Vor fast genau fünf Jahren kam es zu der verheerenden Flut im Ahrtal. Weitere ähnliche Vorfälle, aber mit geringerem Ausmaß, haben sich seitdem ereignet, ohne dass sie groß an die bundesweite Öffentlichkeit gelangten, zum Beispiel im Reinhardswald in Hessen.
Der Verein „Bundesbürgerinitiative Waldschutz“ (BBIW) macht aktuell darauf aufmerksam, wie wichtig Wälder für die Klimaanpassung und den Schutz unserer Lebensgrundlagen sind. Wir vom Wilden Bayern schließen uns dieser Meinung an und kritisieren insbesondere die Zerstörung unserer Wälder für den Windkraftausbau.

Windkraftausbau im Wald
Gesunde, naturnahe Wälder sind nicht nur Lebensräume mit hoher Bedeutung für die Biodiversität, sondern auch eines der wichtigsten natürlichen Systeme zur Regulierung des Wasserhaushalts. Sie wirken als Schwamm- und Speichersysteme der Landschaft: Sie nehmen Niederschläge auf, halten Wasser länger in der Fläche zurück, fördern die Versickerung und tragen damit zur Neubildung von Grundwasser bei.
Gerade angesichts der zunehmenden Wetterextreme wird diese Funktion immer wichtiger. Bei Starkregenereignissen können strukturreiche Wälder den schnellen Oberflächenabfluss bremsen, Hochwasserspitzen abschwächen und damit einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten. In längeren Trockenperioden wiederum geben gut entwickelte Waldböden das gespeicherte Wasser verzögert wieder ab und tragen dazu bei, Landschaften widerstandsfähiger gegen Dürre und Hitze zu machen.
Die Förderung und Wiederherstellung von Schwammwäldern ist daher ein wichtiger Baustein einer vorsorgenden Klimaanpassung: Sie verbinden Hochwasserschutz, Dürrevorsorge, Grundwasserschutz, Klimaschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die BBIW setzt sich deshalb dafür ein, die Schwammwaldfunktion unserer Wälder verbindlich in der Waldpolitik und in zukünftigen Waldgesetzen zu verankern.
Aus Sicht der BBIW bietet ein Schwammwaldkonzept die Möglichkeit, verschiedene gesellschaftliche Ziele zusammenzuführen:
Hier einige weiterführende Informationen zur Rolle der Wälder als natürliche Wasserspeicher:
„Schwammwald und Hochwasserschutz: Damit aus Regen keine Katastrophe wird“
Greenpeace-Broschüre:
„Wald als Wasserspeicher ist Hochwasserschutz – Ohne Schwammwald kann Starkregen zur Gefahr werden“
Bericht über den ECONICS-Grün-Feucht-Kühl-Index 2026
Kurzer Auszug aus diesem wichtigen Bericht: Es gibt in Deutschland nicht nur städtische Hitzeinseln, sondern ausgedehnte sommerliche Hitzelandschaften, in denen die Risiken für Menschen und alle Organismen zunehmen. Vegetationsarme Räume sind heißer, und Gebiete mit hohen Temperaturen erhalten tendenziell weniger Niederschläge. Eine Verschlechterung der Index-Werte wird durch steigende Temperaturen und sinkende Niederschläge sowie durch fortschreitende (Zer-)Störung von Ökosystemen angetrieben. Versiegelung von Flächen für städtische Entwicklung und Bautätigkeiten aller Art, bodenschädigende Landwirtschaft, aber auch das Kahlräumen von Waldflächen reduzieren die Grünheit der Landschaften.
Und hier noch eine nicht mehr ganz taufrische Einschätzung des NABU zu den Auswirkungen von Windrädern im Wald (darunter weitere interessante Links!)
Bildquelle: privat, Daniela
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Zitat: -Wir vom Wilden Bayern schließen uns dieser Meinung an und kritisieren insbesondere die Zerstörung unserer Wälder für den Windkraftausbau-. Konsequent währe natürlich in diesem Zusammenhang sich auch für angepasste Schalenwildbestände einzusetzen, denn auch dies stellt eine sehr effektive Maßnahme dar um Klimaresiliente Zukunftswälder zu schaffen. In der Praxis sieht es leider so aus, das genau diese Anstrengungen vom Verein“ Wildes Bayern“ torpediert werden.