Eine neuere Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift „ANLiegen Natur“ der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, hat die ökologische Wirkung eines „normalen“ Stadtgartens unter die Lupe genommen. Je nachdem, wieviel Mühe man sich bei dessen Gestaltung und Pflege macht, können da richtig viele Lebensräume entstehen, in denen sich Hunderte verschiedener Tierarten ansiedeln! Solche „Oasen“ haben eine wichtige Funktion in einer Landschaft, in der die Äcker immer größer und intensiver bewirtschaftet werden. Im besten Fall entsteht sogar ein Biotopverbund aus Gärten…
Die spannende Studie findet Ihr hier
Und hier findet Ihr jede Menge weiterer inspirierender Tipps und Links von der Kampagne „Tausend Gärten – Tausend Arten“
Wenn wir übers Blütenbestäuben reden, kommen Käfer oder Fliegen recht selten vor. Damit unterschätzen wir ihre Nützlichkeit aber sehr, haben jetzt Wissenschaftler der Technischen Universität München herausgefunden: Gerade in der Frühsaison leisten Wespen, Käfer und Fliegen einen erheblichen Beitrag beim Bestäuben von Nutzpflanzen wie Erdbeeren, aber auch bei vielen Wildpflanzen.
Der Fokus der Studie lag auf der Stadt und der Frage, ob die Pflanzenauswahl in Gemeinschaftsgärten etwas zur Biodiversität der Insekten beitragen kann. Das war tatsächlich so: Lavendel wurde beispielsweise ausschließlich von Bienen angeflogen, Schafgarbe und Gänseblümchen nur von anderen Insekten. Andere Pflanzen zeigten ein breiteres Spektrum an Bestäubern. So bestäuben bei Oregano sowie Ringelblume hauptsächlich Honig- und Wildbienen. Bei Rotklee sowie Löwenzahn beobachtete das Forschendenteam überwiegend Ameisen und Schwebfliegen bzw. Ameisen und Käfer. Bei Erdbeeren sind Ameisen und Wildbienen am Häufigsten zu finden.
Gärtner:innen bekommen dadurch nach Meinung der Forscher eine Schlüsselfunktion für die Biodiversität und Bestäubung im städtischen Raum.
Zur Studie in englischer Sprache kommt Ihr hier
Bildquelle: Gartenblumen Foto: Wildes Bayern/privat
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