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Dienstag, 13. Juni 2023

Scrollicon
Ein Insekt mit gelbem Unterbauch fliegt auf ein senkrechtes Stück Holz zu
13. Juni 2023, 15:08    Webmaster

Der Juni ist der Monat der Hahnenfuß-Scherenbiene


Pressemeldung Deutsche Wildtier Stiftung: „Wer Butterblumen einen Platz im Garten einräumt, hilft der Hahnenfuß-Scherenbiene“

Der Juni ist der Monat der Hahnenfuß-Scherenbiene. Die fleißige Wildbiene ist mit sieben bis elf Millimetern nicht größer als ein Rosine. Um ihren eigenen Energiebedarf zu decken und sich mit zuckerhaltigem Nektar zu versorgen, fliegen Hahnenfuß-Scherenbienen unterschiedliche Blüten an. Für ihren Nachwuchs aber braucht diese Bienenart ausschließlich den Pollen von Hahnenfußgewächsen. Allein der Scharfe Hahnenfuß (Ranunculus acris), der Knollige Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus), der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) und der Wollige Hahnenfuß (Ranunculus lanuginosus) stehen auf der Larven-Speisekarte.

Vielen Gärtnern sind diese Pflanzen allerdings ein Dorn im Auge. Sie rücken mit dem Unkrautstecher an und rupfen das vermeintliche Ärgernis aus der Erde. „Ist dann kein Hahnenfußgewächs zu finden, geht das Wildbienenweibchen nach einem langen Sammelflugtag leer aus“, sagt Anja Proske, Wildbienenschützerin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Folge: „Das Weibchen legt keine Brutzellen an, und im Folgejahr gibt es keine Nachkommen.“

Andere Gärtner wiederum bezeichnen den Hahnenfuß liebevoll als Butterblume und freuen sich in wilden Ecken und an Beeträndern über seine gelben Blütenblätter als leuchtende Farbtupfer. Noch bis Ende Juni fliegen die Hahnenfuß-Scherenbienen emsig Gärten und andere Grünflächen auf der Suche nach dem gelben, krautigen Hahnenfuß ab. Gartenbesitzer können außer dem Belassen der Butterblume im Garten noch mehr Gutes für das Insekt und seine Nachkommen tun. Die Hahnenfuß-Scherenbiene nistet oberirdisch und bezieht daher auch gerne Wildbienenhotels. „Achten Sie darauf, dass die Nisthilfe regengeschützt und in Richtung Süden aufgehängt wird. Hahnenfuß-Scherenbienen bevorzugen Niströhren mit einem Innendurchmesser von etwa vier Millimetern“, erklärt Proske. Wurmstichiges Totholz oder Löcher in Mauern, aber auch Schilfmatten dienen der Wildbiene als Nistplatz. Und wer dem Hahnenfuß eine Chance gibt, hilft, dass die Hahnenfuß-Scherenbiene ihre Nachkommen großziehen kann.

Wer im eigenen Garten nach ihr Ausschau halten möchte: Von anderen Bienenarten, vor allem den Honigbienen, ist die Hahnenfuß-Scherenbiene gut zu unterscheiden. Sie ist schwarz gefärbt und hat schmale, helle Querbinden am länglichen Hinterleib. „Schauen Sie noch genauer hin, erkennen Sie auch die weißgraue Bauchbürste für den Pollentransport bei den Weibchen und ihre langen, scherenartigen Kiefer. Bei den Männchen sind es die gesägten Fühler und die bräunliche Behaarung, die ins Auge fallen“, so die Biologin.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

 

Bildquelle: (c)PM Deutsche Wildtier Stiftung (c)imagebroker Hahnenfuß Scherenbiene




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