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Mittwoch, 28. September 2022

Scrollicon
Augen auf für die Efeu-Seidenbiene
28. September 2022, 14:23    Webmaster

Augen auf für die Efeu-Seidenbiene


Wenn jetzt im September der Efeu blüht, ist es ganz normal, dass an schönen Tagen viele Insekten daran herumschwirren. Auch Bienen. Denkt man so. Aber einige davon sind besondere Bienen, die einen zweiten Blick wert sind!

Es handelt sich nämlich womöglich um die Efeu-Seidenbiene, eine Wildbienen-Art, von der man erst seit den 1990er-Jahren weiß, dass es sie gibt. Vorher glaubten Wissenschaftler, dass da am Efeu andere Seidenbienen herumschwirren würden, die sich aus Not an den Efeublüten bedienten. Doch nein, das war keine Not, sondern der Plan!

Kennzeichen der Efeu-Seidenbiene sind: Ihr etwas dunklerer Pelz als bei der Honigbiene (eher karamell- oder ingwerfarbig) und auch gelbbraune statt goldene Hinterleibsringe. Sie lebt und brütet kolonieweise im Boden – das sollte man wissen und nicht erschrecken, wenn man so eine Kolonie im Rasen findet. Efeu-Seidenbienen sind wenig aggressiv und verschwinden ja auch bald wieder, wenn es kalt wird.

Am auffallendsten ist aber ihre ungewöhnlich späte Flugzeit und ihre Spezialisierung auf Efeu, der nun mal erst im September und Oktober blüht. Vorher begnügen sie sich mit Herbstzeitlosen oder der Goldrute.

Auf der Seite Wildbienen.de ist zu lesen:

„Wer Efeu-Seidenbienen an Efeu beobachtet, sollte die beiden Blühstadien dieser Kletterpflanze kennen: Aus den blaßgrünen runden Knospen entsteht zunächst das erste, männliche Stadium: An der Peripherie der (leicht abgeflachten) Blütenscheibe wachsen zwischen den Blütenblättern sechs 2–3 mm lange Fäden mit hellgelben Staubbeuteln, die schließlich aufplatzen und (nach dem Abernten) dann bräunlich werden und abfallen. Das folgende, weibliche Stadium der Blüte ist mit der kleinen stutzenförmigen Narbe so unscheinbar, daß es leicht mit einer Knospe verwechselt wird; Insekten können aber von der Scheibe bequem den offen dargebotenen Nektar ablecken, und dabei hinterlassen sie den Pollen auf der empfängnisbereiten Narbe.“

Hier findet Ihr noch einen netten englischsprachigen Beitrag über die „Ivy Bee“

 

 

Bildquelle: (c)Hans-Juergen Martin / www.wildbienen.de / Seidenspinnerbiene, (c)Sandra Brennand at waarneming.nl (Wikimedia) - Colletes hederae5




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