops „Schnittlauchmösle“ untergrundmäßig nahezu fertig. Die Bauarbeiten nördlich, nordwestlich und westlich des Biotops sind zur Zeit sehr massiv. Auch bei der Talabfahrt durch den Berg-/Schutzwald sind die Bauarbeiten in vollem Gange.
Details dazu könnt Ihr hier ansehen
Ein Youtube-Video über die ertüchtigte Talabfahrt (hier zu sehen nur das letzte Stück) von den Bergbahnen findet Ihr hier

Das Biotop Schnittlauchmösle – verwandelt in eine Großbaustelle

Pistenplan des Gebiets Fellhorn/Kanzelwand
Bei den geplanten Geländeveränderungen bzw. Pistenverbesserungen sollten also die Belange von Landschaft, Natur und Umwelt unbedingt Vorrang erhalten. Doch die BH mauert und gibt kaum Informationen preis, solange die Anfragenden nicht Grundstückseigentümer o. ä. sind. Selbst auf eine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz hat sie nur mit höchst spärlichen Informationen reagiert.
Für Wildes Bayern ist das der Punkt, um die Behörde juristisch auf ihre Auskunftspflicht nach dem Umweltinformationsgesetz hinzuweisen. Wir werden den Bescheid anfordern und auf Klagemöglichkeiten prüfen.
Die bisherigen Aussagen der BH lauten ungefähr:
Bildquelle: R. Wörz, Robert Wörz, KanzelwandFellhorn_pistemap
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Die „Ubers“ von der wilden Weide
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